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Das Fräulein von Scuderi
 
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Das Fräulein von Scuderi [Taschenbuch]

E T A Hoffmann
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 79 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150000254
  • ISBN-13: 978-3150000250
  • Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 9,8 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.301 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ernst T. A. Hoffmann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Text in neuer Rechtschreibung. Nachwort

Autorenportrait

Ernst Theodor Wilhelm, später Ernst Theodor Amadeus Hoffmann wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren und starb 1822 in Berlin. Er absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft.
Vielfältig begabt in den Künsten, arbeitete er als Musiker, Kapellmeister, Komponist, Zeichner - und natürlich als Literat. Einige seiner Werke: 'Fantasiestücke', 'Nachtstücke', 'Die Serapionsbrüder', 'Lebens-Ansichten des Katers Murr'. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Fast hätte ein Unschuldiger sein Leben am Schafott ausgehaucht, fast hätte ein unschuldiges junges Mädchen seinen Liebsten betrauern müssen... Aber wenn alle Tatumstände gegen den armen Verdächtigen sprechen, dann ist die ermittelnde Miss Marpl... pardon, das Fräulein von Scuderi zur Stelle. Ja, richtig gelesen: Diese Erzählung von E.T.A. Hoffmann liest sich durchaus wie eine anachronistische Agatha Christie, wenn man als Leser die Ehrfurcht vor dem großen Namen über Bord wirft und ganz unbedarft einfach so losliest. Freilich, ich gesteh's: Wer nun einen bis ins letzte Detail ausgefuchsten Krimi erwartet, wird ein wenig enttäuscht sein. "Das Fräulein von Scuderi" hat dafür anderes zu bieten: eine Mischung aus Detektivroman (und zwar einem der ersten Vertreter des Genres, sogar noch vor Edgar Allan Poe), historischer Erzählung und Schelmenstück ganz in der Tradition der deutschen Romantik. Geschrieben wurde das alles von einem Meister des romantisch-ironischen Abstandes.

Wir befinden uns im Paris Ludwigs XIV., inmitten einer Gesellschaft im Umbruch also. Einerseits eine nach klarer Struktur und Ratio strebende Gesellschaft der Aufklärung, andererseits ihre verborgene Seite, die sich des Nachts austobt. Königlicher Anspruch, durchstrukturierte moderne Bürokratie... und dann dieses dämonische Etwas, dem sich nicht beikommen lässt. Das heißt, beikommen lässt sich dem schon -- aber nur von einem liebenswürdigen altmodischen Fräulein, das seinerseits wie ein Relikt aus überkommener Epoche wirkt und nicht so recht in die durchstrukturierte moderne Bürokratie passen will. (Was will uns der Dichter damit sagen?)
Ständige nächtliche Raubüberfälle auf galante Herren von Stande, unterwegs in pikanter Angelegenheit. Blutgerichte zuhauf im Paris Ludwigs XIV., eine Art säkulare Inquisition feiert fröhliche Urständ... und doch alles vergebens. Und nun das: Ein verhängnisvolles wertvolles Geschmeide, zu nächtlicher Stunde unter furchterregenden Umständen von einem geheimnisvollen Unbekannten dem Fräulein von Scuderi zu treuen Händen übergeben, lässt sich partout nicht rechtzeitig dem geheimnisumwitterten Eigentümer zurückgeben. Das Geschmeide kann nur von einem Juwelier stammen -- und der wird bald darauf feige gemeuchelt, und der sinistre Mörder auch alsobald dingfest gemacht: Ausgerechnet der arglose Geselle des Meisters scheint es zu sein, wer hätte das gedacht!
Aber wie gesagt: Jetzt tritt das Fräulein von Scuderi auf die literarische Bühne und bietet der ganzen bürokratischen Maschinerie die Stirn. Und sie denkt und denkt und denkt. Und am Ende bleibt kein loser Faden zurück bei ihrem gedachten Gewebe. Freilich greift dem Fräulein dabei der Zufall wacker unter die Arme. Dennoch gilt: Sie wagt's! Und sie gewinnt. Außerdem gewinnt die Unschuld, und die Liebe gewinnt natürlich auch. Und das Wort gewinnt, dieses eigensinnige altmodische unschuldige Wort, dem nicht mal der absolutistische König par excellence gewachsen ist.

Und der Leser hat auch gewonnen, denn der eigentliche Reiz dieser Erzählung besteht nicht so sehr in ihrer Handlung; die ist sogar recht bald absehbar. Der eigentliche Reiz besteht auch nicht in der geschickten Vermittlung des historischen Hintergrundes, obwohl Hoffmann viel solide Information in wenige (Ab-)Sätze verpackt, ohne in schwülstige Gelehrsamkeit zu verfallen, und der ein lebendiges Bild vermittelt vom Paris des ausgehenden 17. Jahrhunderts.
Der eigentliche Reiz besteht in der "protestantischen Freude am Wort", denn die feiert hier fröhliche Urständ. Hoffmann reizt hier die Stilmittel aus, scheut weder vor Schmachtroman-Vokabular zurück noch vor Anspielungen auf die Passionsgeschichte noch vorm Sprachduktus der historischen Chronik. Er spiegelt Motive und Szenen gegeneinander und nimmt in ihnen Handlungsstränge vorweg.
Nichts für eilige Leser also; man muss schon genau lesen, auf die Worte und Formulierungen achten und sie sich auf der Zunge zergehen lassen, und wirkten sie zunächst noch so unscheinbar: Menschliche Psyche und Absichten können sich hier womöglich in der Sprechweise noch vor aller Mimik und Gestik äußern, jedes Kleidungsstück ist womöglich eine Kundgebung -- und wer seinen E.T.A. Hoffmann kennt, der weiß sowieso: Ereignisse und wiederkehrende Zitate sind doppeldeutig; man sollte nicht auf ihre übliche Interpretation hereinfallen, und ziehen sie sich noch so leitmotivisch und scheinbar eindeutig durch die Erzählung.

Vielleicht ist "Das Fräulein von Scuderi" nicht die optimale Einstiegsdroge in Sachen E.T.A. Hoffmann. Aber wer schon das ein oder andere Prachtstück des Querdenkers Hoffmann mit Genuss gelesen hat, für den dürfte "Das Fräulein von Scuderi" so eine Art literarische Maßanfertigung sein. Wobei die Anmerkungen/Erläuterungen der Reclam-Ausgabe für Hoffmann-erfahrene erwachsene Leser ausreichen dürften; für den bildungshungrigen Schulbedarf jedoch gibt's mittlerweile ausführlicheres -- wenn's denn unbedingt das Fräulein von Scuderi sein muss im Deutschunterricht (Merke: Man sieht bzw. bemerkt nur, was man weiß).
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
E.T.A. Hoffmann schuf Anfang des 19. Jahrhunderts eine
Kriminalgeschichte, die zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. spielt
und eine 73jährige Schriftstellerin, das Fräulein von Scuderi, in den
Bann des Bösen in Person des Goldschmieds Cardillac zieht. In Form von
Rückschauen und dramatischen nächtlichen Begebenheiten wird der Fall
um etliche Morde in Paris im Jahre 1680 aufgeklärt und durch das
Mitwirken des Fräuleins ein Unschuldiger vor der harten Strafe der
Chambre ardente gerettet. E.T.A. Hoffmann ist wie so häufig sehr
kreativ und versteht es, historisch belegbare Begebenheiten mit frei
erfundenen zu verbinden. Phantasievoll gestaltet er in der Hauptfigur
Cardillac einen Menschen, der durch sein Genie nahe verbunden ist mit
dem Wahnsinn und aus Zwang heraus Morde begeht, um seine gefertigten
Kunstwerke zurückzuerhalten. Dieses Kriminalstück ist sicherlich ein
Meisterwerk der Literatur, auch wenn die "alte" Sprache
heute befremdlich wirkt. Verkompliziert wird das Lesen ein wenig durch
die Vielzahl französischer Namen, deren Eigentümer entweder im Stück
mitwirken oder eine historische Rolle spielen. Insgesamt ist
"Das Fräulein von Scuderi" jedoch sehr empfehlenswert, weil
es auch heute noch spannend zu lesen ist.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schmuck 26. September 2008
Von Polar
Format:Taschenbuch
Heutzutage würde man diese wundervolle Erzählung wohl als Kriminalliteratur abtun, sie in den Bereich der Unterhaltung abschieben, von einem Plot sprechen. Es wird gemordet, betrogen, ein Unschuldiger soll hingerichtet werden, und es gibt jenes Fräulein von Scuderi, die feenhaft durch die Geschichte weht und dem Guten zum Sieg verhilft. Alles dreht sich um die Kunst des Geschmeides und die Tragödie, ihr allzu sehr verfallen zu sein. Aus der Genialität erwachsen Dämonen, Paris verwandelt sich in einen Ort des Schreckens. E.T.A verstand seine Literatur als etwas, das von Geheimnissen umringt sein musste. Die Erzählung vom Fräulein von Scuderi entwickelt den Sog eines Whodunit und wirft einen kritischen Blick auf die Ständegesellschaft des 17. Jahrhunderts. Wobei der märchenhafte König als letzte Instanz sicher eine bewusste Überzeichnung ist. Kriminalgeschichte, Märchen, wer es liest, wird verzaubert sein.
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Die neuesten Kundenrezensionen
beste Schullektüre
"Das Fräulein von Scuderi" war die beste Schullektüre von allen. Für so ein Werk war es auch sehr leicht zu lesen und allgemein sehr verständlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2006 von Trixi Blac
Es kommt, wies kommt!
Und genau so verhält es sich in E.T.A. Hoffmanns Detektivgeschichte Das Fräulein von Scuderi. Denn dieses auf den ersten Blick in der Manier eines Dr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2006 von Manuel Reichert
Schade, hier fühlen sich zu viele zu Rezensionen berufen!
Man kann nur vor den häufigen oberflächlichen Rezensenten warnen, die ganz offensichtlich von dem Text (noch) überfordert waren. Lesen Sie weiter...
Am 13. März 2006 veröffentlicht
Gutes Buch
Das Buch "das Fraulein von Scuderi" ist im Allgemeinen sehr gut und spannend geschrieben, wobei ich die Vorgeschichte, in der es sich um die Giftmorde in Paris... Lesen Sie weiter...
Am 2. Februar 2004 veröffentlicht
Gutes Buch
Das Buch "das Fraulein von Scuderi" ist im Allgemeinen sehr gut und spannend geschrieben, wobei ich die Vorgeschichte, in der es sich um die Giftmorde in Paris... Lesen Sie weiter...
Am 2. Februar 2004 veröffentlicht
Langweilig
Die Sprache fand ich zu kompliziert und es dauert ewig bis man sich eingelesen hat. Das Frl. von Scuderi hat insgesamt kaum etwas mit der Geschichte zu tun. Lesen Sie weiter...
Am 2. Februar 2004 veröffentlicht
Mehr schlecht als recht- oder doch andersrum???
Ich gebe dem Buch 2 Sterne, da die Charaktere der Hauptfiguren sehr schön und deutlich beschrieben sind, aber der Charakter vom Frl. v. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Februar 2004 von Ruth Peter
BEWERTUNG DES BUCHES "DAS FRÄULEIN VON SCUDERI"
Wir haben das Buch "Fräulein von Scuderi" in der 8.Klasse des Gymnasiums Puchheim, durchgenommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2004 von "claudiapilchau"
Geschmackssache
Naja, so richtig toll fand ich das ganze nicht. Ich finde, dass die Behandlung der Hauptpersonen sehr eigenartig ist.
Die Sprache E.T. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2004 von Philipp
Es gibt bessere von Hoffmann
E.T. Hoffmann ist ohne Frage ein brillanter Erzähler gewesen - wer kennt nicht den "Sandmann" oder aber "Die Elixiere des Teufels"? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2002 von Torsten
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