Habe den Roman gerade zu Ende gelesen und bin zugegebenermaßen etwas enttäuscht. Die Geschichte ist zwar nicht ohne Reiz, allerdings finde ich nicht, dass man einem derart bedeutenden historischen Ereignis wie der Eroberung des Aztekenreichs auf lediglich 270 Seiten gerecht werden kann. Die Handlung endet auch ziemlich abrupt, als ob die Autorin am Ende keine rechte Lust mehr gehabt hätte.
Positiv ist mir aufgefallen, dass sich de Cesco z.T. sehr gut darauf versteht, Aspekte der aztekischen Kultur, die auf den heutigen Menschen eher befremdlich wirken können, "kindgerecht" darzustellen.
Umso mehr stören mich dann allerdings auch derartig grobe Patzer wie sie der Autorin bei der Schilderung der Flora und Fauna im alten Mexiko mehrfach unterlaufen sind und die man leicht hätte vermeiden können: Jasmin, Rosen, Weintrauben, Gazellen, Füchse und Lamas haben im Aztekenreich einfach nichts zu suchen!