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Das Fräulein von Scuderi: Erzählung aus dem Zeitalter Ludwigs des Vierzehnten: Erzählung aus dem Zeitalter Ludwig des Vierzehnten (Suhrkamp BasisBibliothek)
 
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Das Fräulein von Scuderi: Erzählung aus dem Zeitalter Ludwigs des Vierzehnten: Erzählung aus dem Zeitalter Ludwig des Vierzehnten (Suhrkamp BasisBibliothek) [Taschenbuch]

E. T. A. Hoffmann , Barbara von Korff-Schmising
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (25. Juni 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518188224
  • ISBN-13: 978-3518188224
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 238.626 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Ernst T. A. Hoffmann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

Über den Autor

1776   
Am 24. Januar wird Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann in Königsberg geboren als Sohn des Hofgerichtsadvokaten Christoph-Ludwig Hoffmann und seiner Frau Louise Albertine, geb. Doerffer.

1778
Trennung der Eltern. Hoffmann wächst bei der Doerfferschen Familie auf.

1782
Beginn des Besuchs der reformierten Burgschule zu Königsberg.

1790
Erster Musikunterricht.

1792
Studium der Rechte an der Universität Königsberg.  

1795
Erstes juristisches Examen. Beginn der Amtstätigkeit in Königsberg als Auskultator.

1796
Versetzung nach Glogau.

1797
Reise nach Königsberg.

1798
Verlobung mit Minna Doerffer. Zweites juristisches Examen  und Versetzung nach Berlin. Reise nach Dresden.

1799
Dichtung und Komposition des Singspiels Die Maske.

1800
Ernennung zum Assessor bei der Regierung in Posen.

1802
Strafversetzung ins polnische Plock. Lösung der Verlobung mit Minna. Im Juli Heirat mit Michaelina Rorer-Trzynska.

1804
Letzter Besuch in Königsberg. Ernennung zum Regierungsrat in Warschau.

1805
Gründung der ›Musikalischen Gesellschaft‹. Geburt der Tochter Cäcilia. Hoffmann ersetzt seinen dritten Vornamen aus Verehrung für Mozart durch Amadeus.

1806
Hoffmann tritt erstmalig als Dirigent auf. Warschau wird von den Franzosen besetzt. Hoffmann wird durch die Auflösung der preußischen Behörden stellungslos.

1807
Übersiedlung nach Berlin. Tod der Tochter Cäcilia in Posen.

1808
Kapellmeisterstelle am Bamberger Theater. Reise nach Glogau und dann nach Posen.

1809
Februar: Die Erzählung Ritter Gluck erscheint.

1810
Hoffmann ist Direktionsgehilfe, Hauskomponist, Bühnenarchitekt und Kulissenmaler am Bamberger Theater.

1812
Hoffmann verläßt das Bamberger Theater. Reise nach Würzburg.

1813
Hoffmann erhält das Angebot einer Stelle als Musikdirektor bei der Operntruppe Joseph Secondas (Leipzig und Dresden). Belagerung und Eroberung Dresdens durch die Franzosen.

1814
Februar: Beendigung des Märchens Der goldene Topf. Auseinandersetzung mit Seconda. Entlassung aus der Operntruppe. Anfang März: Beginn der Arbeit an Die Elixiere des Teufels. Anfang Mai erscheinen die ersten beiden Bände der Fantasiestücke. August: Fertigstellung der Oper Undine.

1815
September: Der 1. Band der Elixiere des Teufels erscheint.

1816
Ernennung zum Kammergerichtsrat. Mai: Der 2. Band der Elixiere des Teufels erscheint. Uraufführung der Oper Undine. Erscheinen der Nachtstücke (bis 1817).

1818
Schwere Erkrankung. Oktober: Beendigung der Erzählung Das Fräulein von Scuderi.

1819
Februar: Der 1. Band der Serapions-Brüder erscheint. Ernennung zum Mitglied der ›Immediat-Commission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe‹. Dezember: Der 1. Band der Lebensansichten des Katers Murr erscheint.

1820
Hoffmann votiert für eine Freilassung des verhafteten Turnvaters Jahn. Frühsommer: Arbeit an der Erzählung Prinzessin Brambilla.

1821
Hoffmann erwirkt seine Entlassung aus der Kommission. Ernennung zum Mitglied des Oberappellationssenates am Kammergericht.

1822
Letzte Krankheit. Einleitung eines Disziplinarverfahrens wegen Hoffmanns Erzählung Meister Floh. Hoffmann stirbt am 25. Juni in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Fast hätte ein Unschuldiger sein Leben am Schafott ausgehaucht, fast hätte ein unschuldiges junges Mädchen seinen Liebsten betrauern müssen... Aber wenn alle Tatumstände gegen den armen Verdächtigen sprechen, dann ist die ermittelnde Miss Marpl... pardon, das Fräulein von Scuderi zur Stelle. Ja, richtig gelesen: Diese Erzählung von E.T.A. Hoffmann liest sich durchaus wie eine anachronistische Agatha Christie, wenn man als Leser die Ehrfurcht vor dem großen Namen über Bord wirft und ganz unbedarft einfach so losliest. Freilich, eingestanden sei's: Wer nun einen bis ins letzte Detail ausgefuchsten Krimi erwartet, wird enttäuscht sein, denn um einen Whodunnit handelt es sich natürlich nicht ganz. "Das Fräulein von Scuderi" hat anderes zu bieten: eine Mischung aus Detektivroman (und zwar einem der ersten Vertreter des Genres, sogar noch vor Poe), historischer Erzählung und Schelmenstück ganz in der Tradition der deutschen Romantik. Geschrieben wurde das alles von einem Meister des romantisch-ironischen Abstandes.
Wir befinden uns nämlich im Paris Ludwigs XIV., inmitten einer Gesellschaft im Umbruch also. Einerseits eine nach klarer Struktur und Ratio strebende Gesellschaft der Aufklärung, andererseits ihre verborgene Seite, die sich des Nachts austobt. Königlicher Anspruch, durchstrukturierte moderne Bürokratie... und dann dieses dämonische Etwas, dem sich nicht beikommen lässt. Das heißt, beikommen lässt sich dem schon -- aber nur von einem liebenswürdigen altmodischen Fräulein, das seinerseits wie ein Relikt aus überkommener Epoche wirkt und nicht so recht in die durchstrukturierte moderne Bürokratie passen will. (Was will uns der Dichter damit sagen?)

Ständige nächtliche Raubüberfälle auf galante Herren von Stande, unterwegs in pikanter Angelegenheit. Blutgerichte zuhauf im Paris Ludwigs XIV., eine Art säkulare Inquisition feiert fröhliche Urständ... und doch alles vergebens. Und nun: Ein verhängnisvolles wertvolles Geschmeide, zu nächtlicher Stunde unter furchterregenden Umständen von einem geheimnisvollen Unbekannten dem Fräulein von Scuderi zu treuen Händen übergeben, lässt sich partout nicht rechtzeitig dem geheimnisumwitterten Eigentümer zurückgeben. Das Geschmeide kann nur von einem Juwelier stammen -- und der wird bald darauf feige gemeuchelt, und der sinistre Mörder auch alsobald dingfest gemacht: Ausgerechnet der arglose Geselle des Meisters scheint es zu sein, wer hätte das gedacht!
Aber wie gesagt: Jetzt tritt das Fräulein von Scuderi auf den Plan und bietet der ganzen bürokratischen Maschinerie die Stirn. Und sie denkt, und denkt. Und am Ende bleibt kein loser Faden zurück beim gedachten Gewebe. Freilich greift dem Fräulein dabei der Zufall wacker unter die Arme, weitaus mehr noch als ihren späteren Nachfolgerinnen. Aber dennoch: Sie wagt's! Und gewinnt. Und außerdem gewinnt die Unschuld, und die Liebe gewinnt natürlich auch. Und dieses eigensinnige altmodische unschuldige Wort, dem nicht mal der absolutistische König par excellence gewachsen ist.

Und der Leser hat auch gewonnen, denn der eigentliche Reiz dieser Erzählung besteht nicht so sehr in ihrer Handlung; die ist sogar recht bald absehbar. Der eigentliche Reiz besteht auch nicht in der geschickten Vermittlung historischen Hintergrundes, obwohl Hoffmann viel solide Information in wenige (Ab-)Sätze verpackt, ohne in schwülstige Gelehrsamkeit zu verfallen, und so ein lebendiges Bild vermittelt vom Paris des ausgehenden 17. Jahrhunderts.
Der eigentliche Reiz besteht in der "protestantischen Freude am Wort", denn die feiert hier fröhliche Urständ. Hoffmann reizt hier die Stilmittel aus, scheut weder vor Schmachtroman-Vokabular zurück noch vor Anspielungen auf die Passionsgeschichte noch vorm Sprach-Duktus der historischen Chronik. Er spiegelt Motive und Szenen gegeneinander und nimmt in ihnen Handlungsstränge vorweg.
Nichts für eilige Leser also; man muss schon genau lesen, auf die Worte und Formulierungen achten und sie sich auf der Zunge zergehen lassen, und seien sie zunächst noch so unscheinbar: Menschliche Psyche und Absichten können sich hier womöglich in der Sprechweise noch vor aller Mimik und Gestik äußern, jedes Kleidungsstück ist womöglich eine Kundgebung -- und wer seinen E.T.A. Hoffmann kennt, der weiß sowieso: Ereignisse und wiederkehrende Zitate sind doppeldeutig; man sollte nicht auf ihre übliche Interpretation hereinfallen, und ziehen sie sich noch so leitmotivisch und scheinbar eindeutig durch die Erzählung.

Da es von Hoffmanns "Fräulein von Scuderi" zahlreiche Ausgaben gibt, die sich an verschiedene Zielgruppen richten, hier noch eine warme Empfehlung: Diese Ausgabe der "Suhrkamp BasisBibliothek" dürfte sich zwar vornehmlich an Schüler richten, jedenfalls lassen u.a. die Worterklärungen direkt neben dem Text den Schluss zu. (Der breite Rand bietet außerdem viel Raum zum Anmerkungen-Dazukritzeln)
Dennoch hat diese Ausgabe noch weitaus mehr zu bieten, die sie auch für "erfahrene" Leser als erste Wahl empfehlen: Ein sinnvoll gestaffelter Anmerkungsapparat (einfache Worterklärungen direkt neben dem Text, ausführlichere Wort- und Sacherklärungen im Anhang), Zeittafel, historischer und biographischer Hintergrund, Informationen über die Quellen, Entstehungs- und nationale und internationale Wirkungsgeschichte, verschiedene Interpretationsansätze und Auswahlbibliographie.
Schließlich sieht, bzw. liest man nur, was man weiß.
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut zum lesen 24. Februar 2003
Format:Taschenbuch
Ich habe dieses Buch gelesen, als wir es in der 7 Klasse im Deutschunterricht lesen mussten. ich finde es ist zwar am anfang etwas schwer zum lesen, da die Sprache ind altem Deutsch ist, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Das Buch ist interessant zum lesen und ich kann es nur empfehlen.
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