Das Gute zuerst: Das Buch "Das Google-Imperium" ist eine passende Publikation für alle, die sich mit dem Unternehmen Google und seinen Aktivitäten vertraut machen möchten. Es eignet sich meiner Meinung nach für alle, die erst sehr wenig über Google wissen. Der Schreibstil ist eingängig und man merkt das ein ausgebildeter Journalist der Autor ist. Der Autor versucht, Google vor allem über seine Kultur, Gründer und Mitarbeiter zu erläutern. Dies ist ein ähnlicher Ansatz wie im Buch "Die Google-Story".
Mir gefällt auch, dass Reppesgaard versucht, das Thema Datenschutz und Privatsphäre objektiv zu beleuchten und darzustellen. Dies steht im Gegensatz zum Buch "Die Google-Fall", welches verschwörungstheoretische Ansätze hat, und aus meiner Sicht eine zweifelhafte Qualität. Das ist "Das Google-Imperium" deutlich besser!
Jetzt ein wenig Kritik: Reppesgaard ist ausgebildeter Journalist und ich habe daher eigentlich eine tiefergehende Analyse des Google-Imperiums erwartet; da die Analyse schwach ist, fallen entsprechende Schlußfolgerungen aus meiner Sicht auch schwach aus. Hier wurde eine Chance vertan. Was die Analyse und die Schlußfolgerungen angeht, sagt mir das Buch "Die Google-Ökonomie" sehr viel mehr zu, obwohl es die gesellschaftlich-politischen Thema nur streift und sich auf die geschäftlichen und wirtschaftlichen Strategien von Google fokussiert.
Fazit: "Das Google-Imperium" ist eine klare Empfehlung, für diejenigen, die einen Einstieg in das Thema "Google" finden wollen. Für diejenigen, die sich bereits länger für Google und dessen Aktiviäten interessieren bietet das Buch wenig neue Erkenntnisse. Hier wären andere Publikationen (s.o.) eher angeraten...