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Das Google-Copy-Paste-Syndrom (TELEPOLIS): Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden
 
 

Das Google-Copy-Paste-Syndrom (TELEPOLIS): Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden (Broschiert)

von Stefan Weber (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 182 Seiten
  • Verlag: dpunkt Verlag; Auflage: 2., aktualis. u. erw. Aufl. (15. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936931569
  • ISBN-13: 978-3936931563
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 16,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 374.366 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Das Google-Copy-Paste-Syndrom" ist das erste deutschsprachige Sachbuch, das sich mit den Veränderungen unserer Wissenskultur durch Google, Wikipedia und das Kopieren/Einfügen von Online-Texten anderer beschäftigt. Stefan Weber beobachtet kritisch die "Ergoogelung der Wirklichkeit", die "Austreibung des Geistes aus der Textproduktion" und eine entstehende "Textkultur ohne Hirn". Er fragt, ob und wie die Medienwissenschaft auf dieses Problem reagiert, und ortet enormen Handlungsbedarf bei der Sicherung von Contentqualität.

In der zweiten, aktualisierten und erweiterten Auflage greift der Autor, der in den Massenmedien gerne als "Plagiatsjäger" bezeichnet wird, auf seine Datenbank mit 67 Plagiatsfällen aus Wissenschaft und Journalismus zurück. Er widmet sich zudem neu dem Contentklau im Web 2.0 und freien Lizenzen im Netz. Webers weiter reichende These ist dem digitalen Zeitgeist entgegengesetzt: Cyber-Neusprech oder "Weblisch", Chat- und SMS-kontaminiertes Bewusstsein, affirmative Bagatelle-Forschung ("Mickymausforschung"), Technophilie und "Bullshit-PR" für neue Medien würden ein Milieu schaffen, in dem einer Textkultur ohne Hirn weiter Vorschub geleistet wird.

Dieses Buch richtet sich nicht nur an Lehrende in Schulen und Universitäten, die sich mit diesem neuen Problem konfrontiert sehen. Es ist so geschrieben, dass es auch für ein breites Publikum, das die neuen Medien verwendet, eine kritische Lektüre bietet.



Über den Autor

Stefan Weber, Jg. 1970, ist freier Medienwissenschaftler und Publizist aus Salzburg. Habilitation 2005 an der Universität Wien, derzeit Universitätslektor an der Abteilung Medientheorie der Universität für angewandte Kunst Wien. Er ist Autor von neun Büchern, zuletzt "Die Medialisierungsfalle. Kritik des digitalen Zeitgeists" (2008).

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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fundierte Kritik am Mediengebrauch, 15. Januar 2009
Stefan Weber ist dadurch bekannt geworden, dass seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch Dritte plagiiert wurden und er dieses Erlebnis als Anlass nahm, vehement gegen Plagiate jeglicher Art im und aus dem Web zu Felde zieht. Webers Ansatz geht weit über die berechtigte Kritik an der Methodik moderner Netzpiraten hinaus.

Das Buch räumt auf mit dem Mythos der unschuldigen und wertneutralen "Medien an sich". Google und Wikipedia fördern geradezu die "get-all-for-nothing"-Mentalität und ist längst zu einer bequemen Strategie wissenschaftlicher Karrieren geworden. Weber weiß, worüber er schreibt. Seine Kompetenz in der Medien- und Kommunikationswissenschaft ist unbestritten und er ist auch kein Feind von digitalen Kommunikationsmitteln per se. Der Autor fokussiert den Leser auch auf en zweiflhaften Wahrheitsgeeiner Datenmaschinerie, die nie verifiziert wird, sondern nur selbstrefenziert im Kreis verläuft. Das Buch ist interessant geschrieben, erstklassig recherchiert und umfassend dokumentiert.

Leider - und das ist die einzig relevante Schwäche des Buches - wird an einigen Stellen doch der verletzte Stolz des Autors offensichtlich. Gerade diese emotionalen und damit unsachlichen Episoden machen den Autoren angreifbar für unsachliche Kritik. Und ob sich Google und Wikipedia tatsächlich nachhaltig zerstörerisch auf die gesellschaftlich-kulturellen Fundamente des Lernens, der wissenschaftlichen Recherche und den Journalismus auswirken, bleibt zumindest diskussionswürdig, hier hat Weber seinen Adorno vielleicht doch etwas zu oft gelesen.

Trotz dieser Kritikpunkte und einiger Zähflüssigkeiten im Lesefluss kann man dieses Buch uneingeschränkt nicht nur allen empfehlen, die mit und in diesen Medien arbeiten, sondern auch diejenigen, die durch Datenmissbrauch und Netzplagiate direkt (Autoren) und indirekt (Professoren, Lehrer, Vorgesetzte) betroffen sein könnten.
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