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Das Grab [Taschenbuch]

Richard Laymon , Helmut Gerstberger
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

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Melvin Dobbs hat sich für die Wissenschaftsausstellung seines letzten Schuljahrs an der Ellsworth High School einen ganz besonderen Beitrag einfallen lassen. Der von seinen Mitschülern misstrauisch beäugte Sonderling schockt sein Publikum mit einer selbst konstruierten Wiederbelebungsmaschine. Als Testobjekt dient ihm die Leiche einer kürzlich bei einem Autounfall verschiedenen Schülerin, die er eigens für das Experiment auf dem Friedhof ausgebuddelt hat und nun mittels einer Autobatterie wieder zum Leben zu erwecken versucht. Wenig überraschend schlägt der Versuch fehl, und Melvin landet für seine durchgeknallte Aktion in einer Nervenheilanstalt.

Die Jahre vergehen. Vicki Chandler, eine einst von Melvin umschwärmte und immer noch unter den traumatischen Vorgängen der Vergangenheit leidende Klassenkameradin, kehrt aus beruflichen Gründen nach Ellsworth zurück. Hier trifft sie auf den mittlerweile aus der psychiatrischen Unterbringung entlassenen Melvin, der weiterhin seinen Forschungen auf dem Gebiet der Totenerweckung unbemerkt von der Öffentlichkeit nachgeht. Dabei erzielt er schon bald erschreckende Fortschritte, die den guten alten Dr. Frankenstein dagegen wie einen Waisenknaben aussehen lassen. Melvin möchte die von ihm angebetete Vicki nur zu gerne zu einer weiteren Versuchsperson machen, um ihre unsterbliche Liebe zu gewinnen. Doch die hat aus erfindlichen Gründen etwas dagegen …

Die meisten Werke von Richard Laymon erschienen in Deutschland posthum – der Autor verstarb 2001 – und fanden bei den Anhängern des Horror-Genres großen Zuspruch. Der deutsche Verlag hat den US-Autor sprichwörtlich aus dem Grab geholt, und ein Blick auf die Top-Platzierungen der bislang veröffentlichten Titel erlaubt es durchaus, von einer sehr erfolgreichen Exhumierung zu sprechen. Das Grab ist die deutsche Erstausgabe eines 1989 in den USA erschienenen Horror-Schockers und wartet wie viele seiner Vorgänger mit einer äußerst detaillierten und zugleich extrem brutalen Gewaltdarstellung auf. Laymon-Fans dürften von diesem schonungslosen Splatter-Roman restlos begeistert sein. Wer derartige Blut- und Gewaltorgien nicht mag, sollte von diesem Buch aber lieber die Finger lassen. – Christoph Reudenbach

Pressestimmen

»So unheimlich und gruselig, dass Ihnen das Blut in den Adern gefrieren wird.« (Dean Koontz)

Klappentext

»Schlüpfriger Sex, extreme Gewalt und ein origineller Stil.« Publishers Weekly

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Richard Laymon wurde 1947 in Chicago geboren und studierte in Kalifornien englische Literatur. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete und zu einem der bestverkauften Spannungsautoren aller Zeiten wurde. 2001 gestorben, gilt Laymon heute in den USA und Großbritannien als Horror-Kultautor, der von Schriftstellerkollegen wie Stephen King und Dean Koontz hoch geschätzt wird.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

DAS LETZTE SCHULJAHR
Kapitel Eins
Das musste Steve Kraft sein. Es war Krafts blauer Trans Am, den sein Dad ihm geschenkt hatte, als er im letzten Herbst gegen die Bay sechs Touchdown-Pässe geworfen hatte.
So wie sein Kopf aussah, erinnerte er Wes an ein Marshmallow, das man auf einen Stock gespießt hat, um es schön goldbraun zu rösten, und das plötzlich in Flammen aufgeht.
Man bläst das Feuer aus. Dann zieht man das Marsh- mallow vom Stock. Die harte Kruste löst sich so leicht, als wäre sie eine Schale, und das weiche, pappige Innere bleibt am Stock kleben.
Vielleicht würde sich Steves Gesicht genau so leicht ablösen lassen, wenn man _
Wes wandte sich von dem brennenden Wrack des Wagens ab und krümmte sich. »Vorsicht!« Manny tänzelte zurück, um seine Schuhe in Sicherheit zu bringen, als Wes anfing zu würgen.
»Was soll denn das werden?«, fragte Manny. »Willst du, dass es mir auch noch hochkommt?«
Wes hörte ihn lachen und fragte sich, wie es jemand - selbst Manny - lustig finden konnte, dass Steve Kraft in die Mauer der Brücke gekracht und wie ein Marshmallow verbrannt war.
Dann klopfte Manny ihm auf den Rücken. »Du hättest dir wegen Kraft keinen Kopf zu machen brauchen, Alter. Hat sich von selbst erledigt, die Geschichte.«
Wes richtete sich auf. »Das ist wirklich krank«, murmelte er.
»Hey, der Typ war ein Arschloch.« Manny nahm einen Schluck von dem Old Milwaukee, den er geöffnet hatte, als sie angehalten hatten, um zu sehen, was es mit dem Feuer auf sich hatte. Er reichte Wes die Flasche.
Wes trank ein paar Schlucke, um den sauren Geschmack des Erbrochenen aus seinem Mund zu spülen. »Vielleicht sollten wir besser verschwinden«, sagte er. »Wenn die Cops hier auftauchen, kriegen sie doch sofort mit, dass wir Alkohol getrunken haben. Ganz besonders Pollock. Der macht uns garantiert Ärger.«
»Scheiß auf Dexter Pollock«, knurrte Manny. Er stand mitten auf der Straße und drehte den Kopf von einer Seite zur anderen, als hielte er nach dem Polizeichef Ausschau. »Wenn irgendein Auto auftaucht, dann Sein Kopf ruckte nach rechts. Sein Mund klappte auf.
Wes starrte in die gleiche Richtung.
Das Mädchen lag über der niedrigen Betonbrüstung in der Mitte der Brücke.
Wes glaubte zumindest, dass es ein Mädchen war. Er war sich jedoch nicht sicher, denn ihr Kopf war nicht zu sehen. Andererseits sah es aus, als ob sie nackt wäre, und Steve Kraft hatte sicherlich keinen nackten Mann in seinen Wagen gelassen.
»Ich glaube, sie hat gar nichts an«, sagte Manny. Seine
Stimme klang gedämpft und irgendwie verschwörerisch. »Komm mit.«
Sie gingen langsam auf sie zu. Wes fühlte, wie sein Herz hämmerte. Sein Mund war trocken. Er nahm noch einen Schluck Bier.
»Wette, es ist Darlene«, sagte Manny.
»Ja.«
Manny rieb sich mit der Hand über den Mund. »Die hat nicht einen Faden am Leib. Kein Wunder, dass Kraft gegen die Mauer gedonnert ist.«
Der Schein des Feuers flackerte über die nackte Haut ihres Rückens, ihres Hinterns und ihrer Beine. Ihr linkes Bein hing auf den Gehweg herab. Das andere lag angewinkelt auf der Mauer, als hätte sie versucht, darüber zu klettern und in den Fluss zu springen.
»Was macht sie da?«, flüsterte Wes.
»Vielleicht hat sie 'ne Kontaktlinse verloren«, sagte Manny und stieß ein kurzes, nervöses Lachen hervor. »Nicht einen Faden am Leib«, murmelte er erneut.
Das entsprach nicht ganz der Wahrheit, stellte Wes fest. Jetzt, da sie näher bei dem Mädchen waren, konnte er sehen, dass sie weiße Socken und weiße Tennisschuhe trug. An ihrem linken Knöchel baumelte ein Höschen, das im rötlichen Schein der Flammen zu glänzen schien.
»Glaubst du, sie ist froh, uns zu sehen?«, fragte Manny.
Wes fand es nicht der Mühe wert, darauf zu antworten. Er hatte den starken Verdacht, dass Darlene so ziemlich jeden anderen lieber sehen wollte als Manny. Sie und all die übrigen eingebildeten Cheerleader und die meisten anderen Kids in der Oberstufe der Ellsworth High hielten Manny für den Abschaum des Planeten.
»Hey, Darlene, nicht springen! So schlimm ist es doch gar nicht. Stevie ist hinüber, aber wir sind ja hier.«
Sie bewegte sich nicht.
»Vielleicht ist sie verletzt«, sagte Wes.
»So schlimm kann sie nicht verletzt sein, wenn sie so weit gekommen ist. Darle-e-ene.«
Als sie näher kamen, sah sich Wes nach dem brennenden Wagen um. Flammen loderten durch das Loch, wo einmal die Frontscheibe gewesen war. Er blickte wieder nach vorn. Manny stand bereits neben dem reglos auf der Brüstung liegenden Mädchen. »Hey, glaubst du, sie ist so weit rausgeschleudert worden?«
»Ganz sicher nicht.« Er gab ihr einen Klaps auf den nackten Hintern. Die Pobacken bebten ganz leicht, doch sie zuckte nicht und schrie auch nicht auf. Er beugte sich über sie. »Hey, Wes«, sagte er. »Ich glaube, ich weiß, was sie verloren hat.«
Wes gefiel der hohe, merkwürdig schrille Ton in Mannys Stimme überhaupt nicht. »Was denn?«
»Ihren Kopf.«
»Lass die Witze.«
»Schau doch selbst nach.«
Wes schob sich seitlich an Manny vorbei und beugte sich vor.
Ihre linke Schulter lag auf der Mauer. Die rechte ragte über den Rand der Brüstung hinaus. Ihr Arm hing schlaff herab und schien auf den Fluss zu deuten.
Wes wusste, dass ihr Kopf direkt zwischen den Schultern sein hätte sollen, doch er konnte ihn tatsächlich nicht entdecken.
»Nein«, sagte er. »Er muss doch da sein.« Diese Seite der Mauer wurde nicht vom Lichtschein des Feuers erhellt. Deshalb konnte er Darlenes Kopf nicht sehen.
»Die Schlampe wurde glatt enthauptet.« Um zu beweisen, dass er Recht hatte, zog Manny an einem der nackten Beine der Toten.
Wes stieß einen erschreckten Schrei aus und machte einen Satz rückwärts, als der Körper sich auf ihn zubewegte, von der Brüstung rollte und vor seinen Füßen auf den Gehsteig fiel.
»Siehst du?«, sagte Manny und machte einen Schritt zur Seite, damit sein Schatten sie nicht mehr verdeckte.
Wes sah es jetzt auch. Er sah den Stumpf ihres Halses zwischen den Schultern.
»Das ist tatsächlich Darlene«, brummte Manny. »Sonst hat keine solche Titten.«
»Ich finde, wir sollten sie nicht so angaffen«, sagte Wes. »Schließlich ist sie tot.«
»Ja, sieht ganz so aus.« Manny ging in die Hocke, um alles besser in Augenschein nehmen zu können.
Wes war wütend auf Manny und angewidert von sich selbst. Er wusste, es war nicht richtig, sie anzustarren, doch er konnte nicht damit aufhören.
»Hast du schon mal eine gesehen?«, fragte Manny.
»Nur Steve.«
»Keine Leiche, Mann. Ich rede von einer nackten Frau.«
»Klar«, log er.
Manny strich mit der Hand über ihren Schenkel.
»Hey, lass das!«
»Greif zu, Mann. Anders kommt ein Loser wie du an so eine Klassefrau nicht ran.«
»Nimm die Finger von ihr, verdammt.«
»Es könnte ruhig ein bisschen heller sein.« Manny fing an, ihr Bein zur Seite zu ziehen.
Wes versetzte ihm einen Tritt gegen die Schulter, und er fiel vornüber.
»Hey!«
»Fummel nicht an ihr rum. Lass sie in Ruhe!«
»Arschloch!« Manny sprang auf und wirbelte zu Wes herum. Er ballte die Fäuste.
Wes registrierte, dass er noch immer die Bierflasche in der Hand hielt. »Bleib, wo du bist!«, zischte er warnend. »Ich schlag zu. Ich schwör dir, ich schlag dir den Schädel ein.«
Er hob die Flasche wie einen Knüppel über den Kopf, und kaltes Bier floss seinen Arm hinab.
»Glaubst du, du kannst es mit mir aufnehmen? Ich schieb dir die Flasche in deinen jungfräulichen Arsch.«
»Ich will mich nicht mit dir prügeln«, sagte Wes.
»Das ist auch besser für dich. Lass es lieber.«
Wes warf die Flasche weg. Sie flog über die niedrige Mauer, auf der Darlene gelegen hatte. Ein paar Sekunden später landete sie mit einem leisen Klatschen im Fluss.
»Okay?«, fragte er. »Okay?«
»Okay.« Mit einem Grinsen...
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