- Taschenbuch: 173 Seiten
- Verlag: Papyrossa Verlagsges. (2001)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3894382171
- ISBN-13: 978-3894382179
- Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,9 x 1,4 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 223.178 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Rolf Surmann und seine Ko-Autoren wählen einen anderen Ansatz. Sie verzichten auf eine Dokumentation der hinlänglich bekannten Feuilletonbeiträge und wenden sich stattdessen den Hintergründen der Finkelsteinschen Polemik und ihrer Perzeption in den deutschen Medien zu. Den Auftakt bildet ein historischer Abriss des tatsächlichen Verlaufs der Entschädigungspolitik und der Verhandlungsweise der Jewish Claims Conference. Die Ergebnisse strafen Finkelsteins Behauptung Lügen, die jüdischen Organisationen hätten "doppelt" abkassiert und die erhaltenen Zahlungen für eigene "Lieblings-Projekte" verschwendet. Bereits ein Blick in die Bestimmungen des Luxemburger Abkommens von 1952 offenbart die "prinzipielle Fehlinterpretation" Finkelsteins und hätte die Debatte eigentlich beenden müssen, wie Rolf Surmann kritisch anmerkt.
Dass dem nicht so war, dass im Gegenteil das Thema von der Presse weiterverfolgt und zu einer zweiten Goldhagen-Debatte hochgeschrieben wurde, ist Gegenstand der folgenden Beiträge. Die Autoren analysieren den Finkelstein-Diskurs im Kontext von Entschädigungspolitik, Erinnerungsabwehr und sekundärem Antisemitismus. Sie werten die deutschen Reaktionen als Ausdruck eines zeitgeschichtlichen Paradigmenwechsels, in dessen Verlauf die so genannte Mitte unserer Gesellschaft Positionen einzunehmen beginnt, die bisher der radikalen Rechten vorbehalten waren. "Das könnte fürwahr ein denkwürdiges Finale deutscher Wiedergutmachung sein", lautet Surmanns bitteres Fazit.
Ihm und seinen Ko-Autoren ist mit Das Finkelstein-Alibi der beste Materialband zur Kontroverse um Die Holocaust-Industrie gelungen. Ein längst überfälliges Buch das zeigt, wieso Finkelsteins Pamphlet gerade in Deutschland zum Bestseller mutieren konnte. --Stephan Fingerle
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