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Das Genie in mir: Warum Talent erlernbar ist
 
 

Das Genie in mir: Warum Talent erlernbar ist [Kindle Edition]

Werner Siefer
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

22.05.2009 / Hörzu: In jedem steckt ein Genie "Das ist spannend."

01.09.2009 / Psychologie Heute: Geniale Dilettanten "Das Buch berichtet über eine Fülle von Beispielen und Forschungsergebnissen, die allesamt geeignet sind, unsere vertrauten Vorstellungen über das angeborene Talent einerseits und die Förderung sowie das Training andererseits zu revidieren."

Kurzbeschreibung

Weltweit kommen Forscher den Geheimnissen der Intelligenz und des Talents immer mehr auf die Spur. Werner Siefer berichtet aus den Labors und Forschungsstätten und erzählt vom Leben bekannter Genies. Sein so kluges wie unterhaltsames Buch präsentiert die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die zeigen, wie Intelligenz und Talent entstehen. Wer wir sind und was wir können ist in viel stärkerem Maße beeinflussbar, als wir lange dachten. Das menschliche Gehirn ist enorm wandelbar, und wir können seine Entwicklung steuern. Siefer ruft uns zu: Entdecke die Möglichkeiten! IQ ist kein anderes Wort für Schicksal. Du kannst deine Intelligenz trainieren. Talent ist erlernbar. In jedem von uns steckt ein Genie!

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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Athene TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Gehirn ist entgegen der häufig falsch verbreiteten Meinung formbar und zwar ein Leben lang. Auch im hohen Alter kommt es zur Bildung von neuen Neuronen.

Es wird in diesem Buch gezeigt, dass nicht einmal der IQ festgemeißelt ist, sondern in einem bestimmten Rahmen gesteigert werden kann und dass dieser nicht zwangsläufig mit größeren Leistungen einhergeht, wie zum Beispiel im Schachspiel, sondern dass die intensive Auseinandersetzung mit einer Materie am wichtigesten ist und auch nachweislich Spuren im Gehirn hinterlässt.

Das wichtigste Rezept für Erfolg ist hauptsächlich "Üben, üben, üben", bei 10.000 Stunden hätte man sich in einem beliebigen Bereich zum Experten gemustert.
Nahezu jeder hat persönlich schon diese Erfahrung gemacht. Wenn man als Anfänger einer neuen Aufgabe gegenübersteht, zum Beispiel einer neuen Sportart stellt man sich am Anfang ziemlich ungeschickt an, hat eventuell das Gefühl nie weiterzukommen und nach und nach wird man besser und kann mit den anderen mithalten.

Desweiteren wird der Leser näher in die Nuture-Nature-Debatte eingeführt, wobei sich die Wissenschaftler immer noch streiten, was angeboren und was durch Umwelt, üben und Erziehung entstanden ist. Fakt ist, dass jeder viel aus sich herausholen und sich auf einem Gebiet wesentlich steigern kann, wenn er nur genügend Stunden konzentrierten und intensiven Übens in eine Sache steckt. Etwas wie ein IQ-Gen, welches man hat oder nicht gibt es so in dieser Form nicht.

Der Autor hat viel Recherche betrieben, stützt und stützt sich bei seiner Argumentation auf anerkannte Studien.

Es werden Beispiele aus nahezu allen Bereichen herangezogen, mir persönlich hat sich der Autor hierbei ein bisschen zu sehr auf einzelne Sportarten bezogen.

Letztendlich hat das Buch allerdings keine Erklärung für die kurz eingeführten Inselbegabungen geliefert, welche anscheinend tatsächlich aus dem Nichts entstehen, nur zum Schluss erwähnt, dass diese wahrscheinlich im Zusammenhang mit Einbussen in anderen geistigen Bereichen einhergehen.
Desweiteren wurde überzeugend dargelegt, dass nahezu jeder alles lernen kann. Jedoch kamen nahezu nur Beispiele für sehr strukturierte, schablonenhafte Lerninhalte, auf kreatives Problemlösen, bei welchen Schablonen nichts mehr bringen und "geniale" Kunstwerke, welche wahrscheinlich mehr brauchen als nur viele, viele Übungsstunden, da hier auch emotionaler Ausdruck und eben Denken außerhalb von Schablonen mit einfließt (obwohl Üben hier wohl auch unerlässlich sind) wurde kaum eingegangen.
So wurde erwähnt, dass Experten wie Schachspieler in Schablonen denken und bei völlig neuen, sonst nicht auftretenen Kombinationen nahezu so ahnunglos sind wie Laien. So macht meiner Meinung nach aber gerade die schnelle Lösung und Erfassung unbekannter Situationen ein Genie aus. Geniale Mathematiker gelten nicht deshalb als genial, weil sie zum Beispiel schnell Kopfrechnen können und bekannte Probleme in allen Variationen schnell lösen, sondern weil sie kreative Lösungswege für sehr schwierige mathematische Probleme finden, was natürlich ebenfalls viel Beschäftigung und Üben mit der Materie mit einschliesst, aber meiner Meinung nach nicht alles ist.
Es wurde allerdings erwähnt, dass die Steigerung des Arbeitsgedächtnisses auch in anderen geistigen Bereichen föderlich ist, so wird hierdurch zum Beispiel der IQ gesteigert.

Das Buch ist einfach zu lesen und gibt einen guten Überblick über die Thematik und der Forschung in diesem Bereich.

Ein gut recherchiertes, einfach zu lesenes Buch, der Titel hält jedoch meiner Meinung nach nicht ganz was er verspricht, deshalb vier Sterne.
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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer bin ich und wo ist mein Platz in dieser Welt? Wer darauf Antworten sucht, und das sind letztlich alle, beschäftigt sich auch mit der Frage, wie weit sein Leben bereits von den Genen festgeschrieben ist. Gibt jemand darauf so kluge, verständliche und in die Wissenschaft eingebettete Antworten wie Werner Siefer, sollten wir ihm zuhören. Zumal zu seinen Spezialgebieten Hirnforschung, Evolution und Anthropologie gehören und Siefer als Diplom-Biologe auch dort in die Tiefe gehen kann, wo andere nur an der Oberfläche kratzen. Das hat er bereits in seinem Buch "Ich. Wie wir uns selbst erfinden" bewiesen, das er zusammen mit Christian Weber verfasste.

Wer hat Erfolg und wer nicht? Was ist angeboren und was angelernt? Wie plastisch oder statisch ist unser Gehirn? Das sind alles Themenkreise, die leicht zu Glaubenskriegen führen können, auch in der Politik. Werner Siefer nähert sich möglichen Antworten sehr viel vorsichtiger als der amerikanische Erfolgsautor Malcolm Gladwell. Dem Leser weniger Sicherheit zu bieten, schlägt sich leider in den Verkaufszahlen nieder, macht mir aber den Autor umso sympathischer. Wo aus wissenschaftlicher Sicht der Konjunktiv angesagt ist, hält sich auch Werner Siefer mit klaren Aussagen zurück und überlässt es dem Leser, aus den Beispielen und zusammengefassten Ergebnisse Schlüsse zu ziehen. Vagheit kann allerdings dazu führen, dass man von Ideologen vereinnahmt und missbraucht wird. Diese Gefahr besteht bei Werner Siefers neuem Buch vor allem dort, wo es um die Unterscheidung von Persönlichkeitseigenschaften und Fertigkeiten geht. Das zeigt auch die Rezeption der Stanford Professorin Carol Dweck, deren Buch "Selbstbild. Wie unser Denken Erfolge und Niederlagen bewirkt" so interpretiert wird, dass menschliche Verhaltensmuster fast beliebig veränderbar sind.

Selbstverständlich bestreitet kein namhafter Neurologe, dass unser Gehirn ein plastisches, hoch dynamisches System ist, das sich bis ins hohe Alter verändern kann. Aber diese Plastizität betrifft vor allem Hirnareale, die für Fertigkeiten zuständig sind. Neuronale Muster jedoch, die unsere Persönlichkeitseigenschaften und damit unser Verhalten steuern, sind Änderungen gegenüber sehr viel resistenter. Dem widerspricht Carol Dweck ebenso wenig wie Werner Siefer. Aber da wir Menschen die Tendenz haben, nur das zu hören, was wir hören wollen, sollte ein Wissenschaftsautor diese Eigenart nicht zusätzlich fördern, indem er ein Buch mit dem Satz "Ein Genie steckt in jedem" beendet. Denn obwohl Werner Siefer immer wieder darauf hinweist, dass das autobiografische Gedächtnis etwas anderes ist als das Arbeitsgedächtnis, zweifle ich daran, ob dies auch wirklich gehört und verstanden wird. Immerhin spricht Siefer Klartext, wenn er sagt, dass die einfachen Formeln von Ratgeberbüchern blanker Unsinn sind.

Der Autor hat sehr viele aktuelle Studien gesichtet, Fachpublikationen verarbeitet und Experten besucht. Und die Schlüsse, welche er daraus zieht, stellt er in Bezug zum umfangreichen biografischen Material, das über so genannte Genies vorliegt. Selbst wenn sich viele Fragen beim gegenwärtigen Stand der Forschung noch nicht abschließend beantworten lassen, zeigen sich doch gewisse Tendenzen. So deutet vieles darauf hin, dass der Einfluss der Gene auf unsere Talente und Fertigkeiten weniger stark ist als bisher angenommen. Aber, und auch das müsste stärker betont werden, ohne Durchhaltevermögen und sehr viel Üben wird niemand zum Genie oder außerordentlichen Spezialisten. An einer Sache dran zu bleiben gehört jedoch zu den so genannten Big Five, also zu den Persönlichkeitseigenschaften mit hoher Stabilität.

Dieses Buch empfehle ich deshalb gerne, weil sein Autor etwas von der Materie versteht, komplizierte Zusammenhänge einfach beschreiben kann, wichtige Themen aufgreift und vielleicht auch Entscheidungsträger erreicht, die veralteten Vorstellungen von Intelligenzquotienten, Vererbung und Talent anhängen. Seine Lesern möchte ich allerdings dazu ermuntern, sich bei der Lektüre vor Augen zu halten, dass die verschiedene Hirnareale zwar alle miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen, aber dennoch für unterschiedliche Spezialaufgaben entwickelt wurden. Von der grundsätzlichen Plastizität des menschlichen Gehirns darf man also noch lange nicht darauf schließen, jeder Mensch sei der Schmied seines Glücks und jeder gesellschaftspolitische Wunsch lasse sich mit Appellen erfüllen. So unabhängig von den Einflüssen einer langen evolutionären Geschichte ist auch die Gattung Mensch nicht.

Mein Fazit: Werner Siefer gibt seinen Lesern einen verständlichen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, regt sie zum Nachdenken an und räumt mit vielen Mythen des Geniekults gründlich auf. Hätte er noch dezidierter auf die Unterschiede von Persönlichkeitseigenschaften und menschlichen Fertigkeiten hingewiesen, könnte ich noch mehr zu meiner Fünfsternebewertung stehen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer auf der Suche nach einem spannenden Buch ist, sollte so ein Sachbuch lesen.
Werner Siefer räumt bei der Antwort auf die ewige Frage, ob die Umwelt oder die Genetik entscheidend sind, über faszinierende Beobachtungen und Einsichten mit vielen Vorurteilen auf und macht uns am Ende Mut: Ich kann mein Schicksal in die Hand nehmen und mein persönliches Genie entwickeln.
Beispiel? Er schreibt über Vincent van Gogh: Es war Vincent van Gogh vermutlich nicht einmal viel Talent in die Wiege gelegt als allein der pure Schaffenswille. van Gogh war ein in jeder Hinsicht unkonventionelles Genie: Er wusste zunächst nicht, was er wollte, er konnte nicht, wofür er später berühmt werden sollte, und für das, was er machte, interessierte sich, solange er lebte, das Publikum nicht. Spätberufen, innovativ und Horizont erweiternd. Erfolg? Er hat ihn gar nicht erlebt.
Ich lege das Buch vor allem Eltern und Lehrern ans Herz, legt es doch eine Erziehung nahe, die an Entwicklung glaubt. Das Plädoyer für die Fähigkeit jedes Menschen zu lernen und überdurchschnittliches zu vollbringen hat für mich aber dann doch eine Frage aufgeworfen: Wie entsteht eigentlich Motivation?
Und wenn Werner Siefer wieder so fesselnd schreiben wird, dann steht fest: Auch das will ich lesen!
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