Die drei kurzen Texte von Timothy Leary sind interessant: Sie sind schnell gelesen, die triviale Sprache voller Neologismen reizt, die Ideen sind nicht ohne Reiz. Schnell liest man Learys Meinung zu den Heimmedien, wie sie die heutige Kultur prägten und wie sie sie in Zukunft prägen werden. Man findet immer wieder Gedanken, die einem zu ein paar weiteren - eigenen - verleiten. Doch letztlich nichts Neues; das meiste, was Leary schreibt hat man schon irgendwo anders mal gehört, der Kontext und die Sprache ist dagegen neu. Sein Optimismus in Blick auf die mediendurchtränkte Zukunft ungewohnt.
Bleibt man ein wenig länger an seinen Ausführungen hängen, muß man jedoch feststellen, daß sie doch zu sehr im Nebulösen hängen bleiben und sich nicht wirklich bestätigen lassen. Dennoch ist das kleine Heftchen als eine ein klein-bißchen intelligente, ein klein-bißchen amüsante, ein klein-bißchen neue aber nicht wirklich relevante Abendlektüre zu empfehlen. Wer Spaß hat, sich auch einmal unkonventionelle Theorien zu Gemüte zu führen, ist mit diesen drei kleinen Texten sicherlich gut bedient. Solange man nicht erwartet, eine fertige Theorie vorzufinden, sondern lediglich mal Abwechslung vom üblichen "schweren Gefasel" sucht, der findet im "Generationen-Spiel" viele kleine Ansätze, wie man den Komplex der Medien und Gesellschaft auch mal sehen kann. Eigene Wege der Gedanken keinesfalls ausgeschlossen.