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Moviemans Kommentar zur DVD: Nahaufnahmen sind gut gezeichnet, aber bei Halbtotalen wird das Bild schon deutlich weicher (00:59:59). Tiefenwirkung gibt es eher wenig. Das Bild wirkt etwas flach (00:23:06). Die Farben sind natürlich ausgefallen. Hauttöne sind realistisch dargeboten. Die Kompression ist auffällig (00:39:33). Die Vorlage ist gut erhalten. Vereinzelt ist ein Dropout zu sehen. Der Ton dieses auf Dialoge setzenden Films ist sehr zurückhaltend. Auch der 5.1-Sound gibt sich eher frontal. Die Verständlichkeit der Dialoge ist dabei gut, wobei das Deutsche noch etwas klarer klingt. Neben ein paar nichtssagenden Darstellerinfos gibt es ein gut 30-minütiges Making Of, das einen deutschen Voice Over hat. Darin geht es nicht nur um die Produktion des Films, sondern es wird auch erläutert, wie Isabel Allende dazu kam, den Roman zu schreiben. Und wie schwer es für die Filmemacher war, die Rechte für die Adaption von ihr zu erwerben. --movieman.de
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Was wie das romantische Märchen eines südamerikanischen Tellerwäschers beginnt, entwickelt sich in Windeseile zu einem durchaus sehenswerten Drama. Esteban Trueba (gespielt von Jeremy Irons) hat seinen Besitz seinen großen Ideen, seinem krankhaften Ehrgeiz und vor allen Dingen der sklavenähnlichen Arbeitskraft seiner für ihn schuftenden Landarbeiter zu verdanken....
Auslöser für Estebans Flucht in die ländliche Einsamkeit Chiles ist der plötzliche Tod seiner Verlobten - der Tochter eines aufsteigenden Oppositionspolitikers - ihn scheint seit diesem tragischen Ereignis nichts mehr mit seiner Vergangenheit in Santiago de Chile zu verbinden - scheint - denn eines Tages trifft er auf die Schwester seiner verstorbenen Verlobten...
Sein Erfolg ist ihm heilig - wer sich zwischen Trueba und dessen Gier nach Macht und Reichtum stellt, erlebt schnell, dass der Großgrundbesitzer keinen Spaß versteht. Der Patriarch duldet einfach keinen Widerspruch, selbst die gut gemeinten Ratschläge seiner Ehefrau Clara (gespielt von Meryl Streep), seiner Schwester Ferula (gespielt von Glenn Close) und seiner Tochter Blanca (gespielt von Winona Ryder) "schlägt" er in den Wind...
Auf Esteban Trueba richtet sich jedoch der Focus dieser Familiensage nicht allein - vielmehr stehen streitbare Frauen aus vier Generationen im Mittelpunkt dieser spannenden Geschichte - wird man also Zeuge der ganzen Familien- und der sich neben ihr ereignenden Zeitgeschichte Chiles....
Es ist somit die wirklich spannende Verknüpfung von Familiensaga und historischen Ereignissen Chiles, die über die fürnf verfilmten Jahrzehnte (Beginnend in den Zwanzigern) hinweg ein Geflecht von Macht und Reichtum erwachsen läßt, welches Trueba in einen Stand erhebt, in dem er unangreifbar erscheint... - wären da nicht die Sünden seiner stürmischen, egoistischen Anfangszeit auf dem Lande, die ihm und seiner Familie immer näher zu Leibe rücken...
Wie lang die von Trueba vor langer Zeit selbst gezündete Zündschnur wohl wirklich sein wird, zeigt spätestens der letzte Akt der Geschichte - in Chile hat das Militär die Macht ergriffen, Demokratie findet nicht mehr statt, die Freiheit sitzt hinter Gittern.... - geht die Rechnung der Großgrundbesitzer, welche das Militär zum Putsch trieben, auf, oder werden sie selbst von der Geschichte überrollt....?
Die Autorin Isabell Allende verarbeitete in den gedruckten Bänden der Familiensage wohl die eigene Flucht aus dem Chile des General Augusto Pinochet - was Bernd Eichinger und Bille August zwischen den bedruckten Seiten hervorgezaubert haben, ist sehenswert bis zur letzten Minute!
Großes Lob auf diesem Weg auch an die Kameraleute, die Macher der genialen Filmmusik und die Maskenbildner - man entwickelt tatsächlich das Gefüh mit den verfilmten Ereignissen selbst zu altern... - unterm Strich sehr, sehr einfühlsames Kino!
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