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Das Geheimnis kluger Entscheidungen: Von somatischen Markern, Bauchgefühl und Überzeugungskraft
 
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Das Geheimnis kluger Entscheidungen: Von somatischen Markern, Bauchgefühl und Überzeugungskraft [Taschenbuch]

Maja Storch
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (1. April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442152712
  • ISBN-13: 978-3442152711
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 275.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Maja Storch
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Produktbeschreibungen

Spektrum der Wissenschaft

Zu einer klugen Entscheidung kommt man weder mit dem Modell des Homo oeconomicus, des rationalen und emotionslosen Vernunftmenschen, noch indem man sich allein auf spontane Gefühlsneigungen verlässt. Vielmehr liege das Geheimnis in einer Integration der Vernunft und der Gefühle, so Maja Storch, promovierte Psychoanalytikerin, Trainerin und Mitarbeiterin an der Universität Zürich. Dies führe nicht nur zu klugen Entscheidungen, sondern auch zu mehr psychischem Wohlbefinden.

Im Theorieteil ihres Buchs beschreibt Maja Storch die Arbeiten des amerikanischen Gehirnforschers Antonio R. Damasio. Danach verwendet der Mensch in Entscheidungssituationen so genannte somatische Marker. Der Körper (griechisch soma) "markiert" eine Szene mit einer positiven oder negativen Empfindung und vermittelt dadurch elementare Informationen, zum Beispiel ob man sich einem Objekt oder einer Situation annähern oder sie vermeiden soll. Diese Erfahrungen bleiben lebenslang als körperliche Empfindungen oder Gefühle im so genannten emotionalen Erfahrungsgedächtnis gespeichert. Somatische Marker können sich in vielen Formen äußern, als Schmetterlinge im Bauch, als Engegefühl in der Brust und so weiter.

Wer es schafft, diese somatischen Marker mit der vernunftmäßigen Bewertung der Situation zu koordinieren, dem steht der Weg zu klugen Entscheidungen offen. Laut der Autorin unterscheiden Menschen sich darin, inwieweit sie die somatischen Marker wahrnehmen und für ihre Entscheidungen nutzen. Darauf aufbauend beschreibt der zweite Teil des Buchs, wie man kluges Entscheiden trainieren kann, indem man somatische Marker spüren lernt und schrittweise in die Entscheidungsfindung einbindet.

Dieser Teil sollte nun eigentlich am interessantesten sein: Man möchte schon wissen, wie man die bewusste Vernunftbewertung mit der gefühlsmäßigen, unbewussten Bewertung in Übereinstimmung bringen kann. Aber hier enttäuscht die Autorin, indem sie sich auf das beschränkt, was sie am Anfang des Buchs selbst kritisiert: eine Art loser Vorschlagssammlung. Storch beschreibt drei Techniken aus dem Fundus der Psychotherapie, mit denen man die Emotionen dazu bringt, dem Vorschlag der besser wissenden Vernunft zu folgen. So soll man sich beispielsweise das gewünschte Ziel vorstellen und sich über das entstehende verlockende Zukunftsbild einen positiven somatischen Marker zu der Aufgabe zulegen.

Diese Techniken mögen sogar einen gewissen Erfolg haben; aber sie setzen bereits voraus, dass die Vernunft die Instanz mit der besseren Einsicht in die Dinge ist. Damit verfehlt die Autorin ihr eigenes anfangs gesetztes Ziel, die beiden Instanzen gleichberechtigt in die Entscheidungsfindung aufzunehmen; die Emotion gilt nicht als - möglicherweise sehr zuverlässige - Informationsquelle, sondern wird dazu gebracht, der Vernunft zu folgen. Außerdem geht es bei den Techniken gar nicht mehr um Entscheidungen im ursprünglichen Sinn, sondern um deren Umsetzung. Sie sollen nur noch die Motivation für eine Handlung erhöhen, für die man sich mit der Vernunft bereits entschieden hat.

Die hervorgehobenen Merksätze, die das ganze Buch durchziehen, erleichtern das Lesen, laufen aber häufig auf sehr gewagte Verallgemeinerungen hinaus. So stellt Storch das Ergebnis der Gehirnforschung, dass nicht alle Vorgänge des Gehirns dem Bewusstsein zugänglich sind, als eine explizite Bestätigung für die Existenz eines Unbewussten dar, so wie es Sigmund Freud konzeptualisiert hat. Hier werden auf verwirrende Weise Begriffe durcheinander geworfen.

Am Ende des Buchs reißt die Autorin sehr knapp neue, breite Konzepte an, so die im Untertitel versprochene Überzeugungskraft, Selbstregulation oder Motivation, lässt aber die langjährige psychologische Forschungstradition mit ihren Theorien und Befunden außen vor. Einziges Literaturzitat aus dieser Richtung ist eine aktuelle Arbeit von Julius Kuhl.

Insgesamt zeichnet sich das schnell lesbare Buch durch seine sehr einfache Sprache aus, in der Definitionen der Fachbegriffe gut verständlich vermittelt werden. Das Buch lebt von einer Vielzahl simpler Zeichnungen, kleinen bunten Strichmännchen mit dickem Bauch, der je nach darzustellendem somatischem Marker mit Steinen, Blumen oder Schmetterlingen gefüllt ist. Da sind offensichtlich der Stift und die Zeichenlust mit der Autorin durchgegangen; für viele Szenen wäre eine einfache verbale Beschreibung absolut ausreichend gewesen.

Die Fantasie und die Fähigkeit, in einfacher Sprache zu schreiben, sind der Autorin positiv anzurechnen. Aber auf den ersten Blick wirkt das Buch auf Grund seiner Buntheit und der Strichmännchen wie ein Kinderbuch; und auf den zweiten Blick merkt man, dass es auch den entsprechenden Komplexitätsgrad nicht überschreitet. Letztlich bietet es über die mundgerecht aufbereiteten Ideen von Damasio hinaus, angereichert mit Beispielen aus der Praxis der Autorin, nichts wesentlich Neues. --Cornelia Höhle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Aus dem leidigen Thema Entscheidungen macht Maja Storch ein freudiges - das Lesen macht Lust auf Entscheidungen.« (Psychologie heute )

»Vergegenwärtigen Sie sich immer wieder, dass Entscheidungen, die keine positiven Gefühle oder Tatendrang hervorrufen, in der Regel auch keine guten Entscheidungen sind.« (Maja Storch )


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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Aufgeblasen, aber dennoch lesenswert, 2. Oktober 2008
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Maja Storch beherrscht auf jeden Fall eine Kunst vorzüglich, nämlich die, eine oder zwei Gedanken zu 120 Seiten Buch aufzublasen. Was ansonsten in einem "Spiegel"-Artikel von einer Seite abgehandelt wird, nämlich die letzten Erkenntnisse der Hirnforschung von António Damásio, erzählt die Autorin, gefüllt mit einigen Umschreibungen und Phrasen und einer Reihe seitenfüllender Grafiken im kleinen Buchformat. Immerhin ist das Buch auch für Laien leicht verständlich und didaktisch recht geschickt aufgebaut.

Letztlich besagt der Inhalt, dass man vermehrt auf sein Bauchgefühl hören sollte und die Entwicklung eines Selbstwertes klinisch gesehen ohne Berücksichtigung desselben Gefühls (Storch bezeichnet das Bauchgefühl mit dem Fachterminus "somatische Marker") nicht möglich sei. Wer kraft Ratio seine somatischen Marker zu überwinden trachte, falle über kurz oder lang einer Erkrankung anheim. Sie empfiehlt das Hören auf die "innere Stimme" auch im Geschäftsleben und prognostiziert den Unternehmen bei Anwendung bessere Entscheidungen.

Die Befunde sind schlüssig und die Art der Beweisführung stringent und überzeugend. Allerdings ist die Gedankenfülle für ein Buch schlicht ein bisschen dünne.

Auch fehlen Hinweise darauf, wie man dieses Bauchgefühl bei Bedarf entwickelt (die empfohlenen Tai Chi oder Yoga-Kurse mal ausgenommen).

Ein grundsätzlicher Kritikpunkt bleibt ferner unberücksichtigt. Für eine Psychologin ist es erstaunlich, dass die Autorin den Aspekt negativer Konditionierung völlig außer Acht lässt. Ein Bauchgefühl muss ja nicht immer auf positiven Erfahrungen beruhen. Wer aufgrund negatver Vorerfahrungen somatische Marker entwickelt hat, die ängstliche oder neurotische Reaktionen unterstützen, sollte die Empfehlungen mit Bedacht lesen. Leidet jemand beispielsweise unter Flugangst (auch so ein somatischer Marker) und entscheidet sich daher vor jedem Besteigen eines Flugzeugs, am Boden zu bleiben, kann er sich zwar vor einem negativen Erlebnis schützen, wird aber schwerlich weit in der Welt herumkommen. Ob das eine kluge Entscheidung ist?
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39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 1. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Geheimnis kluger Entscheidungen: Von somatischen Markern, Bauchgefühl und Überzeugungskraft (Taschenbuch)
Ich fand das Buch enttäuschend, es handelt gar nicht davon, wie man unter wirklicher Einbeziehung von Körper und Emotionen bessere Entscheidungen trifft, sondern wieder mal nur davon, wie die "unvernünftigen" Anteile mittels Tricks überlistet werden können, den Befehlen der "überlegenen" Vernunft Folge zu leisten.

Wer wirklich lernen will, mehr und besser auf sich und seine Emotionen zu hören, dem empfehle ich die Focusing Bücher von Eugene Gendlin und Ann Weiser Cornell, oder auch von Helene Brenner.
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64 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Praktische Hilfestellung zur Entscheidungsfindung, 5. Juli 2003
Das neue Buch von maja Storch habe ich in einem Durchgang gelesen und war begeistert. Sie hat leicht und locker lesbar, und doch wissenschaftlich sehr fundiert, das Thema dargestellt. Den Bauch in Entscheidungsprozesse mehr mit einbeziehen ist zwar irgendwie bekannt, jetzt wird aber nachvollziehbar daß es auf den Bauch sehr ankommt. Und das beste dar n, maja Storch gibt konkrete Hilfestellung wie man dies in dertäglichen Praxis trainiert und einsetzt. VOn solchen echten "Lebenshilfen" gibt es leider zu wenig und so kann ich gerne 5 Sterne vergeben.
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