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Produktinformation
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Fortan gibt's nichts mehr zu lachen. Rutschbahnen aus Butter und Erdnußschalen, ausgelegt von den kleinen Rotzlöffeln Ronnie und Freddie bringen Simon in ernste Schwierigkeiten. Als Washington Otis, der älteste Sohn der Familie schließlich auch noch der historischen Blutlache mit Pinkertons Fleckweg zu Leibe rückt, stürzt Sir Simon in eine tiefe Identitätskrise. Eine Paraderolle für Henning Schlüter. Hin- und herstolpernd zwischen Entrüstung, Verzweiflung und wilden Rachegelüsten lässt er die von Oscar Wilde zugegebenermaßen dankbar angelegte Figur zum Star der Produktion werden. Dorothee Hartinger, die den Part des rettenden Engels Virginia Otis übernommen hat, wird von dem mal heulenden mal vor Wut rasenden Gespenst regelmäßig an die Wand gespielt.
Wunderbar klischeehaft eingesetzt sind die unverzichtbaren Merkmale einer Schauergeschichte. Rasselnde Ketten, wimmernde Käuzchen, unheilvoll donnernde Gewitter, dazu düstere Paukenschläge. Das macht das Hörspiel schaurig-schön, märchenhaft verstaubt und voller Ironie, ganz wie die literarische Vorlage von 1887.
Das Gespenst von Canterville ist sicher das beliebteste Kunstmärchen Wildes. Er hat die Geschichte vom Aufeinanderprallen der alten und neuen Welt mit einem Augenzwinkern erzählt, das in der Hörspielbearbeitung von Lilian Westphal prächtig zur Geltung kommt. Die Kinder werden sich über die wunderbaren Geräuscheffekte, die gruselige Atmosphäre und die komödiantischen Einlagen von Henning Schlüter freuen, die Erwachsenen mögen schmunzeln und sich rühren lassen von der Moral der Geschichte, dass die Liebe von einer so großen Kraft ist, die sogar den Tod überdauert.
Die Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks ist 60 Minuten lang und ist mit Schauspielern wie Phillip Moog, Peter Fricke und Rufus Beck exquisit besetzt. --Cornelia Eulitz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der sehr kurze Text ist in einer wundervollen Sprache geschrieben. Die Situationskomik ebenso wie die Seitenhiebe auf die englische und amerikanische Gesellschaft des ausklingenden 19. Jahrhunderts machen das Buch zu einer gelungenen Satire. So wird mir z.B. der Satz: "... tatsächlich haben wir heutzutage mit den Amerikanern alles gemeinsam, ausgenommen die Sprache natürlich", wohl noch lange in Erinnerung bleiben.
Wilde gelingt mit dieser kurzen Geschichte das schier Unmögliche, eine Erzählung zu schaffen die Jung und Alt faszinieren kann. Für Kinder weil es eine liebenswerte Geschichte ist und für Erwachsene, da das Lesen dieses Textes ein wahres Vergnügen ist. Man kann hier eigentlich nicht daneben greifen.
"Das Gespenst von Canterville" ist eine wunderschöne Geistergeschichte, sehr lustig, aber gelegentlich auch sehr traurig. Der feine ironische Humor hat mir sehr gut gefallen.
Es handelt sich bei diesem Hörbuch um eine reine Lesung, ohne zusätzliche Hintergrundmusik oder sonstige Geräuschuntermalung (das ist jetzt nicht als Kritik zu verstehen, sondern nur, damit man weiß was man bekommt, wenn man sich das Hörbuch kaufen will).
Thomas Vogt als Sprecher macht seine Sache hervorragend und liest sehr lebendig.
Das Hörbuch hat eine Laufzeit von fast 80 Minuten, mehr paßt sowieso nicht auf eine CD.
Die CD wird nicht in einer normalen CD-Hülle aus Plastik ausgeliefert, sondern in einer dünnen aber stabilen Papphülle. Mir persönlich war das sogar lieber, weil ich schon so viele Hörbücher gekauft habe, daß ich langsam Platzprobleme bekomme. Nur muß man bei dem Siegel, mit dem die Öffnung verklebt ist, aufpassen, damit man beim Entfernen nicht die Hülle beschädigt. Also entweder drauf kleben lassen und einfach an der Seite aufschneiden, oder eben sehr vorsichtig entfernen, zumindest bei mir hat das ohne Beschädigung der Hülle geklappt.
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