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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Funke, er zündet nicht: "Das Fort" ist sicher kein Pageturner,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Fort (Gebundene Ausgabe)
Der Roman "Das Fort" ("The Fort" 2011) kommt als gewichtiges gebundenes Buch mit 603 Seiten daher und entführt den Leser in das Nordamerika des Jahres 1779. Es sei gleich vorweg erwähnt, dass sich das Buch stilistisch eher wenig an Cornwells bisherigem Werk orientiert.Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges landen im Juni 1779 britische Truppen auf der Bagaduce-Halbinsel in der Penobscot Bucht im heutigen Maine (damals Massachusetts) und beginnen eine Befestigunsanlage, nämlich Fort George, zu errichten. Dieses Vorhaben wollen die Amerikaner ("die Aufständischen") verhindern und bringen einen Truppenverband aus Milizionären der Miliz von Massachusetts sowie Marineeinheiten und regulären Truppen der Kontinentalarmee auf den Weg. Diese sogenannte Penobscot Expedition ist heute fast vergessen, obwohl sie nicht nur die größte Marineoperation des Unabhängigkeitskrieges darstellte, sondern auch eine der im Ergebnis dramatischsten in der Geschichte der US Marine. Cornwell hat die umfangreiche Faktenlage zu einem Roman ausgebaut, der dem Leser die damaligen Ereignisse nahebringt. Das Buch ist gewohnt flüssig und souverän geschrieben. Dennoch wirkt die Anlage der Story eher ungewohnt und erinnert stark an so eine Art Kriegstagebuch. Die Abläufe der Auseinandersetzung werden sehr detailliert und präzise beschrieben, was aber auch zu vielen Längen führt. Militärhistorisch sehr interessant, allerdings zu Lasten des Romananteils. So bleiben viele der einzelnen Charaktere für Cornwell ungewohnt blaß. Die Spannung, die viele von Cornwells Büchern auszeichnet, kommt nur sehr sporadisch auf. Der Funke mag nicht so recht überspringen. Umso gelungener ist das erklärende Nachwort. In dem kleinen Aufsatz gelingt es Cornwell mit wenigen Worten, eine sehr treffende und fachkundige Analyse und Einschätzung der historischen Geschehnisse abzugeben. So traut er sich auch, mit uramerikanischen Mythen aufzuräumen. Fazit: Insgesamt sicher kein Pageturner cornwellscher Machart. Wem es gelingt, sich von falschen Erwartungshaltungen frei zu machen, der erhält ein ausgezeichnetes militärhistorisches Werk. Wer einen Roman in der Tradition der "Saxon Stories" oder "Artus-Chroniken" erwartet, der wird enttäuscht sein. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eher ein protokollarisches Kriegstagebuch denn ein Roman,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Fort (Gebundene Ausgabe)
Als regelmässiger Leser Historischer Romane weiss ich das Schlachten, Gefechte und kriegerische Scharmützel einfach zu diesem Genre gehören wie Rezepte zu Kochbüchern und diese von den Autoren jeweils in ganz unterschiedlichen Längen und Intensitäten geschildert werden. Das aber ein ganzes Buch mit 600 Seiten von einer einzigen kriegerischen Auseinandersetzung handelt ist mir neu und ganz ehrlich, es hat mir nicht besonders gefallen. Es ist unheimlich schwierig den Leser über die vielen hundert Seiten bei der Stange und den Spannungsbogen hoch zu halten.Die Penobscot-Expedition im Sommer 1779 hat so wie sie Bernard Cornwell schildert tatsächlich stattgefunden. Mit der Besetzung Majabigwaduces durch die Briten sollte ein Stützpunkt für die loyale Bewegung der Englischen Krone auf dem amerikanischen Festland geschaffen werden. Natürlich konnte die Regierung von Massachusetts dies nicht dulden und hat umgehend beschlossen die eindringenden "Rotröcke" gefangen zu nehmen, zu töten und zu vernichten. Zu diesem Zweck hat sie ein illustres Heer aus erfahren Infanteriesoldaten und (Un-)Freiwilligen Milizionären zusammengestellt das von, für damaligen Verhältnisse, einer riesigen Schiffsflotte aus kanonenbestückten Schaluppen, Briggen uns Schonern unterstützt wurde. So folgt die unausweichliche Auseinandersetzung die für eine Seite desaströs endet... Das Bernard Cornwell von dieser Schlacht begeistert ist spürte ich deutlich heraus aber leider ist der Funke nicht auf mich übergesprungen. Er hat viel und genau recherchiert und hat seine Erkenntnisse in diesem Roman penibel aber Historisch wohl korrekt niedergeschrieben. Nur bin ich mir nicht ganz sicher ob der Begriff "Roman" hier richtig ist, es hat keinen wirklich belletristischen Teil um den Feldzug herum und so würde ich dieses Buch eher als ein protokollarisches Kriegstagebuch umschreiben. Mir fehlt einfach der Gesamtzusammenhang und die Einbettung in die amerikanische Unabhängigkeitsgeschichte und eine Nebenhandlung damit mehr Atmosphäre und Ambivalenz entsteht um bei mir insgesamt mehr Spannung für den Stoff zu erzeugen. Der Fokus liegt vollkommen auf den kriegerischen Auseinandersetzungen und ist reduziert auf die Vorbereitungen und Durchführung der Gefechte und so plätschert die Handlung vor sich hin und mein Interesse erlahmte zusehends. Die Geschichte hat etliche Längen und die vielen Gesprächen der Personen werden mit der Zeit langweilig. Da stets die Sicht beider Seiten abwechselnd geschildert werden, hat der Leser einen Wissensvorsprung gegenüber den jeweiligen Protagonisten und er weiss wer was plant und was in Kürze geschehen wird. Die Spannung und die Überraschungsmomente gehen so natürlich komplett verloren. Ausserdem gibt es keine Figur(en) zu denen ich als Leser eine Beziehung aufbauen konnte, was zu emotionaler Distanziertheit führt und meinen eher mässigen Eindruck von diesem Buch verstärkt. Bernard Cornwell ist ein routinierter Schriftsteller und versierter Schreiber und dies vermag die obenerwähnten Mängel über eine längere Zeit hinweg zu kaschieren. Ich würde dieses Buch nur echten Cornwell Anhängern empfehlen oder Lesern die sich vorstellen können Interesse über 600 Seiten hinweg einer Schlacht mit mehreren grossen und kleinen Scharmützeln aufzubringen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nur ein historischer Kriegsbericht,
Von Rüdiger Bock "bockiness" (Schalksmühle) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Fort (Gebundene Ausgabe)
Beim Kauf dieses Buches habe ich einen spannenden historischen Roman erwartet, wie man es vom Autor Bernard Cornwell nicht anders gewohnt ist. Groß war meine Enttäuschung bei der Lektüre dieses Romans (der aus meiner Sicht eigentlich keiner ist), dass es sich hier nur um den tabellarischen Ablauf des Kriegsgeschehens in Majabigwaduce, Massachusetts, der Monate Juli und August des Jahres 1779 im amerikanischen Unabhängigkeitskrieges handelt.Sicherlich ist es Bernard Cornwell durchaus gelungen, die authentische Geschichte in den Vordergrund zu stellen, jedoch konnte ich beim Lesen dieses Buches die aufkommende Langeweile nicht ganz verdrängen. Nachdem ich "Das Fort" von Bernard Cornwell mit Mühe gelesen hatte, fand ich, dass dieses Buch meinen Erwartungen überhaupt nicht entsprochen hat. Da ich schon lange ein Fan von Bernard Cornwell bin, hoffe ich, dass für die Zukunft noch viele spannende Romane wie mit zum Beispiel Richard Sharpe und Uhtred zu erwarten sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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