Kaum ein anderer Autor hat es geschafft, mich derart an eine historische Geschichte zu fesseln, wie es Wilbur Smith mit seinem Ägypten-Roman "Das Grabmal des Pharao" gelungen ist. Anders als Christian Jaqc verleiht Smith seiner Geschichte eine Tiefe, die die Geschichte lebendig werden läßt. Dabei hat er sich die achtzehnte Dynastie, eine Epoche voller politischer Machtkämpfe und Mißmut im Land, ausgesucht. Während Ägypten, gespalten in zwei Länder, sich von allen Seiten von Feinden angegriffen sieht, versucht Lostris, die Tochter des Wassers, das Land wieder zu vereinen und zu befrieden. Tatkräftige Unterstützung erhält sie dabei vom Eunuchen Taita, ihrem persönlichen Lehrer und Diener. Dieser Roman lebt von seiner Intensität der Eindrücke, Gefühle, Gerüche und Landschaften. Wilbur Smith gelingt es, dem Leser ein farbenprächtiges Ägypten zu zeigen. Man wünscht sich förmlich in diese Zeit hinein, möchte alles am liebsten "live" miterleben. Besonders beeindruckend ist der Rückzug in die Berge und den "Weißen Nil" hinab, eine schier endlose Tortur. Doch das Buch ist alles andere als eine Tortur - der Roman fesselt und sorgt mit seiner Lebendigkeit dafür, daß sich der Leser niemals langweilt. Wer " Ramses" liebt wird "Das Grabmal des Pharao" vergöttern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)