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Das Gesicht des Anderen [Taschenbuch]

Kobo Abe
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Kurzbeschreibung

1999
Ein Mann verliert sein Gesicht. Bei einem Unfall wird ein Wissenschaftler so sehr entstellt, daß er dazu verdammt ist, sein Gesicht hinter Bandagen zu verbergen. Als er merkt, daß seine Frau eine Mauer des Mitleids zwischen ihnen errichtet, beschließt er, sich einen Plastikmaske von realistischem Aussehen zu schaffen, um sie als Fremder zu verführen.

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Ullstein Tb (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548246621
  • ISBN-13: 978-3548246628
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.257.725 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen grandios aber sperrig 28. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann durchaus die Einwände des anderen Rezensenten verstehen, das seitenlange Sich-Ergehen im Schaffungsprozess der Maske und auch danach ist anstrengend. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um mich in die Geschichte hineinzufinden - wahrscheinlich eben nichts zum "in-einer-Nacht-verschlingen"! Aber man sollte doch erkennen, dass dieser so exakte Vorgang beim Entwickeln der Maske mit den seitenweisen Analysen untrennbar verbunden ist. Mir stößt immer auf, wenn jemand ein Buch daran misst, ob es realistisch ist. "Das Gesicht des Anderen" mag hier und da unrealistisch erscheinen, aber letzten Endes spielt das überhaupt keine Rolle, denn es geht hierbei um eine (sich spiralförmig in die Tiefe schraubende) Reflexion über die Bedeutung der äußeren Erscheinung des Menschen und deren Wirkung auf die Gesellschaft. Die Sprache ist m. E. übrigens ein Abbild des analytischen und neurotischen Charakters des Protagonisten, daher auch die vielen Metaphern und Abschweifungen.

Also wahrscheinlich kein Buch für einsame Herbstabende, dafür zu komplex und bedrückend, aber gestückelt sehr gut zu verdauen!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Zahn der Zeit hat genagt 23. August 2006
Format:Taschenbuch
Ein Wissenschaftler der bei einem Unfall sehr schwer entstellt wird, bastelt sich eine Maske von realistischem Aussehen und versucht damit sich wieder in die Gesellschaft, der er sich entfremdet fühlt, zu integrieren und seine Frau, die sich von ihm abzuwenden scheint, neu zu verführen. Das ist eigentlich schon der Kern dieses Romans und ich möchte fast sagen, dass diese Information schon ausreicht, man muss das Buch nicht wirklich lesen. Für mich war die Hauptfigur fast durchweg unverständlich. Der Mann hat das Glück sich selbst eine Maske hestellen zu können (die Beschreibung dieser Entstehung ging aber auch etwas zu lang), aber anstatt, dass er sich freut (den meisten Leuten dürfte dieses Fähigkeit nicht gegeben sein) verläuft er sich in Selbstanalysen und pseudo-philosophischen Gedanken über die Gesellschaft und die Wichtigkeit von Gesichtern. Oft wird dies sehr schnell langweilig. Bei den ersten Erprobungen der Maske meidet er hell erleuchtete Gassen und flüchtet in Kinos als täte er etwas Verbotenes. Dabei darf man ja, wie bereits erwähnt, nicht vergessen das die Maske durchaus realistisch wirkt und er somit keine Angst vor den Menschen zu haben braucht. Alles andere als nachvollziehbar. Auch die Tatsache das er in einem Spielwarenladen (!) eine echte Pistole so ganz nebenbei und eigentlich ungewollt ersteht, hat mir doch den einen oder anderen verwunderten Gesichtsausdruck beschert. Und überhaupt, dass der Mann wirklich denkt seine Frau würde ihn nicht erkennen grenzt ja fast schon an völliger geistiger Umnachtung. Sicher hat ein Mensch mit Behinderung es nie leicht, aber seine nächsten Bekannten dürfte er schon etwas mehr zu trauen.

Auch die Sprache gefällt mir hier nicht so gut wie in Abes "Frau in den Dünen", denn hier wird fast nur mit metaphorischen Vergleichen gearbeitet. Andere Leser mögen hier vielleicht von einer "bildreichen Sprache" sprechen und dies toll finde. Ich denke aber, wenn fast jede seelische Regung und jeder körperliche Zu- und Gegenstand metaphorisch bearbeitet wird ist es irgendwann dann doch zuviel des Guten.

Faireweise muss man wohl, dass das Buch mittlerweile bereits über 40 Jahre auf dem Buckel hat. Damals mag dieses Werk wohl noch etwas ganz Großes gewesen sein, aber heutzutage, wo Schönheits-OPs (auch ohne medizinische Notwendigkeit) fast schon Mode sind und man sich auch nicht mehr über Tätowierungen wundert (wie in diesem Buch geschehen), da hat "Das Gesicht des Anderen" wohl kaum eine Überlebenschance.
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