Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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102 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Informativ und unterhaltsam, 25. August 2008
"Die Un-Arbeitlosen sind die wahren Frustrierten" - sagen die Autoren. Das ist ein ziemlich mutiger Spruch, wenn man bedenkt, dass Arbeitslosigkeit immer noch ein großes Problem hierzulande ist. Aber es ist auch irgendwie etwas Wahres daran: Wenn sich zig Millionen Menschen jeden Tag lustlos ins Büro schleppen und dort unbeteiligt ihre Zeit absitzen, dann verursacht das nicht nur einen hübschen volkswirtschaftlichen Schaden. Es macht für eine riesige Masse in unserer Gesellschaft das Leben jeden Tag erneut zur Qual. So gesehen haben die Autoren schon Recht, wenn sie dafür plädieren, auch "das Schicksal der Un-Arbeitslosen" ernster zu nehmen. Dieses Massenproblem ist bislang völlig unterschätzt, viele leiden einfach im Stillen vor sich hin. Dabei geht es fast allen gleich.
Die Autoren gehen das Thema in zwei Schritten an. Im ersten Teil des Buchs untersuchen sie die häufigsten Ursachen für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Hier dürfte sich jeder irgendwo wieder finden: Zu wenig Geld, zu wenig Anerkennung, zu wenig Gestaltungsspielraum, alle Leute um einen herum nerven einfach nur noch. Jeder kennt das. Interessant wird es, wenn die Autoren erklären, warum diese Dinge immer und überall so sein werden. Jedes einzelne Problem untersuchen sie ausführlich. So gibt es zum Beispiel zum Thema Geld einige hoch spannende Studien, die belegen, dass wir von vornherein nie einen Job finden können, in dem wir "genug" verdienen. Die Suche nach einem solchen Job ist also von vornherein sinnlose Zeitverschwendung. Die Autoren belegen das u.a. mit dem so genannten "Zwei-Welten"-Experiment. Auch erklären sie einleuchtend, warum wir immer zu wenig Lob und Anerkennung bekommen werden, egal in welchem Job wir sind. Die Schlussfolgerung ist: Es ist egal, für wen wir arbeiten. Alle Jobs sind im Prinzip gleich. Die Probleme, über die wir klagen, sind untrennbar mit der Arbeitswelt und der menschlichen Psyche verbunden. Immer wieder den Job zu wechseln und zu hoffen "Beim nächsten Chef wird alles anders", ist daher naiv. Dieser Schlussfolgerung der Autoren wird man ohne Zweifel zustimmen, nachdem man ihre informativ-unterhaltsamen Ausführungen gelesen hat. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich sehr oft beim Lesen einfach nicken musste. Es ist erstaunlich, was wir uns Tag für Tag so alles vormachen.
Aber die Autoren lassen uns mit dieser Erkenntnis nicht allein. Im zweiten Teil des Buchs gibt es ganz konkrete psychologische Übungen, die - anstelle eines Jobwechsels - für mehr Zufriedenheit sorgen können. So kann man lernen, seine materielle Zufriedenheit auch ohne ständigen Gehaltssprung zu steigern. Man kann mit einfachen Übungen seine Selbstachtung stärken und sich auf diese Weise unabhängig davon machen, ob der Chef gerade mal wieder einen schlechten Tag hat oder ausnahmsweise mit dem richtigen Fuß zuerst aufgestanden ist. Für die Kommunikation mit den Kollegen finde ich die Strategie der Ich-Botschaft" unschlagbar.
Insgesamt staunt man, wie viel man über sich selbst lernen und in seinem Leben ändern kann, wenn man sich mal ein kleines bisschen Zeit für sich selbst nimmt. Natürlich hängt das auch davon ab, was man aus den Erkenntnissen macht. Man kann im besten Fall viel für den Rest seines Lebens gewinnen - im schlechtesten Fall "verliert" man 19,90 Euro und einen Sonntagnachmittag Lesezeit. Dieses Risiko ist mehr als vertretbar.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der "Zurhorst" für die Arbeitswelt, 27. August 2008
Eva-Maria Zurhorst hat mit ihrem Bestseller "Liebe dich selbst - Und es ist egal, wen Du heiratest" vielen Menschen geholfen, aus der ständigen rastlosen Suche nach dem perfekten Partner eine gelassene, zufriedene Beziehung mit dem Partner zu machen, den sie haben. Volker Kitz und Manuel Tusch greifen den Grundgedanken auf und wenden ihn auf die Arbeitswelt an. Der Untertitel "Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten" lehnt sich deutlich an Zurhorst an - und legt die Latte damit ziemlich hoch.
Aber die Autoren halten, was sie versprechen: Sehr gründlich untersuchen sie die Hintergründe der Arbeitswelt und des menschlichen Zusammenseins, leiten daraus Einsichten mit Aha-Effekt ab und geben konkreten Handlungsempfehlungen für den Alltag.
Insgesamt finde ich das Buch noch viel brauchbarer als den Zurhorst-Bestseller - einfach weil es sehr viel mehr Informationen und Ratschläge enthält und vor allem flüssiger und unterhaltsamer geschrieben ist. Wer Zurhorst mochte, wird Kitz/Tusch lieben.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine ehrliche Hilfe, 3. September 2008
Mir hat das Frust Job Killer Buch besonders gut gefallen, weil es so ehrlich ist. Die Autoren behaupten: Es ist egal für wen Sie arbeiten - alle Jobs sind gleich. Damit war ich am Anfang nicht einverstanden, denn ich selbst habe seit vielen Jahren schon Schwierigkeiten in meinem Job, ich arbeite in einem Altenheim. Eine Freundin hat mir das Buch geschenkt und ich war zuerst ein bisschen sauer, weil ich es so einfach fand, zu behaupten, ich sei selbst verantwortlich. Mehr oder weniger widerwillig habe ich dann abends in das Buch reingeschnuppert, eigentlich nur, weil das Cover auf meinem Nachttisch so freundlich aussah. Nach und nach hat mich die Logik der Autoren in ihren Bann gezogen. Von A bis Z wird begründet und auch wissenschaftlich belegt, weshalb wir immer wieder mit den selben Grundproblemen konfrontiert werden, wenn wir nicht an uns selbst arbeiten. Am Ende des ersten Teils stand ich dann ganz schön ernüchtert da. Ich habe unheimlich viele Parallelen zu meiner eigenen Situation ziehen können und war wirklich überrascht, dass die Autoren anscheinend so tief in die Praxis eingetaucht sind. Ich schreibe das nur, weil ich schon viele Ratgeber aus dem Bereich kenne und mich bislang noch nichts so richtig überzeugen konnte. Besonders dankbar war ich deshalb für den Übungsteil im Buch, denn hier gibt es konkrete, praxisnahe und vor allem konstruktive (!) Hinweise, was man selbst alles tun kann - und das ist eine ganze Menge!!! Damit war mir sehr geholfen. Ich habe meiner Freundin "verziehen", im Gegenteil, und habe selbst schon 2 Kolleginnen das Buch geschenkt. Es ist wirklich ein ideales Geschenk, denn es hat einen seriösen Hintergrund und nimmt die Probleme der Menschen erst. Gleichzeitig ist es sehr leserlich geschrieben und es gibt auch das eine oder andere witzige Beispiel aus dem Leben der Autoren, das zeigt, dass sie auch keine Götter, sondern nur arbeitende Menschen sind. Das macht sie so sympathisch. Mehr davon!
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