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Produktinformation
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Bei einer Handlung wie dieser zwingt sich ein Vergleich mit Das Blair Witch Projekt förmlich auf. Das Blair Witch Projekt, in der Relation Herstellungskosten/Einspielergebnis einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, erzählte eine nicht unähnliche Geschichte: Drei Filmstudenten gehen in einem Wald auf Hexenjagd -- und verschwinden. Gefunden wird nur ihr Filmmaterial. Während sich die amerikanischen Kinogänger zu Tode gruselten, gähnte der größte Teil des deutschen Publikums. Als Grund wird die Darstellung des Waldes im Blair Witch Projekt genannt: Der Wald ist kaum mehr als ein Birkenwäldchen. Das deutsche Publikum aber ist mit den Märchen der Gebrüder Grimm und ihren Erzählungen von dunklen Wäldern aufgewachsen. Mit diesen Märchen konnte der Film nicht konkurrieren.
Anders sieht dies im Fall von The St. Francisville Experiment aus. Ein Spukhaus ist ein viel universellerer Spielort, den auch das deutsche Publikum als Spielort eines Horrorfilmes akzeptieren kann. Gewürzt mit einer knackigen Hintergrundgeschichte über die Seelen Geknechteter, die keine Gerechtigkeit erfahren haben, kann dann eigentlich nicht mehr allzu viel schief gehen.
Dabei beginnt The St. Francisville Experiment behäbig. Am Anfang stehen Interviews mit paranormal begabten Personen sowie Historikern, die dem Zuschauer die Lebensgeschichte der Delphine erzählen. Schließlich gehen die vier Studenten, ein jeder mit einer Kamera ausgerüstet, in das Haus hinein. Ihre Aufgabe ist es, mit den Geistern Kontakt aufzunehmen. Die Vier haben sich aus unterschiedlichen Gründen für dieses Experiment gemeldet. Da ist das Mädchen, das glaubt, ein Medium zu sein und ihre medialen Fähigkeiten testen möchte. Da ist der junge Filmstudent, der in diesem Job eine handwerklich interessante Herausforderung sieht. Es gibt den Jungen, den die Geschichte reizt. Und ein Mädchen, das einfach nur ein paar Dollar verdienen möchte.
Zunächst bekommt der Zuschauer ein paar gähnend langweilige, billige Tricks zu sehen. Eine Katze, die aus einem Schrank springt und für einen Schockmoment sorgen soll. Oder es knartzt eine Tür. Doch Vorsicht! Diese halbe Stunde hat nur einen Zweck: Den Zuschauer in Sicherheit zu wiegen. Nach 30 Minuten etwa fängt eine Kamera zufällig einen von Geisterhand bewegten Stuhl ein -- und ab diesem Moment macht The St. Francisville Experiment nur noch Angst. Die Gespenster sind keine Trugbilder. Sie sind real. Und ihre Freundlichkeit hält sich in Grenzen.
Die Atmosphäre des Filmes ist erdrückend, vor den schauspielerischen Leistungen der unbekannten Darsteller kann man nur den Hut ziehen. Dass der Film darüber hinaus fast ohne Spezialeffekte auskommt, sei ebenso lobend erwähnt. --Christian Lukas
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Zuerst gibt es einige Anlaufprobleme, was die Spannung betrifft. Die vierköpfige Gruppe unternimmt eine Menge Rituale, die etwas betulich wirken, und manche Dinge - wie zum Beispiel das superordentliche Haus - sind etwas hanebüchen. Aber: die Spannung baut sich langsam und systematisch auf. Und die letzte halbe Stunde hat's dann auch echt in sich! Wow!
Noch ein bißchen mehr Tiefgang, was die LaLaurie-Story aus dem 19. Jahrhundert betrifft, wäre klasse gewesen und hätte dem Film gutgetan. Aber eine Blair-Witch-Kopie... kann ich so nicht empfinden, da gibt's andere Filme...
Mein Fazit: ein bißchen mehr sorgfalt und Tiefgang wäre gut gewesen, aber seinen Auftrag erfüllt dieser Film - er gruselt mächtig!!
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