Wie in seinen "modernen" Krimis legt Jürgen Kehrer auch hier Wert auf genaue Recherche und detailgetreues Erzählen. Was in Zeiten der Aldi Märkte und ihrer Angebote an Blumenzwiebeln kaum nachvollziehbar scheint, wird hier zum Mordmotiv: eine Tulpenzwiebel. Der Leser wird auf der Suche nach dem Mörder auf den Spuren Kettelers durch das nichtelektrifizierte, gruselig anmutende Münster geführt und erlebt mit dem menschlichen Protagonisten eine Zeit ohne E-mails und Telefone, eine Zeit in der keine DNA-Analysen den Mörder entlarven, wie der Freigraf versucht, den Tulpenmörder zu stellen. Das Buch ist spannend geschrieben und ein absolutes Muß für alle Fans historischer Kriminalromane.