Hatte auf einen guten Thriller gehofft, musste aber feststellen, dass „Das Grauen der Nacht" eher wie eine Schlafpille wirkt und ein Ph.D. in Literaturwissenschaft noch lange keinen guten Autor ausmacht!
Die Grundidee fand ich sehr gut, aber die Umsetzung als Thriller ist leider gar nicht gelungen. Die Charaktere sind flach und eindimensional, ich konnte keinerlei „Beziehung" zu ihnen entwickeln. Sie waren mir ganz einfach egal, ich wollte nur das Buch zu Ende bekommen. Die Story ist verwirrend und unlogisch, es ist keine klare Struktur vorhanden. Es geht hier eher um vergangene Beziehungskrisen als dass „bebende Spannung" entsteht wie auf dem Schutzumschlag angekündigt.
Fazit: Die Aussage des Ullstein-Verlages „Ein atemberaubender Thriller, der Sie um den Nachtschlaf bringen wird!" trifft leider überhaupt nicht zu. Eher das Gegenteil. Wenn Sie also Schlafstörungen haben und ein wirksames Mittel zum Einschlafen benötigen, ist „Das Grauen der Nacht" genau das richtige ;-)! Warten Sie aber trotzdem lieber bis zum Erscheinen der Taschenbuchausgabe!