Wenn man bei google die Begriffe "morph" und "Feld" gemeinsam eingibt, kommt man auf 493.000 Treffer. Ich beschäftige mich mit der Hypothese der Morphischen Felder seit 1988 und halte seit 1998 auch Vorträge und Seminare zu diesem Thema. Aus der Erfahrung vieler Gespräche behaupte ich, dass geschätzte Zweidrittel der Menschen, die diese oder ähnliche Begriffe im Munde führen, nur eine sehr, sehr wage Vorstellung von dem haben, was Rupert Sheldrake unter Morphischer Resonanz, Morphischen oder Morphogenetischen Feldern (morphé=griechisch Gestalt, Form) versteht. Da ich beruflich vielen Wissenschaftlern begegnet bin, kann ich mit tiefster Überzeugung sagen: Rupert Sheldrake ist der demokratischste Wissenschaftler, den ich kenne! Er ist von dem Bedürfnis beseelt, sein Wissen mit jedem zu teilen, den es interessiert, ohne dass er irgendetwas zurückhalten würde.
In seinem jüngst in völliger Überarbeitung neu erschienen Grundlagenwerk "Das Gedächtnis der Natur" ist dieses Bedürfnis sofort zu spüren: er will verstanden werden, auch und gerade von Nicht-Wissenschaftlern, den sogenannten Laien (Charles Darwin war übrigens auch ein Laie und kein Akademiker)! Die Neuauflage nach gut 20 Jahren bietet gegenüber der Erstausgabe einen fundierten Rückblick auf die zerplatzen Träume der Genetik, das Leben aus den Genen erklären zu wollen. Zudem, und auch das hat es für mich so spannend gemacht, die Neuauflage zu lesen, wird der Dialog mit der Quantenphysik auch in der Person des mittlerweile verstorbenen David Bohm aufgenommen. Wer sich wirklich in diese Materie einlesen will, dem lege ich dieses Buch dringend ans Herz! Schon die erste Ausgabe war mir eine wahre Schatzkammer, Zusammenhänge der Entwicklung von den kleinsten "Bausteinen" der Materie, über das Verhalten von Schwärmen und auch des Menschen bis hin zu Galaxiehaufen verstehen lernen zu können. Bereits als Jugendlicher konnte mich die rein materialistische Deutung, wie sie zum Beispiel Jacques Monod in "Zufall und Notwendigkeit" zum Ausdruck bringt, überhaupt nicht überzeugen, ja hat meinen heftigsten inneren Widerstand herausgefordert. Sheldrakes Erklärungsmodell dagegen hatte von Anfang an Mut machende Konsequenzen für meinen Lebensalltag! Denn, dass wir mit allem Leben auf multidimensionale Weise verbunden sind (wie uns die Quantenphysik bestätigt), das darf ich jeden Tag auf's Neue, zum Beispiel durch telepathische Erlebnisse, erfahren, und das bereichert mein Leben mit Glück und Freude.