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Damit bietet sich eine günstige Gelegenheit für den Konzern Bioverse, die Hilfe der Menschheit anzubieten und ganz nebenbei auch für den eigenen Profit zu sorgen. Die mit den Dedelphi vertraute Lynn Nussbaumer erhält den Auftrag, die gesamte Evakuierung des von mutierten Krankheitserregern verseuchten Planeten zu koordinieren. Wahrlich keine leichte Aufgabe, denn schon bald beginnt der Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Dedelphi-Sippen zu bröckeln. Ein Glück, dass auch Lynns weise und tapfere Dedelphi-Freundin Praeis mit aller Kraft um die Rettung ihrer Rasse kämpft.
Der erste ins Deutsche übertragene Roman der bereits mehrfach mit Preisen geehrten Sarah Zettel glänzt in erster Linie durch die liebevolle Schilderung einer fremdartigen Gesellschaft, die in ihrer Authentizität an C.J. Cherryh erinnert. Die Handlung kommt zwar in der ersten Hälfte des Romans etwas schleppend in Gang, doch dadurch erhält der Leser ausgiebig Gelegenheit, sich mit den sympathischen Protagonisten anzufreunden und wird mit einem dramatischen Finale belohnt. Dem deutschen Leser wird der Lesegenuss allerdings durch die arg holprige Übersetzung etwas getrübt, die vor hässlichen Anglizismen geradezu wimmelt. --Birgit Will
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Recht interessant,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Gottesspiel. (Taschenbuch)
Die Dedelphis werden recht interessant geschildert und erscheint in ihrer Psychologie weitaus glaubwürdiger als der seltsam uneigennützig agierende menschliche Konzern, welche gewaltige Ressourcen für die Unterbringung und Verpflegung von Milliarden Fremdwesen aufbringt (von den Aufwendungen für die Entgiftung eines ganzen Planeten nicht zu reden), nur um im Gegenzug etwas genetisches Material vermarkten zu dürfen. Hier leuchtet mir die Gegenleistung nicht wirklich ein; kein Konzern der Menschheitsgeschichte würde hierbei nicht pleite gehen, und genetisches Material wäre auch einfacher zu erhalten. Dies erscheint mir bei aller Kapitalismushörigkeit denn doch zu dick aufgetragen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Freundliche brutale Fremdrasse,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Gottesspiel. (Taschenbuch)
Die Rasse der Dedelphis hat sich trotz eines seit Jahrhunderten andauernden Krieges, welcher gnadenlos ohne jede Rücksicht auf Zivilisten geführt wurde, auf einen technischen Stand hochgearbeitet, welcher mit dem späten zwanzigsten Jahrhundert auf der Erde vergleichbar ist. Diese Errungenschaften haben die Kriegsführung revolutioniert und eine wahrhaft apokalyptische Situation erschaffen: weite Teile ihrer Welt sind verwüstet, das Trinkwasser vergiftet, und künstlich erschaffene Krankheitserreger töteten einen derartig großen Teil der Bevölkerung, das die Dedelphis am Rande der Ausrottung stehen. Als Retter bieten sich die raumfahrenden Menschen an, welche tatsächlich einen Friedensvertrag zwischen den verfeindeten Clans aushandeln können. Für die notwendige Renaturierung und Entgiftung des Heimatplaneten ist eine Evakuierung der überlebenden Dedelphis auf Raumstationen in der Umlaufbahn notwendig, welche von den Menschen gestellt werden. Im Gegenzug für ihre Hilfe soll den Menschen Wirtschaftsrechte an allen auf dem Planeten entdeckten Lebensformen zugestanden werden. Während sich die Dedelphi offiziell zum Frieden bekennen, ist eine Minderheit von Kriegstreibern nicht bereit, auf Rache an alten Feinden zu verzichten. Und selbst die Menschheit wird als potentieller feind ins Visier genommen... Die Dedelphis werden recht interessant geschildert und erscheint in ihrer Psychologie weitaus glaubwürdiger als der seltsam uneigennützig agierende menschliche Konzern, welche gewaltige Ressourcen für die Unterbringung und Verpflegung von Milliarden Fremdwesen aufbringt (von den Aufwendungen für die Entgiftung eines ganzen Planeten nicht zu reden), nur um im Gegenzug etwas genetisches Material vermarkten zu dürfen. Hier leuchtet mir die Gegenleistung nicht wirklich ein; kein Konzern der Menschheitsgeschichte würde hierbei nicht pleite gehen, und genetisches Material wäre auch einfacher zu erhalten. Dies erscheint mir bei aller Kapitalismushörigkeit denn doch zu dick aufgetragen. Die geschilderte Brutalität der Dedelphis ist allerdings wirklich erfrischend; dagegen sind wir Menschen ganz friedliche Engel...
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2.0 von 5 Sternen
mäßig,
Von sf-jens (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Gottesspiel. (Taschenbuch)
Seit Jahrtausenden herrscht Krieg auf dem Planeten der Dedelphi. Als sich abzeichnet, daß nun auch Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden, glauben einige der Dedelphi, daß die einzige noch vorhandene Chance für das Überleben ihrer Rasse die Zusammenarbeit mit den Menschen ist. Daher bitten sie diese um Hilfe und die Menschen sind dazu auch gerne bereit. Es wird ein gigantisches Projekt gestartet, daß die andauernden Kriege beenden soll. Doch dann läuft einiges schief. Nicht alle Dedelphi begrüßen die Hilfe, und nicht alle sind darauf erpicht, Frieden zu schließen. Für sie gibt es nur eine Möglichkeit dazu, nämlich wenn alle Feinde ausgerottet sind.Die Idee ist richtig gut und die Handlung als solche eigentlich auch. Aber irgendwie wirkt der Roman nicht wirklich überzeugend. Die Charaktere sind einfach und sehr durchsichtig dargestellt, wodurch einige von ihnen fast schon naiv wirken. Da fehlt die Vielschichtigkeit, die durchaus möglich gewesen wäre. Auch geht es nur in seltenen Szenen richtig flüssig voran. Meistens muß man sich durch ziemlich langatmige Textpassagen kämpfen. Man muß auf jeden Fall eine Portion Durchhaltevermögen mitbringen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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