Jean Ziegler war bis 1999 Nationalrat im Eidgenössischen Parlament, dann UNO-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung. Seit 2008 ist er Mitglied und heute Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrates. 2008 erhielt er den internationalen Literaturpreis für Menschenrechte.
Er titelt dieses Buch als Roman. Ein Roman - der seine eigenen Erfahrungen als junger Diplomat im afrikanischen Kongo verarbeitet. Ein mit voller Inbrunst und Leidenschaft erfülltes Volk in ihrem Befreiungskampf von den imperialistischen Kolonialherren. Eine Liebe des Volkes für einen Kampf um ihre Selbstbestimmung. Dieser Kampf verdient die volle Solidarität aller Abhängigen und Unterdrückten in der Welt. Zugleich schildert dieser Roman die ganze Härte dieses Kampfes der bis aufs Blut und in Todesverachtung durchgefochten werden muss. Wer ist Freund und wer ist Feind in der Unterstützung des Freiheitskampfes, wer verfolgt welche Interessen? Wer beeinflusst wen und zu welchen Auswüchsen führt dies, wenn beispielsweise die für Freiheit kämpfenden Unterdrückten, die gleichen brutalen Kampf- und Mordmethoden ihrer Unterdrücker übernehmen, oder wenn Strohmänner der damals sozialimperialistischen Sowjetunion den Freiheitskampf ausnützen wollen um das Volk und das Land in neue koloniale Abhängigkeit zur Sowjetunion zu bringen - was diese in verlogener Weise unter der Fahne eines 'realen Sozialismus' betrieb. Immer wieder zeigte sich das Hauptinteresse der Imperialisten in ihrer Kolonialpolitik: Maximalprofite für die international tätigen Konzerne.
Das Gold von ManiemaDas sind wichtige Erfahrungen aus dem Befreiungskampf in Afrika - die sich auch aktuell im Frühjjahr 2011 in der sich entwickelnden Situation einer revolutionären Gärung im Mittelmeerraum und im Norden von Afrika zeigen. Wenn unter dem Deckmantel der 'Unterstützung der Rebellen' gegen den Diktator Gaddafi in Libyen Nato-Länder Kriegsangriffe auf Libyen durchführen. In Wahrheit hat sich die Nato zur Aufgabe gemacht, die Vorherrschaft vor allem der westlichen Imperialisten über die Länder Noprdafrikas und ihre Bodenschätze wieder zu erreichen, die sie durch die revolutionäre Volksbewegung - die ihre Statthalter verjagt hatte - stark gefährdet sieht. Libyen ist dabei das wirtschaftlich interessanteste Land für sie, haben sie doch selbst das Land aufgerüstet. Weltweit entbrennt ein Kampf um das Denken der Menschen um die Beurteilung darüber ob nicht doch die Kriegseinsätze der Nato dem Freiheitskampf dienen werden. Wer sich dieser Position anschließt - der wird enttäuscht werden. Das ist auch die bittere Erfahrung, die sich aus dem Roman von Jean Ziegler ergeben.
Ein absolut lesenswertes Buch.
2 Euro aus dem Buch gehen in die Kongosolidarität von Solidarität International für das Ngenyj-Volksbildungszentrum - eine praktische Solidarität für einen zweifellos notwendigen gemeinsamen internationalen Befreiungskampf für ein neues Niveau eines proletarischen Internationalimus. Dem aufmerksamen Leser ist auch nachfolgendes Buch zu empfehlen:
Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution.