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Zum Plot: Auf einem Fortbildungsseminar lernen sich zwei junge Männer kennen, die schon im Beruf standen und nicht zu der Generation der Studentenrebellion gehörten. Sie werden Freunde, entwickeln eine Idee, gründen ein Kollektiv. Es ist ein antikapitalistischer Betrieb im blühenden Kapitalismus. Am Anfang können sie gut teilen, weil sie keine Einnahmen haben. Sie haben ein Stroboskop-Blitzlicht gebaut, der Renner in allen Discotheken. Weil die Geschäftsidee gut war, kommt viel Geld herein. Und mit dem Geld beginnen die Schwierigkeiten.
Die Gruppe scheitert schließlich an der Gier. Gier und Machtinstinkt, die jemand entwickelt und sich damit die ganze Firma unter den Nagel reißt. Der Witz von Prosa ist ja auch die Mehrdeutigkeit. Und so kann es aber möglicherweise auch an dem vollkommen unrealistischen Idealismus des anderen gelegen haben und vielleicht ist das noch verwerflicher als die Gier, weil das die viel naivere Form gegenüber dem Leben ist.
Eine weitere Variante wäre die, dass das Unternehmen an seinem Erfolg gescheitert ist. Die Firma hat Erfolg, expandiert, und durch diesen Erfolg, eigentlich gar nicht durch die Gier des Einzelnen, ist eigentlich der kritische Ich-Erzähler gegen sich selber angetreten.
Vielleicht ist auch eine historisierende, historische Deutung aus der Rückschau denkbar, nämlich die Naivität aller Beteiligten zu glauben, man könne aus einem bestehenden gesellschaftlichen System aussteigen, ohne dabei bestraft zu werden. Man kann auch die Naivität mit dem Unschuldigsein gleichsetzen, moralisch nachgedacht zu haben, aber am Wirklichkeitsprinzip gescheitert zu sein.
Cailloux ist ein wunderbarer Erzähler, der es schafft, Stimmungen und Atmosphäre so aufzunehmen, dass der Zeitgeist etwas sinnlich Gegenwärtiges bekommt.
Ich bin von der erzählerischen Leistung des Buches sehr beeindruckt. Man kann dieses Buch lesen, erfährt dabei sehr viel aus der damaligen Zeit, aus dem Milieu, wird in aller Kürze mit Präzision an die Unterseite der politischen Bewegung herangeführt, ohne dabei mit kritischen Pauschalinterpretationen über den Kapitalismus und seine Folgen konfrontiert zu werden. Das Licht ist dabei eine zentrale Metapher des Romans, weil es ja eigentlich um Erleuchtung, um Erkenntnis durch Enthemmung geht.
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