Jutta Jungmann aus Frankfurt schreibt an die Autoren: "Der Roman kommt eher langsam in Gang. Zwar sind die Anfangsverwicklungen des sympathischen jungen Paares auf Kreta spannend, aber der Leser weiß nicht so recht, worauf die merkwürdigen Überfälle, bösen Blicke und Vertuschungen hinaus wollen. Gut, dass das Autorenpaar die Handlung von verschiedenen Figurenerzählen lässt, so kann der Leser/die Leserin die Fuguren und ihr Umfeld erinnern und die Fäden in der Hand behalten. Das macht Spaß beim Lesen, zumal die Sprache der einzelnen Fuguren zu ihnen passt. Sympathisch ist vor allem das deutsche Paar - irgendwie ein Par wie du und ich. Aber auch Großvater und Enkel aus Kreta entwickeln ein Eigenleben als "Paar" und lassen uns mitfühlen.
Nach dem erstren Vierte kommt richtig Tempo und Spannung in die Geschichte. Die Autoren führen neue Figuren an, die für die Aufklärung von Verbrechen der NS-Zeit stehen: da ist der alte jüdische Rechtswalt und das erfrischende junge Paar aus Israel, zurückgezogen lebende alte Damen und ein junges griechisches Liebespaar. Es gibt überkommene Feindschaften, neue rassistische Absichten und Pläne, alte und neue Schuld und Verstrickung - und jede Menge Tote. Die vielfachen Verbrechen werden am Ende aufgeklärt, ohne dass nun eitel Sonnenschein ausbricht.
Das Buch lohnt sich: es ist nicht nur für Kreta-Fans ein Lesevergnügen, sondenr für alle, die anspruchsvolle Krimis lieben."