Die Wirkung des Films hat bei mir erst am nächsten Tag eingesetzt, nachdem ich mir über den Sinn dessen vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen am nächsten Tag intensive Gedanken gemacht habe. Und bling!, auf einmal musste ich grinsen und habe mich gefreut. Über zwei Szenen, die diesem skurrilen Film eine nachhaltig liebenswerte Note geben. Die erste ist der Rumhängfreund von Gianni (kann mich nicht erinnern, dass die sich jemals in die Augen gekuckt haben), den er mit zum Festmahl eingeladen hat. Der wohl des Öfteren zwischendurch aufsteht, um sich zu entleeren (auch im übertragenen Sinne: allein unter schwatzenden Frauen). Nach dem letzten Aufstehen fragt man sich, warum er nicht zurückkommt, Gianni sieht nach und findet ihn eingeschlafen in einem Zimmer auf dem großen Bett liegend, er setzt sich hin und lacht. Die Augustsonne scheint allesüberwältigend ins Zimmer. Die zweite Szene ist am Schluss, als ihn die Damen, die sich dann doch aneinander erfreuen und froh sind, aus dem Alt-Tagstrott kurzfristig draußen zu sein, durch die einzig wirksame Erpressung davon überzeugen, noch einen Abend für sie zu kochen. Und er dieses Spiel mitspielt, es bleibt ihm aufgrund seines Muttersöhnchentums nichts anderes übrig, bzw. er wüsste wahrscheinlich auch gar nicht, wie er dieser Situation entkommen sollte, bzw. der hoffnungsvoll erwartende Blick der Damen verbunden mit dem scheinbar einzigen Anreiz dieser Welt schaltet er im Nu auf "Ich mache alles was ihr wollt, ich bin euer Diener, ob mir das gefällt oder nicht, das spielt keine Rolle, denn mein Leben ist eh schon hinüber. So what."
Dass mit Laiendarstellern gedreht wurde, tut diesem Film keinen Abbruch. Das Alter und diese grandiose Langeweile deswegen wirkt authentisch. Gibt für Frauen nichts Schlimmeres, als nicht mehr begehrt zu werden. Was bleibt einem da schon anderes, als als kulinarisch deklariertes Essen in sich reinzustopfen und Blödsinn zu machen. Das Leben endet wie es beginnt.