Den anderen Kritiken die dem Film zuviel Special Effects vorwerfen kann ich hier nur bedingt zustimmen, den sicher sind genügende davon im Film zu finden, aber meiner Meinung nach wurden sie sehr gut eingesetzt. Dazu kommt das der Film an vielen Stellen auf herrlich altmodisches Gruselvergnügen setzt und dem Zuschauer eine wohlige Gänsehaut nur durch das klappern von Türen bereitet. Sicher wäre hier an manchen Stellen wie man so schön sagt weniger wohl etwas mehr gewesen aber ich fand den Film sehr unterhaltsam und oft auch recht gruselig.
Speed Regisseuer Jan De Bont ist ja auch bekannt dafür das er mit Special Effects nicht unbedingt geizig umgeht was er mit "Twister" und "Tomb Raider II" ja auch bewiesen hat. Trotzdem hat er eine Nase für gutes und solides Popcornkino das seinen Zweck erfüllt und den Zuschauer bestens unterhält und das seine Filme nicht gerade zum anspruchsvolleren Kino gehören, sollte dabei halt auch jedem klar sein. Die Kulissen und Effekte des Films entschädigen auch für die kaum vorhandene Handlung. Was aber eine FSK12 Freigabe soll ist mir ein Rätsel, den dafür habe ich kein Verständnis. Sicher gibt es 12jährige für die der Film recht harmlos sein wird, bei dem ganzen Schrott was Sie im Internet konsumieren, aber wenn ich mir andere Teens in diesem Alter ansehe dann ist diese Altersfreigabe ein absoluter Witz.
Unter dem Vorwand ein Experiment über Schlaflosigkeit durchzuführen lockt Dr.Marrow (Liam Neeson) drei Versuchskanninchen in das seit langem leerstehende Hill House" ein. Das Trio besteht aus der ängstlich und schüchtern wirkenden Nell (Lilli Taylor), der verführerischen Theo (Catherine Zeta Jones) und dem Sprücheklopfer Luke (Owen Wilson). Das Dr.Marrow nicht an Ihrer Schlaflosigkeit interessiert ist merken die drei bald, den der will hier ein makaberes Experiment über Angst und Furcht durchführen. Als Sie das merken ist es fast schon zu spät den das alte Gemäuer ist zum Leben erwacht. In allen Ecken beginnt es zu spuken und das Schloss beginnt ein schauriges Eigenleben und will seine Besucher nicht mehr gehen lassen.
Klingt handlungstechnisch recht minimalistisch und das ist es auch, den hier steht mehr die Optik im Vordergrund und die ist beeindruckend. Das Schloss ist herrlich ausgestattet und ein iedealer Schauplatz für gepflegten Grusel. Die Hollywoodstars Liam Neeson, Catherine Zeta-Jones und Owen Wilson werden hier vom eigentlichen Hauptdarsteller, dem "Hill House", in den Schatten gestellt.
Das Remake von Jan De Bont reicht zwar nicht an das Orginal "Wenn das Blut gefriert" von 1963 heran, kann aber auch nur schwer damit verglichen werden. Setzte man im Orginal noch auf altmodischen Horror der sich vor allem im Kopf abspielt so ist es nun die Optik und die Effekte die im Vordergrund stehen. Trotz aller Effekte finde ich aber das der Film noch an vielen Stellen herrlich altmodisch wirkt, vor allem dann wenn sich wieder in allen Ecken etwas bewegt und es zu poltern beginnt. Die Special Effects sind zwar ab der Hälfte des Films dann manchmal etwas zuviel des Guten, aber trotzdem ist es ein ordentlicher Gruselfilm geworden. Das Bild und der Ton auf DVD entsprechen dem modernen Standard. Am Bonusmaterial hat man leider etwas gespart, aber das ist zu verkraften.