Wurde der Inquisitor dem Leser im dritten Teil erstmals als Sympathieträger präsentiert, so rudert Evangelisti hier wieder zurück. Jetzt ist Eymerich wieder die blutrünstige, psychopathische Bestie. Dieses Mal muß er einen vorchristlichen Fruchtbarkeitskult auf Sardinien ausräuchern. Natürlich gibt
es wieder mehrere Handlungsstränge. Surrealistisch gebärten sich die SF-Handlungsstränge. Sie spielen über weite Teile in der in totalitäre Teilstaaten zerfallenen USA der Zukunft. Wie schon im dritten Teil sind Evangelistis Visionen apokalyptisch. An Hieronymus Bosch erinnernde Bilder fegen dem geneigten Leser durch den Kopf. Aber Evangelisti sollte aufpassen: die Bilderflut rettet diesen Roman, der Plot ist sicher der schwächste im Inquisitor-Zyklus bisher.