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am 31. August 2007
Das Glück der Familie Rougon zeichnet Plassans, ein kleines Städtchen in der Provence 185x am Fluss namens Viorne in einer dunklen, kalten Dezembernacht - und in seiner Mitte der "Saint-Mittre-Acker", ein alter Friedhof dem Erdboden gleich gemacht.
Pierre Rougon, Oberhaupt der Familie gewinnt an großem, lang ersehntem Ansehen während aufständische Bauern in der Stadt Einzug halten. Seine Waffe? Heimtücke, Hinterlist, Argwohn, Feigheit, Gier und nicht zuletzt Gehässigkeit. So wie die Rougons und Macquarts allesamt ein Pack von Gaunern, Faulenzern, Taugenichtsen, Säufern und Blendern sind.
Dennoch, eine feine Seele verbirgt sich in ihrer Mitte - das Opferlamm!

Der erste Band der Rougon-Macquart schafft Ursprung und Bekanntschaft mit seiner Familie, stellt uns die Urheberin Tante Dide und ihr Nervenleiden vor und erzählt uns in kurzer Chronologie die einzelnen Entwicklungen, Verehelichungen und Kindsgeburten ihrer Kinder Pierre Rougon, Antoine Macquart und Ursule Mouret. Die Situation des Aufstandes, welcher die kurzweilige Republik stürzen soll, nimmt ab der Mitte die Zügel in die Hand. Geschlachtet wird mit Flinte und mit Sense, betroffen sind die ohnehin Benachteiligten, die Armen. Verschanzt hinter verschlossenen Türen und Mauern hocken Adel, Kleriker und die werte Bourgeoisie. Die Vorspiegelung falscher Tatsachen kürt Pierre Rougon zum Helden der Stadt, wobei keiner die Handschrift der gekränkten, listigen Frau im Hintergrund erkennt.

Fürchterlich hässliche Charaktere in einer wahrscheinlich fürchterlich hässlichen Zeit. Der Lichtblick: eine junge Liebe, der in ihrer Zartheit wenig Zukunft eingeräumt wird. Sprachliche Ausführung einerseits im Detail feinst gezeichnet andererseits wie ein Schatten der eigenen Umrisse skizziert.
Das Glück der Familie Rougon bildet alle Wurzeln der Rougon-Macquart Reihen, steht unumgänglich an ihrer Spitze und ist auch als Geschichte für sich ein Meisterwerk!
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am 19. Januar 2005
"Das Glück der Familie Rougon" ist das erste Werk im Rougon-Macquart Zyklus und ist lediglich für die Klärung der familiären Zusammenhänge und den Ursprung der Familie im Allgemeinen wichtig, um spätere Werke besser zu verstehen. Es gibt zwei erzählte Teile im Buch. Der erste beschäftigt sich mit der Familienentwicklung selbst, ist sehr deskriptiv und beinhaltet kaum Dialoge, wodurch er sehr leicht und schnell lesbar ist. Parallel erzählt Zola die wunderschöne Liebesgeschichte von Silvere, dem einzig "reinen" Spross der Familie, und der sehr jungen Miette, die literarisch etwas wertvoller als der andere Teil ist, wo allerdings zu sehr auf das Positive der beiden eingegangen wird. Weil die Welt im Naturalismus aber nicht so schön ist, geht das Paar u.a. wegen der egoistischen Machenschaften der Rougon schließlich tragisch unter.
Das Buch ist für alle Zola-Fans ein Muss um wirklich ALLES zu verstehen, wer allerdings nach einem etwas typischer naturalistisch geprägtem Werk sucht, darf auf "Das Glück der Familie Rougon" verzichten!
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