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Das Gesamtwerk.
 
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Das Gesamtwerk. [Taschenbuch]

Wolfgang Borchert , Bernhard Meyer-Marwitz
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 354 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 4. (Juni 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499225093
  • ISBN-13: 978-3499225093
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 12,6 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.850 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Borchert
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wenn man Borcherts Werke als Darstellung eines Augenblicks der europäischen Geschichte betrachtet, läßt sich kaum etwas Hervorragenderes denken als seine Beschwörungen Hamburgs und der Elbe. Bedenkt man, daß er ein junger Schriftsteller war, so ist man überrascht von der Disziplin, mit der er sich der vielen präzise beobachteten Einzelheiten bedient. Er besitzt die wahrhaft dichterische Gabe, das Leblose zu Bedeutung und Personalität zu erheben und bewirkt das Wunder, den Toten den Schein des Lebens zu verleihen." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Wolfgang Borchert wurde zur Stimme einer Generation, für die Zuhause "Draußen vor der Tür" war. Sein beispiellos erfolgreiches Hör- und Schauspiel hat als Gleichnis überdauert. Nicht minder sind seine Erzählungen noch immer Literatur für heute, "meisterhafte Kurzgeschichten, kühl und knapp, kein Wort zuviel, keins zuwenig.Wenn man Borcherts Werke als Darstellung eines Augenblicks der europäischen Geschichte betrachtet, läßt sich kaum etwas Hervorragenderes denken als seine Beschwörungen Hamburgs und der Elbe. Bedenkt man, daß er ein junger Schriftsteller war, so ist man überrascht von der Disziplin, mit der er sich der vielen präzise beobachteten Einzelheiten bedient. Er besitzt die wahrhaft dichterische Gabe, das Leblose zu Bedeutung und Personalität zu erheben und bewirkt das Wunder, den Toten den Schein des Lebens zu verleihen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Gesamt(kunst)werk!!, 3. Januar 2006
Von 
deathdealer92618 (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Gesamtwerk. (Taschenbuch)
Das Gesamtwerk von Wolfgang Borchert ist ein Aufschrei. Ein Aufschrei eines jungen Kriegsheimkehrers der für seine komplette Generation spricht. In den Gedichten, Kurzgeschichten, Erzählungen und natürlich in dem bekannten Drama „Draussen vor der Tür“ geht es hauptsächlich um die verlorene Jugend und die unzähligen grausigen Gesichter des Krieges.
Ein großer Künstler war Wolfgang Borchert, das erkennt man hier sofort. Meisterhaft beschreibt der Autor u.a. durch Wiederholungen und Worthäufungen wie die jungen Heimkehrer, die Mütter und Väter, die Kinder gefühlt und gedacht haben. Wenn man als Leser beispielsweise einem Soldaten durch das zerbombte Hamburg folgt, wenn ein junger Mensch nur noch seine Küchenuhr aus den Trümmern retten konnte und diese nun für ihn das Paradies versinnbildlicht oder natürlich sein wohl bekanntestes Stück „Draußen vor der Tür“ indem ein junger Soldat mit steifem Bein zurückkehrt, einen Fremden in seinem Ehebett vorfindet und seine Verantwortung gern an seinen Vorgesetzten zurückgeben möchte…dann ist man schon erschüttert. Faszinierend wie der Autor es schafft auch nur in 10 Zeilen oder weniger, in allen möglichen Variationen und aus verschiedenen Sichtweisen, uns klarzumachen was die Menschen während und nach dem Krieg durchmachten. Man ist als Leser mittendrin. Meisterhaft! Egal, ob es nun die Gedichte sind oder die Erzählungen, es ist einfach alles ganz großartig in diesem Werk. Vor allem ist nicht alles so nihilistisch zu sehen, wie man vielleicht denken könnte, denn auch Liebeserklärungen findet man hier, an Hamburg und an die Elbe und manchmal auch an die Frauen.
Das alles macht einen Klassiker aus. Nämlich das der Leser berührt wird. Von Wolfgang Borchert wird man im tiefsten Innern berührt, niemand mit ein wenig Gefühl im Leib wird sich entziehen können. Spätestens beim letzten Stück in diesem Buch ("Dann gibt es nur eins!"), welches Borchert nur wenige Tage vor seinem viel zu frühen Tod geschrieben hat, wird jedem Leser klar was ich meine. Der Mahnruf: „Sag NEIN!“ sollte immer und überall von allen vergegenwärtigt werden.
Auch das Nachwort von Bernhard Meyer-Marwitz ist es wert gelesen zu werden, erfährt man hier doch noch ein Wenig mehr über den Dichter, allerdings hauptsächlich aus der Zeit kurz vor und nach seinem Tod. Für Borchert-Neulinge wird es aber interessant sein.
Ich werde das Buch jedenfalls noch sehr oft lesen, das weiß ich!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Zebrochene Träume und Wirklichkeit, 29. Januar 2001
Rezension bezieht sich auf: Das Gesamtwerk. (Taschenbuch)
Ein Mann kehrt aus dem Krieg zurück, ist Buchhändler in einer Zeit, da kein Papier für Bücher da ist und schreibt trotzdem sein Gesamtwerk in diesen kurzen, trostlosen Zeit bis die Kriegsfolgen ihn töten. Dementsprechend schmal fällt das Werk aus, aber es ist extrem intensiv, wunderbar nachvollziehbar und läßt den Schmerz dieses Mannes, Borcherts,die Verzweiflung und vor allem Enttäuschung, in einem selbst auferstehen. Die Gedichte sind unsagbar tiefgreifend, scheinbar schön nur um diese Schönheit sofort wieder selbst zur Ironie zu machen. Auch die Kurzgeschichten spiegeln das Weltbild seiner zerbrochenen Generation wieder; das Drama allerdings scheint mir heute unter manchen Aspekten zu sehr von der Gesellschaft entfernt, um es tief im Herz zu begreifen. Doch die beschriebene Nachkriegsgesellschaft ist gleichwohl sehr real. So viel ist sicher: jeder sollte einmal Borchert gelesen haben.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unvergängliche Geschichten eines großen Schriftstellers, 29. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Gesamtwerk (Gebundene Ausgabe)
"Aber diesen tollkühnen sinnlosen Mut zu einem Buch müssen wir haben! Wir wollen unsere Not notieren, mit zitternden Händen vielleicht, wir wollen sie in Stein, Tinte oder Noten vor uns hinstellen, in unerhörten Farben, in einmaliger Perspektive, addiert, zusammengezählt und angehäuft, und das gibt dann ein Buch von zweihundert Seiten."

Nur wenig mehr Seiten sind es tatsächlich geworden, die Wolfgang Borchert der Nachwelt hinterlassen hat, als er im Alter von 26 Jahren am Vorabend der Uraufführung seines Kriegsheimkehrerdramas "Draußen vor der Tür" verstarb. Und doch finden sich in seinen Kurzgeschichten Perlen der deutschen Nachkriegsliteratur. Sein Aufschrei "Sag nein!" war der Schrei einer ganzen Genration ums Leben betrogener junger Menschen.

"Wir brauchen keine Dichter mit guter Grammatik. Zu guter Grammatik fehlt uns die Geduld." verkündet er. Und doch ist seine Sprache, die nicht fein geschliffen sondern eher grob gehauen ist, um so beeindruckender, expressionistisch voll kraftvoller Wortschöpfungen und im nächsten Moment wieder anrührend schlicht. So sehr sein Werk geprägt von eigenen Kriegserfahrungen ist, sind sie im Grunde zeitlos und unvergänglich, seine Geschichten von Liebe, Tod, Angst, Verzweiflung und doch immer wieder überbordender Lebenslust und Leidenschaft: "Doch, doch: Wir wollen in dieser wahn-witzigen Welt noch wieder, immer wieder lieben!"

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