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Das Geheimnis des Myrtenzimmers. [Taschenbuch]

Wilkie Collins
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1997
Eine reiche, unfruchtbare Frau gibt auf sehr geschickte Weise das uneheliche Kind ihrer Zofe und eines Minenarbeiters als das ihre aus. Niemand schöpft Verdacht, und die kleine Rosamund wächst als Tochter der reichen, sehr geachteten Familie Treverton auf. Als die angebliche Mutter sehr jung im Sterben liegt, bereut sie ihre Tat, vermag aber nicht, ihrem Gatten selbst den Betrug zu gestehen. Sie legt ein schriftliches Geständnis ab und beauftragt die Zofe, nach ihrem Tode die Kindesunterschiebung aufzudecken. Diese bringt es nicht übers Herz, dem Witwer, der sich um so enger an seine vermeintliche kleine Tochter klammert, die Wahrheit zu gestehen. Sie verbirgt die Notiz mit dem Geständnis im -Myrtenzimmer-, einem unbewohnten Raum des großen Landsitzes und verschwindet spurlos. Nach vielen Jahren führt eine Verkettung von sonderbaren Umständen unweigerlich zur Enthüllung des Geheimnisses.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 394 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596137667
  • ISBN-13: 978-3596137664
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,5 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 341.931 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Wilkie Collins, geboren 1824 in London als ältester Sohn des Landschaftsmalers William Collins und 1889 gestorben, hatte zunächst die juristische Laufbahn eingeschlagen, bis er beschloß, das Aufdecken von Kriminalfällen und Geheimnissen ausschließlich literarisch in Szene zu setzen. Er schrieb neben seinen Kurzgeschichten und Theaterstücken über dreißig Romane.
Seine heute berühmtesten Werke "Der Monddiamant", in dem der erste Detektiv in der englischen Literatur auftritt, und "Die Frau in Weiß", ein poetischer, mystisch-mysteriöser Thriller, fanden bereits beim zeitgenössischen Publikum größten Beifall.

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4.0 von 5 Sternen Rätselhaft und undurchschaubar 22. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Eine überaus spannende Geschichte um eine auf merkwürdige Art frühzeitig gealterte Frau, die von Schwermut gezeichnet ist, wird hier erzählt. Durch ihre Moral an ein Versprechen gebunden, sowie die Gewissheit, einen Menschen mit der Wahrheit tief zu verletzen, verzichtet diese Frau auf ihr persönliches Glück.
Die unergründlich seltsamen Empfindungen, die ein seit langem leer stehendes Zimmer beim Betreten in einem auslösen, werden auf meisterhafte Art beinahe körperlich spürbar rübergebracht.
Ebenso wie Daphne du Maurier in ihrem unvergesslichen Roman „Rebecca" , versteht es Wilkie Collins außerordentlich, geheimnisvolle Stimmungen zu erzeugen.

Petra, Köthen

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geheimnisvolles Frühwerk Collins' 22. Januar 2005
Von Amazon bestätigter Kauf
Wilkie Collins war neben Charles Dickens einer der erfolgreichsten Romanciers des viktorinanischen Englands. Seinen Ruhm begründete vor allem ein Werk: Der 1860er Roman Die Frau in Weiß. Kein Wunder, dass Collins' Grabstein ihn als Autor eben jenes Meisterwerkes ausweist.
Dickens' Weggefährte hatte ein ganz eigenes Verfahren entwickelt, die Handlung voranzutreiben: Er ließ (wie auch im späteren Roman Der Monddiamant) verschiedene Personen aus der Ich-Perspektive ihre Sichtweise zu Kriminalfall oder Geheimnis kundtun, erschuf gewissermaßen ein literarisches Puzzle. Im vorliegenden Roman von 1854 tat er dies noch nicht, vielmehr begleitet er hier als allwissender Erzähler die handelnden Personen, doch auch dieser Ansatz ist sehr angenehm - und teils höchst vergnüglich zu lesen.

Die Geschichte beginnt mit dem nahenden Tode einer Lady: Sie lässt, zu schwach es selbst zu tun, ihre Zofe ihr Lebensgeheimnis niederschreiben, damit diese es später dem trauernden Manne übergeben könne. Die Zofe ist entsetzt und will ihre Herrin überreden, das unselige Geheimnis mit ins Grabe zu nehmen. Doch die Dame ist nicht für ihre Einsichtsfähigkeit bekannt und nimmt der zitternden Zofe (unter Drohungen, sie bei Zuwiderhandlung als Geist heimzusuchen) den Schwur ab, das Dokument weder zu vernichten, noch aus dem Herrenhaus zu entfernen. Als sie auch noch den Schwur verlagen will, das Geschriebene auch wirklich dem Manne zu geben, schneidet ihr der Sensenmann das letzte Wort ab.
Die Zofe versteckt das Dokument in einem verfallenen Flügel des Herrenhauses und flüchtet in heller Aufregung.

Jahre später ist die Tochter der verstorbenen Lady selbst zu einer Dame herangereift, heiratet einen Blinden und will nach langer Zeit der Abwesenheit - schwanger - wieder in das Haus ihrer Kindheit - Porthgenna Tower - zurückkehren. Unterwegs bekommt sie aber die Wehen und muss in einem kleinen Gasthaus mitten in Corwall bleiben, bis das Baby zur Welt gebracht ist und die Kindbettwochen überstanden sind. Gepflegt wird sie dabei von einer offenbar verschüchterten Fremden - die sich überaus merkwürdig verhält, und ihr auf unheimliche Weise zu nahe kommt. Voller Angst schlägt sie Alarm und lässt die Fremde hinauswerfen - allerdings nicht ohne schlechtes Gewissen und verwirrende Empfindungen in ihrer Brust.
Als sie später in Porthgenna Tower anlangen, erzählt ihnen das Personal von höchst befremdlichen Vorgängen: Eine verstörte Frau hätte Einlass erbeten - und wäre in den verfallenen Flügel des Hauses gestürmt, wo sie allerdings zusammenbrach ohne Schaden anrichten zu können.
Voller Neugier begeben sich die neue Herrin von Porthgenna Tower und ihr Blinder Mann auf Spurensuche und kommen auf die Fährte des erschütternden Geheimnissen, dass ihnen buchstäblich den Boden unter den Füßen wegreißt...

Ich wage einmal die Voraussage, dass nahezu niemand vorherzusehen vermag, wie sich die Geschichte auflösen wird. Collins erweist sich einmal mehr als ein Meister der Verschleierung und des Versteckens, als geborener Geheimniskrämer. Zwischenzeitlich ist seinem Roman allerdings anzumerken, dass er den Zenith seines Könnens noch nicht erreicht hat: Es zieht sich bisweilen ein wenig. Daher auch der Punktabzug...
Dennoch: Wer geheimnisvolle Schmöker englischer Schule mag - etwa Rebecca, Die dreizehnte Geschichte oder eben das oben genannte Meisterwerk von Wilkie Collins, dem sei dieses Buch herzlich anempfohlen. Leider ist es nur noch antiquarisch zu bekommen, dennoch: es lohnt sich!

Entgegen meiner ersten Einschätzung ist übrigens die Übersetzung sehr gelungen. Ich habe absolut nichts zu beanstanden.
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