Nachdem ich „Die Chefin", „Merkels Tochter" und „Die Sünderin" gelesen habe, sprach mich der Klappentext zu „Das Geheimnis der Puppe" sofort an.
Die Geschichte von Laura und Tom, dem Ich-Erzähler, fesselte mich von Anfang an. Ihre Geschichte ist schnell erzählt: Laura ist Werbegrafikerin, Tom Schriftsteller. Sie lernen sich in jungen Jahren kennen und lieben, sie unterstützt ihn bei seiner Karriere und nimmt ihre eigene trotz der Geburt des ersten Kindes auch in die Hand. Alles scheint perfekt, nur das schlechte Verhältnis von Laura zu ihrer Mutter trübt alles ein wenig. Diese leidet seit ihrer Schwangerschaft an einer Psychose.
Als Laura zum zweiten Mal schwanger wird, zieht das junge Paar in ein großes Haus. Wie der Zufall es will, war Lauras Mutter als junges Mädchen in dem Haus Dienstmädchen. Laura und Tom entdecken immer wieder eine alte Stoffpuppe, auch scheint es, als ob jemand nachts in dem ehemaligen Dienstmädchen-Zimmer schlafen würde... Als Laura in alten Fotoalben und dem Tagebuch des verstorbenen Hausherrn blättert, wird schnell klar, dass dieses Haus etwas mit der Psychose ihrer Mutter zu tun hat...
Durch die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit bekommt man als Leser die Gelegenheit, Vermutungen anzustellen. Doch das Ende ist trotzdem unerwartet und nicht ganz schlüssig. Im Gegensatz zu den oben genannten Büchern eine ganz andere Geschichte, die mich zwischendurch dann doch nicht so ganz fesselte. Wem der Stil von Petra Hammesfahr gefällt, dem wird aber auch dieser Roman gefallen.
Das einzige, was ich negativ anmerken muss ist das Drehbuch, an dem Tom arbeitet. Mit dieser Geschichte füllt die Autorin ganze Absätze. Man bekommt das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte nicht lang genug war und die Seiten sich so gut füllen ließen.
Trotzdem 3 Sterne und bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin!