Kurzbeschreibung
Diese Studie beschäftigt sich vor allem mit der Frage: Wie schaffen es manche ausländische Frauen trotz möglicher Schwierigkeiten und kritischer Situationen, gesund zu bleiben und sogar ein erfolgreiches Leben zu führen? Diese Frage kommt ursprünglich aus dem salutogentischen Konzept von Antonovsky. So beschäftigt man sich nicht pathologischen Fragen und krankmachenden Faktoren, sondern mit den Faktoren, die den Menschen gesund erhalten können. Das Konzept eröffnet eine neue Perspektive in der Gesundheitsforschung. Dabei wird das Thema Migrantinnen und Gesundheit aus einer neuen Sichtweise betrachtet; hieraus ergibt sich den Ausländerinnen die Möglichkeit, die Migration als eine Chance zur geistigen Entwicklung und die Verwirklichung ihrer Ziele zu erleben. Zugleich bekommt die Migration eine andere Gewichtung und Bedeutung. Durch die salutogenetische Perspektive wird der oft betonte stresshafte oder sogar traumatische Charakter des Migrationsprozesses relativiert. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sprechen eher für ein differenziertes Bild der Migration. Das Buch: Diese mit dem Prädikat "sehr gut" (magna cum laude) ausgezeichnete psychologische Unter-suchung wurde mit einem Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung gefördert und erhielt 2002 einen Dissertationspreis der Universität Dortmund. Am 13. Mai 2003 wurde ihr der Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien (der Stadt und Univ. Augsburg) verliehen.
Über den Autor
Azra Pourgholam-Ernst, geb. 1960 als Azra Pourgholam Hassanalideh in Teheran, studierte an der Alzahra Universität in Teheran. Berufliche Erfahrungen in den Bereichen Klinische Kinder-psychologie und Arbeiten mit behinderten Kindern folgten. Seit 1989 lebt sie in Deutschland. 1996 Diplomabschluss in Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum, 2001 Promotion an der Universität Dortmund mit vorliegender Studie.