Der 19-jährige Dante und die 17-jährige Amy sind ein Liebespaar. Als Dante Amy von der Arbeit abholen möchte und sich dabei verspätet, ist Amy verschwunden und bleibt es auch. Alle Indizien sprechen dafür, daß sie einem Serienmörder in die Finger gefallen ist...
17 Jahre später:
Dante ist nie über den Verlust seiner Jugendliebe hinweg gekommen und quält sich seitdem mit Selbstvorwürfen. Er hat seinen Job beim FBI hingeschmissen und arbeitet nun bei einer renommierten Detektei. Sein neuester Fall wirft ihn jedoch komplett aus der Bahn: Er soll die 17-jährige Leslie Anne Westbrooke aufspüren, Tochter aus gutem Hause, die weggelaufen ist. Und Leslie Anne hat eine frappierende Ähnlichkeit mit der verschwundenen Amy...
Romantic Suspense sind ein heißes Eisen wenn es um den richtigen Käufer/Käuferin geht: Dem einen ist der Thrilleranteil zu hoch/zu niedrig, der andere findet den Anteil an Lovestory zu niedrig oder zu hoch.
Ich selbst bin eigentlich eine Liebesromanleserin und ein guter Romantic Suspense ist für mich in erster Linie ein Liebesroman der von einem netten Krimiplott begleitet wird.
Von daher sind meine Erwartungen umfänglich erfüllt worden und Beverly Barton hat für meinen Lesegeschmack genau ins Schwarze getroffen.
Die Handlung ist sicherlich sehr konstruiert und das Ende ist absehbar. Wirkliche Spannung kommt nur wenig auf, da Leslie Anne bald wieder auftaucht und das Hauptaugenmerk der Autorin bei der Frage liegt, ob Amy unter neuer Identität (als Mutter von Leslie Anne) noch lebt.
Und dieser Spannungsbogen wurde von der Autorin auch recht ordentlich aufrechterhalten, da man zwar recht schnell die Antwort auf die Frage findet, aber nicht genau die Begleitumstände weiß.
Aber besonders geglückt ist die Liebesgeschichte zwischen Dante und Tessa - Leslie Anne's Mutter. Tessa hat Schlimmes durchgemacht und ist psychisch nicht wirklich stabil. Auch Dante trägt schwer an seiner Vergangenheit und die vielen Fragen die zwischen den Beiden stehen, machen eine Annäherung umso komplizierter.
Die Lovestory ist wirklich sehr schön und äußerst emotional geschildert und ich habe den beiden Helden ihre Gefühle wirklich abgenommen.
Hinzu kommt, daß Beverly Barton als routinierte Autorin es versteht, von der ersten bis zur letzten Seite durch einen fesselnden und mitreissenden Schreibstil die Leserin an das Buch und die Geschichte zu binden. Sie steht daher den großen Damen des Genres wie z.B. Sandra Brown oder auch Suzanne Brockman in nichts nach.
Das Buch richetet sich also eindeutig an die weibliche Leserschaft deren Hauptaugenmerk auf Liebesgeschichte und nicht auf Thriller gerichtet ist. Und diese Zielgruppe wird von dem vorliegenden Roman wirklich bestens unterhalten!!