Kurzbeschreibung
In neun Erzählungen, die zum Besten gehören, was Jean-Marie Gustave Le Clézio geschrieben hat, zeichnet er neun »Augenblicke des Wahnsinns«: Roch, den die Sonnenhitze lähmt, Beaumont, den der Zahnschmerz in die Verzweiflung treibt, das Wunderkind Martin, das die Grenzen seiner zwölf Jahre durchbrechen möchte und von der Normalität auf sich selbst zurückgeworfen wird. Die sprachliche Intensität geht über eine Beschreibung der Erfahrungen der Menschen hinaus, sie erweckt sie zu neuem Leben. Die französische Kritik verglich Le Clézios Prosakunst mit der von Jean-Paul Sartre und Albert Camus. – Nobelpreis für Literatur 2008.
Über den Autor
Jean-Marie Gustave Le Clézio wurde 1940 in Nizza als Sohn eines Briten und einer Französin geboren und wuchs zweisprachig auf. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaft war er als Lektor in Bristol, London und Aix-en-Provence tätig und verbrachte viele Jahre seines Lebens in Asien und Amerika. Seinem Debütroman »Das Protokoll«, für den er den Prix Renaudot erhielt, folgten über dreißig Bücher - zumeist Romane, Erzählungen und Essaybände. Im Oktober 2008 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur zugesprochen. Bei Piper liegen von ihm die Romane »Das Protokoll« und »Die Sintflut« sowie der Erzählband »Das Fieber« vor.