Ich erinnere mich noch daran, wie ich den Film als Teenager nachts auf WDR sah und sofort davon ergriffen war.
Seitdem musste die alte VHS-Aufnahme von damals fast 20 Jahre durchhalten
- ich bezweifle, dass sich jemand diesen verkannten Klassiker nur ein Mal im Leben anschaut.
Obwohl die drei Kurzgeschichten nicht aus der Feder von Edgar Allen Poe, sondern aus der von Nathaniel Hawthorne stammen, weisen sie doch sehr ähnliche Merkmale auf:
Fantasie, verrückte Ideen und Charaktere, Romantik, Dramatik sowie wohligen Grusel.
Eingeführt werden die jeweiligen Filme immer von einer stets wiederkehrenden, absolut kultigen Skelett-Hand,
welche "sanft" die Seiten eines vor sich liegenden Buches umschlägt. :-)
DR. HEIDEGGER'S EXPERIMENT:
Zwei alte Herren -ein Wissenschaftler und sein Freund- feiern ersteren Geburtstag.
Als dieser seiner längst verstorbenen Frau in deren Gruft noch mal einen Besuch abstattet,
entdeckt er eine eigentümliche Flüssigkeit, welche von der Decke herab auf den Sarg tropft.
Sie hat nicht nur den Sarg "frisch" gehalten, sondern auch das, was in ihm liegt.
Heidegger's Neugierde und Experimentierfreudigkeit erwachen zu neuem Leben
- das Unheil nimmt seinen Lauf und endet in einer Tragödie aus Intrigen, Mord und Verrat.
RAPACCINI'S TOCHTER:
Im schönen Italien: Ein junger Student bewohnt ein Zimmer, welches an den prachtvollen Garten des ehemaligen Universitäts-Chemikers Rapaccini angrenzt. In diesem Garten befinden sich nicht nur exotische Pflanzen und Blumen, sondern des öfteren auch dessen bezaubernd schöne Tochter, in die sich der Student sofort verliebt.
Das Problem: Herr Rapaccini ist über den Verlust seiner eignen Frau so sehr verbittert,
das er niemanden an seine Tochter heranlassen will.
Mit einer extrem bösartigen chemischen Mischung scheint ihm dies auch zu gelingen..
DAS HAUS MIT DEN SIEBEN GIEBELN:
Ein altes Haus, welches mit einem Fluch belastet wurde.
Die Angehörigen zweier Familien streiten sich um das Recht des Eigentums sowie um das Erbrecht.
Es kommt zu bösen Überraschungen und Wendungen bis hin zum dramatischen Finale.
Bild und Ton der DVD sind für einen so uralten Streifen durchaus gelungen. Mir ist dabei auch ziemlich egal, ob der Film nun in Letterbox oder 16:9 daherkommt. An den meisten neuen Fernsehgeräten kann man das Format sowieso auf 4:3 umschalten.
Ich hätte niemals damit gerechnet, dass dieses Meisterwerk überhaupt noch veröffentlicht wird.
Neben "Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes" steht "Das Gift des Bösen" bei mir ganz oben in der Liste der Favoriten mit Vincent Price.
FAZIT: Tolle Geschichten, wunderbar anmutende Kulissen, tolle Schauspieler und eine sehr schöne Musik
machen dieses Werk zu einem 5-Sterne-Garanten.
Viel Spass !