Der Journalist Chris Chandler muss verzweifelt mit ansehen wie während eines Polizeieinsatzes sein Auto total geschrottet wird. Da kommt plötzlich ein Wildfremder und schenkt ihm seinen nagelneuen Jaguar.
Chris Chandlers Suche nach dem "Warum" führt in schließlich nach Las Vegas vor die Haustür des 12jährigen Trevor (Haley Joel Osment), der beim Hausaufgaben machen das "Glücksprinzip" erfunden hat: Tue drei Menschen etwas wirklich entscheidend Gutes. Einzige Bedingung, sie müssen das Gute an drei weitere Menschen weitergeben. Rein rechnerisch müsste die ganze Welt in Kürze vor Güte überquellen.
Flennen und denken!
Das war genau der richtige Rühr-Film für mich, nicht nur wegen der Rotzblasen, die ich am Schluss geheult habe, auch nicht wegen der bedächtigen und eindringlichen Geschichte, nein, noch nicht einmal wegen meiner allerliebsten und so genial agierenden Lieblingsdarstellern Kevin Spacey und Wunderkind Haley Joel Osment, sondern hauptsächlich weil diese unglaubliche Glücksprinzips-Idee trotz Schmalz und Rührseligkeit nicht untergeht, sondern ganz im Gegenteil. Sie schleicht sich fast unbemerkt in den Kopf setzt sich dort klammheimlich fest und arbeitet weiter. Auch viele Tage später laufe ich noch mit aufgekratzten Gedanken herum, und überlege ob ich nicht vielleicht irgendeinen oder zwei oder drei bejammernswerte Menschen kenne, die aus eigener Kraft nicht aus ihrem wie auch immer gearteten Elend heraus kommen, die die Hilfe eines anderen Menschen brauchen. Menschen, denen ich (kleiner, nichtswürdiger Zeitgenosse, der ich bin) vielleicht helfen kann ein besseres Leben zu führen.
Man muss einfach nur die Augen weiter aufmachen, wie der kleine Trevor sagt, und genau hinsehen. Wer weiß vielleicht ist da einer direkt nebenan. (Vgl. Matthäus 22,40 ;-)).
Darsteller:
Kevin Spacey als Sozialkundelehrer Eugene Simonet, ganz in seinem Element. Nur Gesicht und Ausdruck.
Haley Joel Osment, als Trevor Mc Kinney, Genie in Kleidergröße 148.
Helen Hunt als Trevors Mutter, mit Mut zur Hässlichkeit.
Jay Mohr als ungläubiger Chris Chandler und
John Bon Jovi zum Glück nur in einer Nebenrolle als Trevors Vater.
DVD:
Laufzeit ca. 118 min, Medien-Typ 1 x DVD-9, Ländercode 2, Format 16:9 (1.85:1) anamorph, Ton: Deutsch, Dolby Digital 5.1, Englisch, Dolby Digital 5.1, Untertitel für Hörgeschädigte Deutsch, Englisch beides optional
Ausstattung:
Voll animierte Haupt- und Kapitelmenüs,
Extras (über 1 Stunde): Making of, Trailershow, Cast & Crew mit Statements, interessante Produktionsnotizen, Audio-Kommentar der Regisseurin Mimi Leder,
Altersfreigabe 12 J.