Ende Juli 1856 erwacht in einem Londoner Krankenhaus ein Mann ohne jegliche Erinnerung. Zwar wird ihm ziemlich rasch sein Name und sein Beruf mitgeteilt, dennoch bleibt sein Gedächtnisverlust permanent. William Monk, so sein Name, ist Polizist, und anscheinend hatte er bei einer Verfolgung einen Unfall, bei dem er entsprechend stark verletzt wurde; der Kutscher überlebte den Vorfall nicht. Nach seiner Entlassung findet Monk rasch einige neue Fakten heraus: er ist unverheiratet, hat seiner Pensionswirtin stets pünktlich die Miete gezahlt, viel Geld für seinen Schneider ausgegeben und verfügt über einen aufbrausenden und anmaßenden Charakter. Zunächst versucht er, sein Gedächtnis bei seiner Schwester in einem kleinen Fischerdorf in Northumberland aufzufrischen, dennoch bleibt sein Spiegelbild das Gesicht eines Fremden. Als er den Polizeidienst wieder aufnimmt, wird ihm der junge Evans zur Unterstützung zur Verfügung gestellt. Dieser ist der einzige, der Monk nicht mit Zorn oder Verachtung begegnet, da er ihm anscheinend vorher noch nicht begegnet war. Monk nimmt senen letzten Fall, die Ermordung des Krimveterans Major Jocelin Grey, wieder auf, wobei er immer wieder den Drahtseilakt zwischen Gedächtnislücke und Entdeckung derselben bewältigt. Bei seinen Ermittlungen lernt er auch die resolute Hester Latterly kennen, die als Krankenschwester am Krimkrieg teilgenommen hatte und dort einen ähnlich unbeugsamen Charakter wie er entwickelt hatte...
In diesem Buch schildert Anne Perry eindringlich das Leben im Frühviktorianischen England, wobei sie besonderes Gewicht auf die Zustände der medizinischen Versorgung legt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)