"Das Geheimnis der Hebamme" ist ein perfektes Beispiel dafür, dass man nicht vorschnell über Bücher urteilen sollte und sich Durchhalten durchaus mal lohnen kann. Am Anfang war ich nämlich schon ganz kurz davor es wegzulegen, so sehr erinnerte es mich an die "Wanderhure", die mir so gar nicht gefallen hat, doch ich bin dran geblieben und bin schließlich sehr froh darüber, denn dieser Roman wurde zu einem richtig schönem Buch. :-)
Die Liebesgeschichte zwischen Marthe und Christian, die hier wie ich finde den Mittelpunkt des Buches darstellt und um die und für die, meinem Empfinden nach, alles herumgestrickt wurde was geschah, ist schön und geht einem ans Herz. Marthe und besonders Christian sind dabei sehr sympathisch, doch auch die anderen Personen wie Lukas oder auch Jonas und Karl mochte ich gerne.
Sicher werden hier so mache Klischees bedient, vor allem die Darstellung von Gut und Böse ist ein einziges Klischee, was das Buch auch teilweise vorhersehbar macht, doch trotzdem ist die Geschichte sympathisch und wächst einem irgendwie ans Herz.
Was den Schreibstil angeht, der war schon o.k., man merkte dem Buch jedoch an, dass dies Frau Eberts erster Versuch im Romangenre ist und sie was das angeht noch etwas Übung braucht und kein Naturtalent ist. Vor allem die Dialoge hätten um einiges Besser sein können.
Fazit: Trotz der kleinen Schönheitsfehler ein schönes Buch und ich werde auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen.