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Das Gesetz der kleinen Zahlen: Wie sich der Zufall berechnen läßt
 
 
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Das Gesetz der kleinen Zahlen: Wie sich der Zufall berechnen läßt [Taschenbuch]

Kurt v. Haller
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 156 Seiten
  • Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833406186
  • ISBN-13: 978-3833406188
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 637.577 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Format:Taschenbuch
Das angebliche "Gesetz der kleinen Zahlen" lässt sich in einem einzigen, an Trivialität nicht mehr zu überbietenden Satz zusammenfassen: statistische Berechnungen sind für kleine Stichproben (= "kleine Zahlen", nämlich kleine Anzahlen von Roulette-Coups) nicht mehr hinreichend zuverlässig. Oder, etwas salopp ausgedrückt: die "Gesetze großer Zahlen" gelten nicht für kleine Zahlen. Woww!

Der Autor versteht es nicht, selbst einfache mathematisch-logische Zusämmenhänge verständlich darzustellen. Die zahlreichen Formeln sind offenbar ohne einen Formel-Editor erstellt worden und deshalb manchmal schlicht unverständlich, teilweise zudem fehlerhaft. Exponenten werden mal mit dem Zeichen ^ gekennzeichnet, mal tatsächlich "hochgestellt", aber nicht in kleinerer Schriftgröße, obwohl jedes simple Textverarbeitungsprogramm Zeichen korrekt hochgestellt darstellen kann. Das Multiplikationszeichen wird willkürlich, manchmal innerhalb einer einzigen Zeile wechselnd, mal mit *, mal mit x dargestellt. Es sieht aus, als hätte nicht einmal der Autor selbst sein Manuskript vor Drucklegung noch einmal korrekturgelesenen, geschweige denn ein Dritter. Offenbar von dritter Hand ausgedruckte Tabellen mit endlosen Zahlenkolonnen belegen dagegen schlichtweg gar nichts.

Sprachlich kann man dem Autoren nur ein "ungenügend" ausstellen. Selbst einige durchaus richtige Gedankenansätze bleiben deshalb nahezu unverständlich, und wenn es um komplexere Zusammenhänge geht, verliert sich Herr v. Haller in Gefasel oder Gestammel bzw. versteckt sich hinter Zitaten. Schließlich versteigt er sich in völlig abstruse Behauptungen wie etwa die, wenn eine Roulettezahl in einer Coupfolge 999mal nicht erschienen sei, sei die Wahrscheinlichkeit, dass sie beim nächsten Mal fällt, nicht mehr 1 : 37 (und das nicht etwa in Bezug auf mögliche Kesselfehler oder ähnliche Unregelmäßigkeiten, sondern angeblich mathematisch begründet!).

v. Hallers Aussagen über Abweichungen von den statistisch (für große Zahlen!) zu erwartenden Verteilungen sind stets nur für die Rückschau auf bereits vergangene Ereignisse, also bereits gefallene Coupfolgen zutreffend. Prognosen für die Zukunft - über nicht gewinnbringende Trivialaussagen wie etwa "es wird in einer Coupfolge immer einige Zahlen geben, die überdurchschnittlich und welche, die unterdurchschnittlich häufig erscheinen" hinaus - lassen sich daraus nicht ableiten, denn es gibt keine Möglichkeit, wonach wir erkennen könnten, welche Zahlen konkret das sein werden. Damit ist eine Prognose genauso zuverlässig wie die bekannte Wetterregel: "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie's ist".

Solche Dinge sind allerdings schon seit langer Zeit von wirklichen Mathematikern (die der Laie v. Haller mal so eben mit einem Federwisch beiseite schiebt), bewiesen worden.

Die Auskunft, wie man auf seinen angeblichen Erkenntnissen ein gewinnbringendes Roulettespiel aufbauen kann, bleibt uns Herr v. Haller denn auch schuldig, um hierzu auf andere Werke aus seiner dilettantischen Feder zu verweisen. Man fragt sich natürlich, ob seine Systeme erfolgreich sein können, wenn er es nötig hat, ein derart miserables Büchlein als Book on Demand herauszugeben.

Fazit: selten solch einen Schrott gelesen!
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Kaum ist seine Schrift „Des Zufalls unbekanntes Wesen – Vom klassischen Glücksspiel Roulett durch Berechnung zum intellektuellen Geschicklichkeitsspiel“ erschienen, kommt die nächste Bescherung: „Das Gesetz der kleinen Zahlen – Wie sich der Zufall berechnen lässt“. Als ob die Welt ausgerechnet auf seine Berechnung des Zufalls im Roulette gewartet hätte...
Na ja, da alle seine Bücher so erfolgreich waren, dass keines eine 2. Auflage erlebte, muss er halt Teile seines ersten Buches immer wieder neu herausgeben.
Doch „Das Gesetz der kleinen Zahlen“ könnte genau so gut „ Das Gesetz der kleinkarierten Geister“ heißen, denn es ist wissenschaftlich und praktisch völlig unbedeutend. Es hat einen ähnlichen Stellenwert wie die wissenschaftlich nicht existierenden „Gesetze“ der „Serie“ und des „Ausgleichs“.
Der Autor preist die Bernoulli- oder Binomialverteilung an, zuerst wie ein Versprechen, dann aber wie Sauerbier; klar: damit ist nämlich kein Blumentopf zu gewinnen, ganz einfach, weil die Binomialverteilung keine Abweichung von der theoretischen Wahrscheinlichkeit ermöglicht. Er versteht die Binomialverteilung ja auch nicht richtig. Seine Bewunderung für die Verteilung ist lediglich Ausdruck seiner Ignoranz – speziell seiner Unwissenheit über so genannte „bedingte Wahrscheinlichkeiten“, die sich implizit im so genannten „Zweidrittel-Gesetz“ verstecken.
Es stimmt gar nicht, dass diese Verteilung über Jahrhunderte in der Versenkung verschwunden war und dass sie ein Herr Max Woitschach, ehemals Betriebswirtschaftler bei IBM, wieder entdeckt hatte; Tatsache ist vielmehr, dass diese klassische Wahrscheinlichkeitsverteilung seit Jahrhunderten und ununterbrochen in den Anfängervorlesungen für Stochastik an allen Hochschulen gelehrt wird. Das kann aber der Autor kaum wissen, da er vermutlich noch niemals eine Hochschule von innen gesehen hatte.
Gegen Autodidakten ist nichts einzuwenden; doch Autodidakten, die sich als Gurus berufen fühlen, andere zu beglücken mit dem, was sie glauben, verstanden zu haben, die geben kaum mehr ab als geistige Langweiler. So einer ist der Autor seit rund einem Vierteljahrhundert.
Kein Wunder also, dass es ihm noch nie gelungen ist, auch nur ein einziges Buch bei einem größeren Publikumsverlag herauszugeben – trotz verbissener Versuche seit Jahrzehnten. Da ist v. Haller im Dunstkreis der erfolglosen Traumtänzer, der unbedeutenden Publizisten und ihrer täuschenden Systemherausgeber und -verkäufer schon besser aufgehoben; die klopfen sich gegenseitig anerkennend auf die Schulter – ihr einziger Gewinn.
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