Wer SF-Fan ist und "Der Untergang der Stadt Passau" und/oder "An den Feuern der Leyermark" als speziell baierische (die Schreibweise ist die von Amery selber als echt bezeichnete) Science Fiction genossen hat, möchte mehr von ihm lesen. Mit "Das Geheimnis der Krypta" mag er enttäuscht oder reich beschenkt sein, und vermutlich beides in einer Person. Kritischer, pointierter, mehr Aufmerksamkeit fordernd als in den beiden vorgenannten Romanen arbeitet der Mitgründer der "Grünen" hier die Schwachstellen unserer Zivilisation heraus und bietet dem Leser einen prall mit historischen Details und mit Lokalkolorit der Stadt Freising gefüllten Bilderbogen dar, der in seiner Alternativ-Menschheitsgeschichte echter ist als die Beschreibung der wirklichen Neuzeit.