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In Jeffery Deavers neuem Thriller hat sich der Geist auf den Weg gemacht. Mit einem Fuzhou Dragon genannten Schiff voller illegaler, in China verfolgter Passagiere ist er nach Amerika gekommen, wo ihn die alarmierte Küstenwacht vor der Landung versucht hat abzufangen. Aber der Menschenhändler hat kurzerhand seine Fracht eingesperrt und das Schiff in die Luft gejagt. Nur ein paar politische Dissidenten sind wie durch ein Wunder der Feuerhölle nach China Town entkommen, und da sie das Gesicht des Geistes kennen, macht dieser sich auf die unerbittliche Jagd nach ihnen. Ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit beginnt.
In Das Gesicht des Drachen schickt Jeffery Deaver mit dem ehemaligen Leiter der Central Investigation and Resource Division des New Yorker Police Departements Lincoln Rhyme und seiner Partnerin sowie Geliebten Amelia Sachs erneut sein erfolgreichstes Kriminalistenduo ins geheimnisvolle Labyrinth Manhattans. 84 Stunden dauern die Ermittlungen, die er auf knapp 480 (im Übrigen ausgezeichnet übersetzten) Seiten brillant und jederzeit hochspannend vor uns entfaltet. Dabei erhält der Leser nicht nur Einblick in die Lebenswelt chinesischer Immigranten, sondern in der unvergleichlichen, psychologischen Art des Autors auch Lesestoff für lange Abende. Denn aus der Hand legen wird man Das Gesicht des Drachen, dessen Plot mindestens so explosionsgeladen wie die Detonation auf der Fuzhou Dragon ist, wohl kaum. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Im Gegensatz zu allen anderen Deaver Romanen vermag hier leider nicht die gewohnte Spannung aufkommen - leider auch nicht am Ende des Buches. Die Darstellung von Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ist in diesem Roman etwas „lieblos" geraten; der diese beiden ansonsten auszeichnende Biss und das Geschick wird ziemlich vernachlässigt! Das Buch erweckt den Eindruck, als sei noch mal schnell ein weiterer Roman geschrieben worden! Schade, aus dem Thema hätte Deaver eigentlich mehr machen können.
Wer dieses Buch lesen möchte, sollte auf jeden Fall auf das Taschenbuch warten!
Diesmal hat es Rhyme mit einem skrupellosen chinesischen Menschenschmuggler zu tun, der sich "der Geist" nennt und der kurz vor seiner Ankunft in den USA an Bord eines Frachters einen Sprengsatz zündet, der fast die gesamte Besatzung in den Tod reißt. Gemessen an der Flut von Romanen dieses Genres ist "Das Gesicht des Drachen" ein spannender Thriller. Doch im Vergleich zu anderen Jeffery-Deaver-Romanen fällt dieses Werk leider doch ab. Der Handlung fehlen die überraschenden Wendungen und man hat das Gefühl, als kenne man Rhymes Methoden schon aus den anderen Romanen.
Wer noch keinen Lincoln-Rhyme-Roman kennt, wird von "Das Gesicht des Drachen" sicher angetan sein. Alle anderen werden leider etwas enttäuscht.
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