Ich habe "Das Geiserhaus" geradezu verschlungen und mittlerweile schon mehrmals gelesen. Das Buch spielt in Chile und zwar zum Teil in der Hauptstadt Santiago, zum Teil auf dem Land. Es ist eine Familiengeschichte über vier Generationen. Obwohl das Buch recht dick ist und ziemlich viele Personen darin vorkommen, mußte ich aber nicht ein einziges Mal zurückblättern, um nachzuschauen, wer das jetzt nochmal war. Denn die Figuren sind so gut beschrieben, daß man die Personen geadezu bildhaft vor sich sieht, sich sogar ihre Stimmen, Gestik und Mimik vorstellen kann. Man meint fast, die Figuren des Buches persönlich zu kennen;deswegen vergißt man auch nicht ihre Namen oder ihre Rolle in der Geschichte. Auch die Geschichte selbst vergißt man nicht. In langweiligen Büchern hat man ja manchmal gegen Ende schon die Ereignisse vom Anfang vergessen. Aber dieses Buch ist so eindringlich, bewegend und oft auch amüsant erzählt, daß selbst viele Details im Gedächtnis bleiben. Vor dem nochmaligen Lesen wartet man also besser einige Zeit ab. Die Geschichte hat alles, was das Herz begehrt: Liebe, Haß, Schmerz, Leidenschaften, Witz. Ich würde empfehlen, das Buch möglichst vor dem Film zu lesen oder sich den Film am besten gar nocht anzuschauen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)