13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Corman und Price-Top!!!, 12. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Grab des Grauens (DVD)
"The Tomb of Ligeia" ist nun der achte und letzte Teil der
Poe-Serie mit der Vincent Price und Roger Corman in den
60ger Jahren die Kinokassen klingeln liesen.
Dieser Film ist nicht weniger ein Meisterwerk wie seine
sieben Vorgänger.
Von der gesamten E.A.Poe-Serie ist dieser Teil ohne Zweifel
der zurückhaltenste und unspektakulärste. Sind in jedem
anderen Corman-Poe sorgfältig dosierte Schockeffekte ent-
halten(mit Ausnahme von "The Raven"),so sucht man sie
bei "Ligeia" wohl vergeblich. Natürlich fehlt auch hier
die bei Corman obligatorische Alptraumsequenz nicht,aber
wirklich harte Einschübe wie der zerfliesende Mr.
Waldemar in "Tales of Terror",die Mißgeburten aus "The
Haunted Palace" oder die Vogelattacke auf Hazel Court
in "The Masque of the Red Death" sind diesesmal nicht
vorhanden.
"The tomb of Ligeia" ist der literarischte aller Poe-
Filme. Aus diesem Grund war er der breiten Zuschauer-
masse früher vielleicht etwas zu anspruchsvoll. Wer
aber bereit ist sich diesemal auf eine eher action-arme
Geschichte einzulassen kann von "The tomb of Ligeia"
nicht anders als begeistert sein!!!
Wie immer bei einem Corman-Poe stimmt alles.
Elisabeth Sheperd überzeugt als die lebensfrohe,später angemessen verunsicherte Lady Rowena völlig. Über
Vincent Prices Darstellung brauch man keine Worte mehr
zu verlieren,ausser das "Superb" noch untertrieben ist!!!
Corman setzt in diesem Film auf Subtilität und lässt
Ligeias Terror und Allgegenwärtigkeit sich in rasch
aufeinanderfolgenden,mysteriösen Vorfällen äußern. Rowena
findet an ihrer Bürste schwarze Haare. Ligeias Haare.
Ihr Mann befindet sich nachts nicht in seinem Zimmer.
Während einer Demonstration Verdens hypnotischen
Fähigkeiten spricht Rowena plötzlich mit Ligeias Stimme
deren unheilvolle Botschaft. Rowena hat einen Alp-
traum in dem sich der sie in seine Arme schliesende
Verden in eine schwarzhaarige Frau verwandelt...
Es ist zu spät um Verdens und Rowenas gemeinsames Leben
zu retten. Ligeias aus dem Totenreich ragender letzter
Wille ist zu stark. Verden und der,in der Katze steckende
Geist Ligeias finden ihr gemeinsames Ende im
reinigenden Element des Feuers.
Roger Cormans Fähigkeit der Erschaffung intensivster
Atmosphäre und die bis in die kleinste Nebenrolle
phantastische Besetzung machen auch den achten und
letzten Teil der Edgar,Allen.Poe-Serie American
International Pictures zu einem wahren Meisterwerk und
einem ewigen Klassiker des Horrorfilms!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht wirklich schlecht, aber leider sehr langweilig, 12. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Grab des Grauens (DVD)
Über die hohe Qualität und den wegweisenden Einfluss der Edgar Allan Poe - Verfilmungen von Roger Corman muss man nicht streiten und der Plot des Films, der durch Poes Erzählung inspiriert wurde, aber ganz eigene Wege beschreitet, kann sich auch durchaus sehen lassen. Vincent Price liefert zudem eine herausragende Vorstellung, die ich persönlich sogar zu seinen besten Leistungen zähle. Das täuscht aber alles nicht darüber hinweg, dass "The Tomb of Lygeia", im Vergleich zu den voran gegangenen Filmen dieser Reihe, eher enttäuschend ausgefallen ist.
Natürlich gehört es zu den Markenzeichen dieser Verfilmungen, dass sich für das Erzählen der Geschichte Zeit gelassen wird, um die intensive Atmosphäre der oppulent komponierten Bilder wirken zu lassen und wer sich auf diese besondere Ästhetik einlässt, wird in ihr versinken, ohne sich dabei zu langweilen. Allerdings gilt dies nicht in diesem Film, da Roger Corman offenbar versuchte, diese Addaption bewusst von ihren Vorgängern abweichen zu lassen, was sich in einer, im Gegensatz zu den Vorgängern, nahezu spartanischen Ausstattung und einer ungewöhlichen Menge an uninspirierten Außenaufnahmen niederschlägt, die verhindern, dass die sonst so typische Atmosphäre aufkommt, ohne die sich unterm Strich dann leider doch eine ganze Menge Langeweile breit macht.
Bei allen poetischen Elementen, die der Film dennoch in sich trägt, zieht er sich doch wirklich sehr in die Länge und es scheinen Ewigkeiten zu vergehen, bis endlich etwas interessantes passiert und der farbenbetonte Stil den Corman bis dahin so sehr gepflegt hat, kommt hier leider kaum noch zum Einsatz. Man muss dazu natürlich sagen, dass dies vermutlich die Absicht des Regiesseurs war, um die Leere im Inneren des Protagonisten und sein Hängen an einer nicht mehr vorhandenen Vergangenheit auch in den Bildern von Ruinen und nichts sagenden Landschaften anschaulich zu machen. Nur ist es eben gerade das, was den Film sehr anstrengend erscheinen lässt.
Ohne das brilliante Spiel von Vincent Price, mit dem er im Grunde den ganzen Film trägt, hätte ich diesem Film sogar nur 3 Sterne gegeben, aber allein der Hauptdarsteller macht den gut gemeinten Streifen dann doch sehenswert. Trotzdem wird er unter den Poe - Filmen von Corman nie zu meinen Lieblingen gehören.
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