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Das Geheimnis des fünften Evangeliums: Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt
 
 
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Das Geheimnis des fünften Evangeliums: Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt [Gebundene Ausgabe]

Elaine Pagels , Kurt Neff
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 3 (27. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406522424
  • ISBN-13: 978-3406522420
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.747 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Elaine H. Pagels
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Ausgeschlossene Gottsucher? Elaine Pagels über das «Geheimnis des fünften Evangeliums». Von Ekkehard W. Stegemann Die in Princeton lehrende Religionsgeschichtlerin Elaine Pagels hat in der Erforschung der 1943 in Nag Hammadi in Ägypten entdeckten Bibliothek koptisch-gnostischer Texte einen glänzenden Namen. Kennzeichnend für ihre Arbeiten ist, dass sie gelehrte historisch-kritische Exegese mit einer Profilierung gegenwartsrelevanter Fragen verbindet, die sich aus den frühchristlichen Kontroversen über die gnostischen Texte ergeben. Eines ihrer auch in deutscher Sprache erschienenen Bücher («Versuchung durch Erkenntnis. Die gnostischen Evangelien», 1981) schloss darum fast entschuldigend damit, dass sie keineswegs «für eine Rückkehr zum Gnostizismus eintrete», doch dass durch die neu entdeckten Texte eine damals wie heute wichtige Auseinandersetzung neu beleuchtet werde. Das, worum es geht, fasste sie in die Frage: «Welche Autorität hat die eigene Erfahrung im Verhältnis zu der, die für die Schrift, das Ritual und den Klerus geltend gemacht wird?» Daran knüpft Pagels' hier anzuzeigendes jüngstes Buch an, und zwar in deutlich positiver Akzentuierung der eigenen religiösen Erfahrung und deutlich kritischer Einschätzung der kirchlichen Autorität. Die halbe Wahrheit Der deutsche Titel des Buches – «Das Geheimnis des fünften Evangeliums» – ist irreführend. Denn das koptische Thomasevangelium, das mit dem «fünften Evangelium» gemeint ist, spielt nur in einem der fünf Kapitel eine Rolle. Eher schon trifft der Untertitel – «Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt» –, was Pagels' Buch versucht, nämlich jenseits dessen, was in den ersten Jahrhunderten in Glaubensartikeln und in den kanonisierten Schriften als normatives Christentum formiert wurde, eine alternative christliche, eben gnostische Spiritualität zu beschreiben, die mit jenem «Credo» ausgeschlossen wurde. Rekonstruiert wird eine Geschichte, in der – beginnend mit dem Johannesevangelium, seiner Aufnahme in den Kanon und insbesondere mit Irenäus und seiner antignostischen Polemik – am Ende mit Konstantin und dem Konzil von Nicäa eine kirchliche Engführung über den ursprünglichen Pluralismus obsiegte. Ausgeschlossen wurden damit «Gottsucher», die nach Möglichkeiten eigener spiritueller Erkenntnis und Erfahrung und nicht nach «Lehrgebäuden» fragten; und aufgerichtet wurde damit eine katholische, eine «weltweite und allgemeine Kirche», die durch die Trinität von «Schriftenkanon, Credo und klerikaler Hierarchie» ihren absoluten Wahrheitsanspruch untermauerte. Das erste Kapitel entwirft die ganze Entwicklung schon, und zwar als eine «vom frühchristlichen Liebesmahl zum Glaubensbekenntnis von Nicäa». Eine offene, für Aussenstehende attraktive, durch ihre caritative Praxis zumal ausgezeichnete und in sich vielfältige christliche Gemeinschaft wird mit dem Credo so reguliert, dass der Zugang und die Zugehörigkeit zu ihr an ein «Bekenntnis zu einem komplexen System von Gott und Jesus betreffenden Glaubensartikeln» geknüpft wird. Das zweite Kapitel sieht das kanonische Johannesevangelium mit dem koptischen Thomasevangelium «im Widerstreit»: Dieses sagt allen Menschen zu, dass sie aus dem göttlichen Licht stammen, dass das Göttliche als Licht in ihnen wohnt; jenes beschränkt dies allein auf den Gottessohn Jesus als das Licht der Welt. Am «ungläubigen Thomas», so meint Pagels, demonstriere Johannes seine Wahrheit, die jener denn auch «kleinlaut» bekennen müsse. Kanonisierung Wie nun das Johannesevangelium mit seinem Absolutheitsanspruch im Namen des Gottessohns Jesus obsiegte, erklären das dritte und das vierte Kapitel: Es war Irenäus, der das viergestaltige kanonische Evangelium durchsetzte und dabei das vierte, das Johannesevangelium, das doch durchaus auch umstritten war, zum ersten und eigentlichen Evangelium erklärte. Doch da auch diese kanonischen Evangelien der Deutung unterliegen und damit dem Irrtum oder der Irrlehre anheim fallen können, hat Irenäus das rechtgläubige, das orthodoxe Christentum «konstruiert», indem er einen «Kanon der Wahrheit» aufstellte und zugleich alles, was davon abwich, als Häresie brandmarkte. Doch erst mit Konstantin und dem Konzil von Nicäa wurde dieser Kanon zum Glaubensbekenntnis, zum verbindlichen Credo. Dies beschreibt das letzte Kapitel. Elaine Pagels ist eine zu gelehrte Historikerin, als dass das, was ich hier holzschnittartig als Skelett des Buches herausgestellt habe, nicht zugleich auch in kenntnisreiche und differenzierte Zusammenhänge gestellt würde. Irenäus ist für sie nicht einfach der ketzerfressende «Schurke im Stück», Kaiser Konstantin nicht einfach ein zynischer Machtmensch, der das Christentum für eigene Interessen manipulierte. Auch weiss sie, dass das durch Kanon, Credo und Hierarchie regulierte Christentum nicht «ein veritabler monolithischer Block der Eintracht und Einheitlichkeit geworden ist». So gesehen fällt sie sich gewissermassen immer wieder selbst ins Wort, falls die Tendenz zu simpel werden, zu sehr zur Schwarzweissmalerei drängen könnte. Am Ende zu einfach Gleichwohl ist der Gegensatz der gnostischen Evangelien zur Orthodoxie, der für Pagels insbesondere darin besteht, dass wir – in gnostischer Perspektive – «eine verborgene Fähigkeit in uns tragen, die zwischen uns und der transzendenten Sphäre eine Verbindung schafft», doch ein zu einfacher. Der streng theozentrische Ansatz der altkirchlichen Glaubensbekenntnisse, der das trinitarische Handeln Gottes am Menschen in den Mittelpunkt stellte, konnte sich auch mit reicher Spiritualität auf der menschlichen Seite verbinden. Er hegte und hegt freilich einen Illusionsverdacht; der Illusion verdächtig ist die Verortung der Gotteserkenntnis in einer (bloss) menschlichen Fähigkeit. Doch in der Moderne, etwa bei Schleiermacher, konnte beides, Gott und Gefühl, durchaus theologisch vermittelt werden. Insofern hat Pagels dann doch eine anachronistische Form der Aktualisierung altchristlicher Kontroversen gewählt. Insgesamt passt ihr Buch jedoch zu einer Tendenz der modisch gewordenen Kritik am «orthodoxen» jüdisch-christlichen Monotheismus. Was an ihm zu verteidigen wäre, übrigens auch gegen die Kritik an der «mosaischen Unterscheidung» und das Plädoyer für einen «Kosmotheismus» bei Jan Assmann, könnte paradoxerweise die Säkularität sein, die der Monotheismus im Zusammenhang der Subjekt- und Freiheitsgeschichte in der Moderne aus sich heraussetzte. Sie gründet letztlich darauf, dass das Endliche das Unendliche nicht zu fassen vermag.

Pressestimmen

"Ein Lesevergnügen. Das Buch von Pagels ist ein Musterbeispiel einer umsichtigen und durchdachten Gelehrsamkeit - in der lebendigen und spannenden Sprache einer guten Krimi-Autorin." (Publishers Weekly)

"Elaine Pagels' klares, poetisches und zugleich wissenschaftlich fundiertes Buch ist ein Überraschungserfolg ...." (Dinitia Smith, The New York Times)

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116 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Sucht und ihr werdet finden....."
(Matthäus 7.7)

Der deutsche Titel "Das Geheimnis des 5. Evangeliums" erweckt den Eindruck, dass das Buch (neben den 4 Kanonikern) lediglich ein weiteres Evangelium (von griechisch eu angelium= frohe Botschaft) zum Gegenstand hat. Sein Untertitel "Warum die Bibel nur die halbe Wahrheit sagt" kann, obwohl er irritierend und provokant wirkt, den Inhalt schon eher präzisieren. Weniger reißerisch, dafür treffender ist der Originaltitel "Beyond Belief - The Secret Gospel of Thomas", denn Elaine Pagels stellt in ihrem Buch die dogmatische Entwicklung der frühchristlichen Kirche bis zum Glaubensbekenntnis von Nicäa, den persönlichen Glaubenserfahrungen, für die auch das Thomasevangelium (EvThom) ein Synonym uns Quelle sein kann, gegenüber.

In fünf Kapiteln geht Pagels den Fragen nach, wann und warum christliche Schriften übergangen, unterdrückt, verworfen und sogar vernichtet wurden. Das 1. Kapitel "Vom frühchristlichen Liebesmahl zum Glaubensbekenntnis von Nicäa" gibt zunächst einen Überblick. Nach Jesus Tod nahm ein Teil seiner Anhänger eine Anleihe bei der religiösen Tradition und behauptete, Jesus sei als Opfer gestorben, analog den im Tempel dargebrachten Opfertieren. Es gab sehr unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Eucharistie. Der antiken Kultpraxis, die an (wie auch in anderen Religionen, wie Dionysoskult und Mithrasreligion) Mysterien eines symbolisch geübten Kannibalismus anknüpfte, stand die rituelle Speisevorschrift der "Kaschrut" (Verbot des - auch symbolischen - Genusses von Blut) entgegen. "Evangelien im Widerstreit: Johannes und Thomas" lautet das 2 Kapitel, in dem zunächst die Unterschiede zwischen den drei synoptischen Evangelien und dem Johannesevangelium (JohEv) dargestellt werden. Während die drei Synoptiker von einem singulären Seinsstatus Jesu als erhöhter Mensch (Rabbi, Messias, Sohn Gottes, Menschensohn etc.) ausgehen, erklärte alleine das JohEv Jesus zur Manifestation Gottes in Menschengestalt und vertrat damit eine damals heterodoxe Auffassung! Anders als die Evangelien des Markus, Matthäus und Lukas hat das JohEv jedoch eine Gemeinsamkeit mit dem etwa zur gleichen Zeit (um 100 n. Chr.) verfassten apokryphen Thomasevangelium (EvThom). Beide besitzen den höchsten Grad an Spiritualität und erheben den Anspruch, über die drei Synoptiker hinauszugehen, da sie behaupten, "Geheimwissen" zu enthüllen, welches Jesus nur seinen Jüngern offenbart habe. Während das EvThom die Fragen nach Handlungsweisen nicht mit Instruktionen, sondern in einer Weise, die an die Koans des Zen-Buddhismus (die Fähigkeit die Wahrheit zu entdecken, trägt jeder in sich selbst.) erinnert, beantwortet, legt das JohEv fest, dass man nur durch den Glauben an Jesus Gotterkenntnis und Ewiges Leben erlangen kann. Der Kernaussage des EvThom, nach der alle Menschen Jesu gleich sind oder werden können, setzt das JohEv die Einzigartigkeit Jesu, als einzigen Sohn Gottes (monogenes), "der nicht wie du und ich ist" entgegen. Das JohEv wurde eigens dazu geschrieben, den Apostel Thomas als ungläubig zu diskreditieren und das nach ihm benannte Evangelium zu desavouieren. Drittes Kapitel "Wort Gottes oder Menschenwort" und viertes Kapitel "Der Kanon der Wahrheit und der Sieg des Johannes" beschäftigen sich mit Verfolgung und Zersplitterung der christlichen Gemeinden im späten 2. Jahrhundert, als sich Irenäus von Lyon auf das bis heute gültige viergestaltige Evangelium festlegte und andere Visionen und Offenbarungen als häretisch verwarf. Die Aufnahme des JohEv in den Kanon des Neuen Testaments (NT), bei gleichzeitiger Verwerfung des ThomEv und anderer gnostischer Schriften (EvMaria Magdalena, EvPhilippus usw.), sollte die Formung und Einschränkung des heutigen abendländischen Christentums bewirken. Das 5. Kapitel "Kaiser Konstantin und die Geburt der katholischen Kirche" befasst sich mit dem Konzil von Nicäa (325), bei dem die Wesensgleichheit Jesu mit Gott (homousios) zum Dogma erhoben und das noch heute gültige Credo für eine weltweite, allgemeine und rechtgläubige (=katholische) Kirche verfasst wurde. Im Jahre 367 kanonisierte Athanasius mit seiner "Epistula festalis" dann 22 Bücher des AT und 27 Schriften des NT zur "Quelle des Heils". Gleichzeitig stellte er die bis heute gültige, alternativlose (orthodoxe) Schriftexegese sicher, die sich nur der "dianoia" (Vermögen den intendierten Sinn des Textes zu erkennen) bedienen darf. "Epinoia" (spirituelle Intuition) lehnte er als auf subjektiven Denken beruhende, und damit trügerische menschliche Veranlagung ab, da sie nur häretische Irrtümer hervorbringe.....

Das mit einem 26-seitigen Quellenverzeichnis, Personenregister, dem kompletten Text des EvThom und Auszügen anderer gnostischer Schriften aus dem 1945 entdeckten Nag Hamadi Kodex versehene Sachbuch ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten. Es kann allen Lesern empfohlen werden, die den Forderungen zu dogmatischen Bekenntnissen nicht nachkommen, sondern eigene spirituelle Wege beschreiten wollen.

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58 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Religionswissenschaftlerin Pagels geht nicht nur auf das Thomasevangelium ein, sondern öffnet mit diesem _Buch auch einen Zugang zu anderen neu entdeckten, bislang verschollenen, oder geheimgehaltenen Evangelien. Für mich haben sich diesbezüglich NEUE WELTEN AUFGETAN. Wer bislang Schwierigkeiten damit hatte, daß Gott nur außerhalb von uns zu finden wäre, sollte unbedingt dieses Buch lesen: "Das Königreich ist innerhalb von euch und außerhalb von euch" und bei Thomas lehrt Jesus seine Jünger, daß nicht allein er aus dem göttlichen Licht kommt, sondern, daß wir alle dorther stammen. Wenn sie zu euch sagen: "Woher stammt ihr?,(dann) sagt ihnen: " Wir sind aus dem Licht gekommen, dem Ort, wo das Licht entstanden ist durch sich selbst, (sich) hingestellt hat und in ihrem Bild erschienen ist." Wenn sie zu euch sagen" Wer seid ihr?", sagt: "Wir sind seine Kinder, und wir sind die Erwählten des lebendigen Vaters." Außerdem, so wird hier dargestellt ist nicht Jesus allein der Sohn Gottes, sondern wir sind alle seine Töchter und Söhne.

Unter den frühchristlichen Schriften, die 1945 in der Nähe der ägyptischen Stadt Nag Hammadi gefunden worden sind, befindet sich auch das Thomas-Evangelium. Dieses Evangelium ist den bekannten vier Evangelien sehr ähnlich und wahrscheinlich noch früher als sie entstanden. Die geheimen Jesusworte, die es überliefert, weisen aber in eine radikal andere, eine mystische, geradezu buddhistisch anmutende Richtung. Wie ist dieses Evangelium entstanden? Warum wurde es nicht ins Neue Testament aufgenommen? Und kann es für uns heute noch von Bedeutung sein? Diese Fragen behandelt Elaine Pagels, die mit ihren Forschungen über die gnostischen Evangelien unser Wissen vom frühen Christentum revolutioniert hat, nicht nur aus wissenschaftlicher Neugierde. Sie berichtet eindringlich von persönlichen Erfahrungen, die sie zu der Frage geführt haben, warum das ursprünglich so vielfältige, reichhaltige und bis heute faszinierende Christentum ein so enges, dogmatisches Glaubenskorsett entwickelt hat. Ihr Buch bietet nicht nur überraschende Einblicke in ein nahezu zwei Jahrtausende lang verschollenes und totgeschwiegenes Evangelium, sondern ist auch ein sehr persönliches Plädoyer für ein Christentum, das sich auf seine ursprüngliche Weite und Vielfalt rückbesinnt.
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Elaine Pagels führt gut geschrieben, aber sicher nicht ganz einfach in die Welt der frühen Christen, ins Thomasevangelium und die anderen apokryphen Texte, die sie noch streift - das Johannes-Apokryphon, das Evangelium der Maria Magdalena und vieler anderer. Sie bewegt sich auf dem schmalen Pfad zwischen populärwissenschaftlichem Werk - das soll es der Aufmachung nach sicher sein - und theologischem Fachbuch, was es oft genug auch ist. Einerseits sollte man keine leichte Lektüre erwarten, da Zitate und Übersetzungen genauso ein bisschen kämpfen lassen wie viele Anmerkungen, die man sich durchlesen kann, aber nicht muss.

Was Pagels da auflistet, ist nicht völlig überraschend. Wer sich ein bisschen mit Theologie beschäftigt hat, weiß vermutlich, dass das Konzil von Nicäa die Göttlichkeit Jesu erst beschloss. Aber sowohl die Aufschlüsselung der Strömungen, die dahin führten, als auch die Alternative, die ja auch für Christen heute interessant sein könnte und sollte. Hier gibt es eine Möglichkeit des lebendigen Glaubens, ohne dass das Gehirn abgeschaltet werden muss, ohne die große Erlösungsbotschaft, aber mit einem allumfassenden Toleranzgebot. Und da ist es nur schlüssig, dass das Thomasevangelium dann auch vollständig Teil des Buches ist. Hier kann sich also jeder selbst von diesem Text überzeugen. Durchaus spannende Lektüre, besonders für Menschen, denen der traditionelle Glaube zu naiv ist. Ein Sonderlob übrigens an den Übersetzer Kurt Neff, der ja nicht nur aus dem Englischen übersetzen, sondern auch das Hebräische und Altgriechische im Auge behalten musste.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Das Geheimnis des fünften Evangeliums
vor diesem buch kann ich diejenigen leser, die sich mit der bibel und dem christentum auskennen, nur warnen: es ist eine rechthaberische plauderei, mehr nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von chris bezzel veröffentlicht
Geheimnis des fünften Evangeliums
Elaine Pagels beschäftigt sich in ihrem Buch ,,Das Geheimnis des fünften Evangeliums" hauptsächlich mit der Frage warum gerade das Matthäus, Markus, Lukas und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2010 von Ines Müller
Das Geheimnis des fünften Evangeliums
Sehr gutes Buch, man muss sich nur damit befassen und nicht eingenommen anfangen zu lesen. Sehr zu empfehlen.
Veröffentlicht am 15. Mai 2009 von J. Schober
Geschichte des Frühchristentums
Um das Buch verständlicher zu machen, werde ich hiermit die Inhaltsangabe posten:

0.Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe

1. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2008 von J. Paul
wahrheit oder nicht wahrheit?
jeder von uns möchte doch ein wenig licht in das dunkle bringen.
dafür müss man nicht bibelleser sein. mir geht es jedenfalls so. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. April 2008 von Adolf Burkart
Thomasevangelium?
Insbesondere der deutsche Titel dürfte etwas fehl am Platze sein! Außer in Kapitel 2 spielt das Thomasevangelium kaum eine Rolle. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Februar 2008 von Dr. Bernd Oesterle
Hochinteressant
Es nervt zwar ein bisschen, dass Elaine Pagels ihre eigen Erfahrungen mit der katholischen Kirche einfließen lässt und dem Buch dadurch an der ein oder anderen Stelle... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juli 2007 von Ralf Bernhard
Thema verfehlt
Leider musste ich feststellen, dass die Autorin völlig das Thema verfehlt hat. Ein passenderer Titel für dieses Buch währe wohl "Die Geschichte des Christentums -... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2005 von N.G.
Sehr intressantes Buch!
Dieses Buch handelt über den Streit, ob Christus ein Teil von uns ist oder nur Gott. Die Frage ist, ob Christus in uns vorhanden ist und Teil von uns ist, oder ob er... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2004 von Johannes Hoeggerl
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