Ich will dem Autor eines zugute halten: Er stellt gute, weil interessante Fragen, mit denen zu beschäftigen sich durchaus lohnt (wenn man sich denn für die Thematik interessiert). Doch ich muss eingehend vor den gegebenen Antworten warnen, denn sie offenbaren vor allem, dass hier mit physikalischem Halbwissen hantiert wird. Der Autor scheint nicht wirklich zu verstehen, was Wärme ist oder was Licht ist. Aus diesem Halbwissen konstruiert er dann Widersprüche, wo keine sind, und kommt zu Erkenntnissen, die teilweise gar nicht von der angeblich so falschen Wissenschaft abweichen, andererseits aber auch eklatant falsch sind.
Darüber hinaus werden teils sehr naive Vorstellungen für die Beweisführung verwendet. Beispiel gefällig? Der Autor fragt, ob es in den Bergen nicht eigentlich heißer sein müsste als im Flachland, da sie der angeblich heißen Sonne doch näher sind. Dies ist aber zum einen geometrisch nicht ganz richtig, da der konkrete Abstand zur Sonne von der Orientierung und Position der Erde abhängt. Zum anderen bewegen sich Höhenunterschiede auf der Erde größenordnungsmäßig um etwa 10km - die Sonne ist von der Erde aber ca. 150 Millionen Kilometer entfernt. Sollen diese 10km Höhenunterschied da noch einen ernsthaften Einfluss auf die Temperatur haben?! Außerdem liegen die Täler dafür ja näher am heißen Erdkern (falls der nicht neuerdings auch kalt ist). Alles in allem ist die Temperaturverteilung auf der Erde vielleicht doch ein bisschen komplizierter.
Schlussendlich folgert der Autor, dass Licht sich im Vakuum und damit im Weltall nicht ausbreiten könne. Und wer das glaubt, dem empfehle ich, doch eben schnell einen kurzen Blick auf Google Earth zu riskieren - wie sind bloß diese Satellitenaufnahmen der Erde entstanden, wenn sich das dafür notwendige Licht gar nicht bis zur Kamera des Satelliten ausbreiten kann? Außerdem müsste ein Glasbehälter bei Evakuierung zumindest dunkler werden, das ist definitiv nicht so. Übrigens, sind Sie sicher, dass Ihr Handy funktioniert? Dessen elektromagnetische Wellen (und Licht ist experimentell gut bestätigt nichts anderes) dürften den zuständigen Satelliten ja eigentlich auch nicht erreichen können.
Fazit: Die Wissenschaft ist nicht unfehlbar. Aber so gravierend an der Wahrheit schlittert sie nun weiß Gott nicht vorbei. Ein bisschen Vertrauen sollte man ihr schon entgegenbringen, wo sie unseren heutigen Alltag entscheidend mit geprägt hat.