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Das Gottesmahl.
 
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Das Gottesmahl. [Broschiert]

James Morrow
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 494 Seiten
  • Verlag: Heyne (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453149033
  • ISBN-13: 978-3453149038
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 502.865 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Anthony van Horne hat sich als Kapitän nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als er mit seinem Supertanker eine mittelschwere Ölpest verursachte. Daß er seitdem keinen Job mehr als Schiffsführer findet, läßt ihm um so mehr Zeit für seine Schuldgefühle. Nicht ganz seinem üblichen Tagesablauf entspricht da das Erscheinen des Erzengels Rafael, der ihm eine ebenso schlichte wie bedeutsame Mitteilung macht: "Gott ist tot". Und der ihn auch gleich darüber aufklärt, welche Rolle nun Anthony zugedacht ist, nämlich die wichtigste Seereise der Menschheit durchzuführen.

Denn da Gott die Menschen ja nach seinem eigenen Vorbild geschaffen hat, so erläutert Rafael, liege es nur nahe, daß sie es jetzt mit einer fürwahr göttlichen Leiche zu tun haben. Und weil der Himmelsvater nach seinem Ableben ins Meer plumpste, soll van Horne mit Hilfe seines alten Schiffes den etwas über drei Kilometer großen Leichnam bergen. Kein leichter Job, denkt man an all die hungrigen Fische auf See! Und daß sie mitten auf dem Atlantik eine schiffbrüchige Atheistin und Feministin aufsammeln, trägt auch nicht gerade zur Vereinfachung einer immer absonderlicher werdenden Seereise bei.

Das Ziel ist die Arktis, um dort den "Corpus Dei" tiefzufrosten und so die hoffentlich letzten noch lebenden Gehirnzellen des Himmlischen Vaters zu konservieren, was der Katholischen Kirche als Existenzberechtigung genügen würde.

Die wundervoll beschriebenen alltäglichen Tücken im Umgang mit der riesigen Leiche ergänzen die ohnehin schon aberwitzige und begnadete Grundidee dieser beißenden Satire so hervorragend, daß das Durchschmökern eine wahre Freude ist. Man möchte gar nicht aufhören, alles über die erstaunlichen Auswirkungen von Gottes Tod zu lesen. Einfach toll, was Morrow hier vorlegt! --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Der Erzengel Rafael erscheint und verkündet den Menschen, daß Gott gestorben und ins Meer gefallen sei. Ein unter der Flagge des Vatikans fahrender Supertanker erhält die heikle Aufgabe, den zwei Meilen langen Körper des Schöpfers zu bergen - ein Unternehmen mit Risiken.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gottes Tod und seine Verwirklichung, 13. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Gottesmahl. (Broschiert)
Es ist leicht zu sagen "Gott ist tot", genau so leicht ist es glauben, das er nie existiert hat. Wie die Religion hat auch der Atheismus den Schwachpunkt nur ein Glauben zu sein. James Morrow wagt das kühne Experiment genau an diesem Punkt die Argumentation aus den Angeln heben. In "Das Gottesmahl" wird aus Glaube Gewissheit. Gott ist tot. Basta. Statt eine langwierige philosophische oder glaubensdogmatische Debatte vom Zaun zu brechen schreitet Morrow direkt zur Tat und analysiert die daraus resultierenden Folgen.
Schon hier wird deutlich das dieses Buch nicht jedem schmecken wird. Wir reden hier von einem humoristischen Roman, der das Thema Gottes Tod nicht in dem Ton behandelt den man davon gewohnt ist. Nonnen und Mönche fallen hier vom Glauben ab, es wird nach Verlust der Instanz "Göttliche Gerechtigkeit" gemordet und gefeiert, Atheisten müssen einsehen das sie sich bisher getäuscht haben und die feministische Front hat wieder einmal das simple Geschlechtsproblem. Dieser Roman sitzt also schon von der Prämisse her zwischen allen Stühlen.
Nichtsdestotrotz gewinnt der Roman aus eben dieser cleveren (oder je nach Standpunkt: blasphemischen) Idee und Verfahrensweise seine grosse Stärke. In äußerst unterhaltsamer Weise wird auf absolut nachvollziehbare (ergo realistische) Art gehandelt. Dabei erweist sich Morrow als feinfühliger Schreiber und Philosoph mit ungeheurem Tiefgang der seine Figuren nicht nur menschennah sondern auch als Spiegel der betroffenen Gesellschaftsgruppen in dieser ungewöhnlichen Extremsituation portraitiert.
Konservative Leute sollten von den Buch viel die Finger lassen. Wer das Gedankenspiel wagen und sich zusätzlich auf eine äußerst originelle Weise amüsieren will, sollte sofort zugreifen.

Die Fakten in Kürze : Gott ist tot.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Tolle Idee - mäßige Umsetzung, 4. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Gottesmahl. (Broschiert)
Gott ist tot. Und zwar so richtig. Der Vatikan will das verheimlichen und die Leiche in Sicherheit bringen. Was für eine wilde Idee, ein echter Morrow. Leider, leider: Das Gottesmahl ist keins von Morrows stärkeren Büchern. Es scheint, als sei es etwas mit heißer Nadel gestrickt worden. Zu abrupt sind die Übergänge, zu blaß die Charaktere, zu plakativ ist die Umsetzung der Klischees. Und einige der Ereignisse sind einfach zu weit hergeholt: die gerettete Schiffbrüchige an Bord der Carpco Valparaiso etwa, oder die schnelle Anheuerung eines bemannten historischen Flugzeugträgers (auch wenn dieser Handlungsstrang noch zu den stärkeren zählt). Es ist doch so: Je abstruser eine Story insgesamt erdacht ist, desto wichtiger ist es, die Umgebung so zu gestalten, daß das Publikum sich hineinfinden kann. Das ist Morrow diesmal nur ansatzweise gelungen. Dennoch ist natürlich zu hoffen, daß Das Gottesmahl einem der kreativsten SF-Autoren endlich den deutschen Markt öffnet und seine wesentlich stärkeren Romane wie Die eingeborene Tochter, Der Kontinent der Lügen oder Der Wein der Gewalt einem größeren Publikum zugänglich macht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fantastisch geistreich, 23. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Gottesmahl. (Broschiert)
Es scheint eine wahnsinnige Idee zu sein, daß Gott tot ist. Niemand glaubt den auf die Erde geeilten Engeln, bis er selbst den Leichnam im Meer schwimmend erblickt. Und schon machen sich die einen daran den Leichnam zu retten, während die anderen versuchen ihn mit einer Spielzeugarmee zu versenken.

Morrows Gottesmahl ist viel weniger ein SF-Roman, als vielmehr eine satirische Erzählung. Fast jede gesellschaftliche Gruppe wird von ihm verspottet und verhöhnt. Sei es nun der Vatikan mit seiner Paranoia vor der Entdeckung des Leichnames Gottes, seien es die Feministinnen, die Atheisten, selbst den Ökologen und den Vegetariern hält Morrow den Spiegel vor. Nicht nur grandios und witzig erzählt, auch geistreich. Und wer kommt schon auf die Idee Gott von Haien die Eier abbeißen zu lassen?

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