Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gut für Einsteiger - Nichts für Informierte (wenig Analyse & Schlußfolgerungen), 11. September 2008
Das Gute zuerst: Das Buch "Das Google-Imperium" ist eine passende Publikation für alle, die sich mit dem Unternehmen Google und seinen Aktivitäten vertraut machen möchten. Es eignet sich meiner Meinung nach für alle, die erst sehr wenig über Google wissen. Der Schreibstil ist eingängig und man merkt das ein ausgebildeter Journalist der Autor ist. Der Autor versucht, Google vor allem über seine Kultur, Gründer und Mitarbeiter zu erläutern. Dies ist ein ähnlicher Ansatz wie im Buch "Die Google-Story".
Mir gefällt auch, dass Reppesgaard versucht, das Thema Datenschutz und Privatsphäre objektiv zu beleuchten und darzustellen. Dies steht im Gegensatz zum Buch "Die Google-Fall", welches verschwörungstheoretische Ansätze hat, und aus meiner Sicht eine zweifelhafte Qualität. Das ist "Das Google-Imperium" deutlich besser!
Jetzt ein wenig Kritik: Reppesgaard ist ausgebildeter Journalist und ich habe daher eigentlich eine tiefergehende Analyse des Google-Imperiums erwartet; da die Analyse schwach ist, fallen entsprechende Schlußfolgerungen aus meiner Sicht auch schwach aus. Hier wurde eine Chance vertan. Was die Analyse und die Schlußfolgerungen angeht, sagt mir das Buch "Die Google-Ökonomie" sehr viel mehr zu, obwohl es die gesellschaftlich-politischen Thema nur streift und sich auf die geschäftlichen und wirtschaftlichen Strategien von Google fokussiert.
Fazit: "Das Google-Imperium" ist eine klare Empfehlung, für diejenigen, die einen Einstieg in das Thema "Google" finden wollen. Für diejenigen, die sich bereits länger für Google und dessen Aktiviäten interessieren bietet das Buch wenig neue Erkenntnisse. Hier wären andere Publikationen (s.o.) eher angeraten...
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannende Gesamtdarstellung von Google, 28. September 2008
Dem Journalisten Lars Reppesgaard ist eine umfassende, spannende und vor allem auch gut geschriebene Gesamtdarstellung von Google als Firma und Prinzip gelungen. Man erfährt hier viel über die Menschen, die Google ausmachen und deren Ideen und Ideale. Vor allem aber, wie die Googler versuchen, mit all den Google-Applikationen, die es inzwischen gibt, solche Ideale in die Realität umzusetzen. Dennoch verschließt der Autor nicht die Augen vor der Tatsache, dass Google ein multinationaler Konzern ist, dem es natürlich auch um Proftimaximierung geht. Die Kontrollutopien des Konzerns und dessen systematische Vernachlässigung von Datenschutzrechten bei ihren Usern werden von Reppesgaard kritisch dargestellt. Dabei greift der Autor zum Glück nicht auf verschwörungstheoretische Ansätze zurück. Doch genau die Ambivalenzen, die in diesem Buch deutlich werden, zwischen einer Firma, die unseren täglichen Internetgebrauch revolutionierte und deren Grundsatz lautet "Don't be evil", die aber dennoch oft genug als börsennotierter Big Brother daherkommt, machen die Darstellung von Reppesgaard zu einer spannenden Lektüre.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Google-Imperium - Kultmarke und Datenkrake, 6. Februar 2009
Wenn ein Unternehmen in Popsongs besungen wird, Kinder nach ihm benannt werden und sein Name aus dem Alltagssprachgebrauch nicht mehr wegzudenken ist, dann kann man mit gutem Recht von einem wirklich populären Unternehmen sprechen.
Google hat sich in nur zehn Jahren zur wertvollsten Marke der Welt entwickelt. Noch vor Coca-Cola, Microsoft, Nokia oder Apple hat Google das Verhalten von Milliarden Menschen auf der Welt verändert. Zwei Drittel aller Suchanfragen weltweit laufen über die Rechner des Kalifornischen Megaunternehmens, das zu den profitabelsten der Welt gehört. Die Geschichte von Google ist die Geschichte von Superlativen. 16 Milliarden Dollar setzte Google im vergangenen Jahr um. Im ersten Viertel dieses Jahres setzte der Popstar der Internetindustrie in jeder Minute 2 Millionen Dollar um. Google erfasst mit seinem Netzwerk von Rechnern mehr als eine Milliarden Bilder und rund acht Milliarden Netzseiten. Vielleicht aber sind bereits zehn oder 25 Milliarden Seiten indexiert. Darüber kann nur spekuliert werden. Denn Google hält die Zahl der Internetseiten, die es kopiert hat ebenso geheim, wie das Bewertungsverfahren, mittels dessen die Suchergebnisse generiert werden. Dahinter steckt ein einzigartiger Page-Rank-Algorithmus, eine Formel, die für die Suchergebnisse bei Google verantwortlich ist.
Suchen und gefunden werden
Doch Google ist mehr als die erfolgreichste Suchmaschine der Welt. Mehr als 60 Onlineprodukte bietet das Unternehmen mittlerweile an: neben zahlreichen spezialisierten Suchdiensten wie der Bildersuche Google Image Search, Google Finance für Börseninformationen, Google Scholar für akademische Literatur und Forschungsergebnisse und der Büchersuchdienst Book Search, sammelt Google News Nachrichten aus aller Welt und Google Desktop ist ein Programm, das hilft Dateien auf dem eigenen Rechner wiederzufinden. Besondere Popularität hat Google Maps gewonnen; dort lassen sich nicht nur einfach Routen planen; die Karten zeigen auch Kinos, Restaurants und Sehenswürdigkeiten am Zielort an. Das wohl faszinierendste Programm, das Google anbietet, ist Google Earth. Ein Geobrowser, der in 25 Sprachen abrufbar ist und weltweit von über 350 Millionen Menschen genutzt wird. Mit Google Earth kann man einen virtuellen Flug über die Alpengletscher machen, die Chinesische Mauer aus der Vogelperspektive betrachten, genauso wie das Nildelta oder die Townships von Soweto. Mit Google Earth bleibt nichts unentdeckt - fast nichts. Denn natürlich gibt es Länder, die es nicht so gerne sehen, wenn man bestimmte Gebiete ihres Territoriums aller Welt im Internet zugänglich macht. So ist auch Google Maps Street View bislang nur für einige Städte in den USA verfügbar. Das Programm erlaubt eine interaktive Fahrt durch die Straßen New Yorks oder Las Vegas', San Franciscos oder Miamis. Dabei sieht der Betrachter Straßenschilder, Bushaltestellen, Häuserzeilen, Vorgärten und Passanten, ganz so, als sei er selbst vor Ort. Dass Städte in Europa nicht von Google Maps Street View erfasst werden, hat seinen einfachen Grund in den strengen Datenschutzbestimmungen hierzulande.
Heikelstes Thema der Menschheitsgeschichte
Aber nicht erst mit den Bildern von Straßen und Plätzen und den weltweiten Satellitenaufnahmen sammelt Google Daten. Die Anwendungen, die Google bereitstellt, sind zwar kostenlos, ganz umsonst gibt es sie aber nicht: "Der Preis, den wir für die Nutzung bezahlen, sind die Daten, die von jedem Nutzer gesammelt werden", zitiert der Journalist und Autor des Buches "Das Google-Imperium" Lars Reppesgaard den Suchmaschinenforscher Sander-Beuermann.
"Google kann nicht nur alles, was im Internet zu finden ist, aufspüren; auch nichts von dem, was auf den Google-Rechnern geschieht, wird vergessen." Lars Reppesgaard erzählt in seinem Buch nicht nur die atemberaubende Geschichte des erfolgreichsten Unternehmens der Welt, dessen Aufstieg streckenweise romanhafte Züge hat, er erzählt nicht nur von der Faszination eines Unternehmens, dessen Technologie vielen ebenso futuristisch anmutet, wie die Unternehmensphilosophie von Google selbst. "Das Google-Imperium" beschreibt ebenso detail- und kenntnisreich auch die dunklen Seiten des Internetgiganten. Google hat - und das ist keine pathetische Plattitüde - unsere Welt verändert. Die Risiken und möglichen Bedrohungen, die von einer bislang unvorstellbaren Datenmenge- und qualität ausgehen, ist heute kaum abzuschätzen. "Viele Google-Nutzer", so Reppesgaard, "ahnen überhaupt nicht, dass Google so viele Informationen über sie sammelt. Wer erfährt, wie intensiv der Suchriese jeden beobachtet, der in die Reichweite der Google-Anwendungen kommt, dem mag es angesichts der ungeheuren Wissensmengen, die auf den Rechnern angehäuft werden schaudern. Was wie im Detail gespeichert wird, weiß außerhalb von Google niemand."
Allein die Möglichkeit, dass der immense Datenpool von Google selbst oder von irgendeinem anderen missbraucht werden könnte, alarmiert die Fachleute. Wegen dieses Gefahrenpotentials hält der amerikanische Computerwissenschaftler Edward Felten von der Princeton University den Google-Datenschatz für "das vielleicht heikelste Thema rund um die Privatsphäre in der gesamten Menschheitsgeschichte."
"Das Google-Imperium" ist ein von der ersten bis zur letzten Seite spannendes und hoch informatives Buch. Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Wer sie richtig und sicher nutzen will, für den ist Reepesgaards Buch Pflichtlektüre. - Paul Schilling (www.FreieHONNEFER.de)
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