Dieses Buch habe ich aufgrund meiner positiven Erfahrung mit "In meinem Himmel" - ebenfalls von Alice Sebold - gekauft.
Im Mittelpunkt des Romans stehen Helen Knightley und deren demenzkranke und alterschwache Mutter. Die Handlung steigt sehr unvermittelt ein: Helen besucht ihre kränkliche altersschwache Mutter und bringt sie in einem Anflug aus Hilflosigkeit und herausbrechenden Gefühlen um. Diese Tötung der eigenen Mutter ist für den Leser sehr schockierend, wird sie doch auch relativ nüchtern geschildert. Zwischen dem gegenwärtigen Geschehen stehen immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit und Kindheit Helens. Dem Leser wird alles aus der ICH-Perspektive vermittelt. Helen hatte eine schwierige Kindheit, ist geschieden und hatte immer mit ihrer Mutter zu kämpfen, die doch anders als alle anderen Mütter war...
Das Buch besticht durch ein Tabuthema, dem ich als solches noch nie in Form eines Romans begegnet bin. Die Handlung ist relativ nüchtern, teilweise auch sehr langatmig geschrieben und für den Leser bieten sich keinerlei Identifikationsmöglichkeiten, da die Protagonisten des Buches doch alle sehr eigenartige spezielle Charaktere sind....
Alice Sebold hat bessere Bücher geschrieben!!