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Das Fischkind
 
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Das Fischkind [Gebundene Ausgabe]

Lucía Puenzo
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (24. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803132207
  • ISBN-13: 978-3803132208
  • Originaltitel: El nino pez
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.885 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lucía Puenzo
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In Das Fischkind, hervorragend übersetzt von Rilke Bolte, erweist sich Lucía Puenzo als ein ungewöhnliches erzählerisches Talent der jüngeren Generation der argentinischen Literatur.« (Peter B. Schumann, Bayerischer Rundfunk)

Frech, temporeich und voll schwarzen Humors (...) (dpa, mz-web.de)

Kurzbeschreibung

Ein furchtbar hässlicher Hund erzählt, wie zwei junge Mädchen aus Liebe zu Mörderinnen werden. Ein frecher, temporeicher, magischer Roman: Thelma und Louise auf Argentinisch!

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kfir TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Serafin ist die nicht gerade schöne Promenadenmischung eines betuchten aber zerrütteten Haushaltes in einem Nobelvorort von Buenos Aires und muss immer wieder für Qualitätstests des Drogen herstellenden Sohnes herhalten. Sein junges Herrchen Lala liebt das Hausmädchen Guayi und möchte mit ihr in deren Heimat Paraguay durchbrennen. Doch zuvor macht sie noch zahlreichen Hausrat zu Geld und vergiftet ihren chronisch lebensmüden Vater Brontë. Zusammen mit Serafin reist Lala voraus, nicht wissend, dass Guayi für diese Verbrechen unschuldig eingesperrt wird. Lala kehrt zurück um Guayi zu befreien ...

Lucía Puenzo zeichnet mit diesem Buch in direkten Worten ein trauriges Gesellschaftsbild aus Argentinien. Ein Bild voller Sex, Drogen, Gewalt, Korruption, Ausländerfeindlichkeit, erstrebter Selbstverwirklichung und tatsächlicher Selbstentfremdung, in der die Liebe zweier Mädchen zueinander das einzig Hoffnung machende Element ist. Ein Hund, der mit derbem schwarzen Humor und nicht zurückhaltenden Worten seine unverblümte Sicht der Dinge schildern kann, ohne irgendwo anzuecken. Allein die ironischen Seitenhiebe und teilweise überspitzt wirkende Szenen lassen so manche schonungslose Situation noch erträglich wirken. So wird am Ende aus der Gesellschaftskritik ein rasantes und locker geschriebenes literarisches Road-Movie, bei der die Protagonisten Liebe und Geborgenheit suchen, jedoch Verzweiflung und Gewalt finden.

Ein spannender und gefühlvoller Roman zweier Mädchen, die die Liebe suchen und gesellschaftliche Abgründe finden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Lala lebt in einer äußerst zerrütteten Familie. Ihre Mutter ist bereits auf dem Sprung sie zu verlassen, ihr Vater, ein oberflächlicher Schrifsteller verfällt zunehmend der Isolation und ihr Bruder Pep vertickt Drogen und frönt auch anderen diversen Lastern. Einziger Lichtblick ist für sie die Guayi, die Haushälterin - sie wird für Lala zum Zentrum all ihrer Vorstellungen und Begierden, was zwischen den beiden bald zu einigen kleinen sexuellen Abenteuern führt. Schließlich entscheidet sich Lala mit ihr wegzulaufen und glaubt dazu auch über Leichen gehen zu müssen...

Die ganze Geschichte wird (mal mehr, mal weniger konsequent) aus der Sicht von Lalas schwarzem Hund Seraphim geschildert, der sie ständig und die ganze Zeit über begleitet.
Zusammengehalten wird die Story nicht unbedingt von viel Humor - dafür viel von Sex, Drugs und Slums und dem Hauch, der südamerikanische Ltiteratur immer zu einem ganz fernen, hellen, aber auch schmutzig dumpfen Erlebnis macht.
Das Zentrum des Romans ist ganz klar die Person der Guayi: manchmal scheint sie mächtiger als alle anderen, verfüherisch und autonom, dann zeigt sie wieder ihre schwache, träumerische, gutgläubige Seite.

Streckenweise, zumindest am Ende, fühlt man sich in einen Roman oder eine Geschichte von Roberto Bloano (2666 ; Telefongespräche: Erzählungen) versetzt; den ganze Roman begleitet eine feine und doch ein wenig schnell temporierte Sachlichkeit, die ähnlich wie bei Bolano versucht einen großen, geheimnisvollen Klang zu entwickeln, was aber auf 160 Seiten nicht so ganz gelingt, wie auf 1000.
Einige Stellen, wie etwa die, wo Lala in einem Gefängnishof steht und alles drum herum und in ihr zueinander geführt wird und einen eigenen Kosmos bildet, sind große Glanzleistungen der Erzählkunst, die das Geschehen ganz nah an uns herantragen. Doch leider gibt es davon in diesem Buch ein bisschen wenig.
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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Lucia Puenza ist eine international gefeierte Filmemacherin aus Argentinien, die ihren hier zum ersten Mal in Deutsch publizierten Erstlingsroman "Das Fischkind" schon vor zwölf Jahren mit gerade mal 23 Jahren in ihrem Heimatland veröffentlichte. In dem Roman geht es, temporeich und unterhaltsam erzählt, um die Liebesgeschichte von Lala, einer Tochter einer zur argentinischen Oberschicht gehörenden Familie mit Guayi, der aus Paraguay stammenden Haushälterin.

Es ist ein Roman, der alle Kategorien sprengt, von der Erzählerfigur, dem hauseigenen Hund Serafin bis hin zu einem furiosen Wechsel zwischen Thriller, Fluchtgeschichte und Korruptionskrimi. Die homosexuelle Beziehung zwischen den beide Frauen wird wie selbstverständlich geschildert. Nachdem Lala herausgefunden hat, dass ihr Vater Guayi missbraucht hat, tötet sie ihn und begibt sich mit ihren Gelibeten auf eine lange Flucht, von der der Hund erzählt.

Das Buch, das die Autorin unlängst auch verfilmt hat, ist ein turbulenter Roman voller schwarzen Humors und einer durch die Perspektive des Hundes ungewöhnlichen Form des Erzählens.
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