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Das Fest
 
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Das Fest

Ulrich Thomsen , Henning Moritzen , Thomas Vinterberg    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Ulrich Thomsen, Henning Moritzen, Thomas Bo Larsen
  • Regisseur(e): Thomas Vinterberg
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Dänisch (Mono), Deutsch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 27. August 1999
  • Produktionsjahr: 1998
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RYLA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.622 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Thomas Vinterbergs Film Das Fest liegt die Katastrophe schon lange zurück. Nun, da Familienoberhaupt Helge seinen 60.Geburtstag im Kreis der Lieben feiern will, versammeln sich um ihn die Opfer und ihr Anhang zum unfrohen Fest. "Die Familie", erklärt der Regisseur dazu, "gewinnt immer." Sie überdauert die Verbrechen, die sich innerhalb der Gemeinschaft ereignet haben. An Flucht ist nicht zu denken. Der dänische Sommer kennt kein Erbarmen -- die Handkamera auch nicht. Sie kommt den Menschen gefährlich nahe, sucht Körperkontakt und flieht ihn wieder. Mit den wackligen Einstellungen und den rohen, körnigen Aufnahmen fördert sie langsam die quälende Wahrheit hinter der Kulisse der heilen Großfamilie zu Tage. Die Wahrheit über einen Vater und seine Kinder, die Wahrheit hinter einem aufgesetzten Lächeln, einer gespielten Höflichkeit, einem Zornausbruch. "Ich mache Filme", so Thomas Vinterberg, "weil ich im Kino zeigen kann, was die Menschen voreinander verbergen."

Vor einigen Jahren hat der Däne Vinterberg gemeinsam mit seinem Kollegen Lars von Trier (Idioten) ein filmisches Manifest unterzeichnet, das vor Selbstbewusstsein strotzt: Das "Dogma 95". Das Keuschheitsgelübde für Regisseure verbietet seinen Anhängern nahezu alle Annehmlichkeiten des modernen Kinos. Vorgeschrieben sind Handkamera, Originalschauplätze und die Einheit von Zeit und Ort. Filter und künstliche Lichtquellen sind tabu. Bei Vinterbergs Film geht der Purismus auf. Die ungelenken Einstellungen aus der Videokamera, mit denen er seine Geschichte erzählt, verleihen den Szenen der Familienhölle zusätzlichen Schwung und verstören den Blick nachhaltig.

Das Fest hat die Kraft einer ohnmächtigen Wut, die ästhetische Gewohnheiten ebenso sprengt wie die Regeln des kultivierten Soziallebens. Nichts erscheint so, wie man es kennt. Jede Szene ein Schock, ein Einspruch gegen die vorprogrammierten Emotionen der Filmindustrie. Ein echtes Erlebnis. --Carola Feddersen

Produktbeschreibungen

Hotelier Helge feiert seinen 60. Geburtstag. Die ganze Familie, Freunde und Verwandte reisen an, um in dem schönen Landhotel den Festtag zu begehen. Aber wie so oft bei Familienfesten ist es hinter den Kulissen alles andere als idyllisch. Doch das soll die grosse Party nicht stören. Man setzt sich an die feierliche Tafel, und es kann beginnen. Christian, der älteste Sohn, hält die Eröffnungsrede und deckt völlig unerwartet ein düsteres Kapitel in der

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Papa wollte baden 23. Januar 2010
Von Mrs. Peel
Format:DVD
Runde Geburtstage sind normalerweise ein Anlass, die zurückgelegte Wegstrecke des Jubilars in verklärter Nostalgie hochleben zu lassen. Die etwas dunkleren Kapitel, die es wohl in jeder Biografie mehr oder weniger gibt, spart man dabei anstandshalber freilich aus. Bei dieser wohlbetuchten dänischen Großfamilie, die zum 60. Geburtstag des Familienpatriarchen (Henning Moritzen) zusammenkommt, ist von Anfang an alles anders. Eine Bilderbuchfamilie, die seinen Vorstellungen entspricht, kann der wohlhabende Hotelier weiß Gott nicht vorweisen. Der jüngste Sohn Michael (Thomas Bo Larsen) ist ein chauvinistischer Choleriker, der im Hinterzimmer des Anwesens eine Bedienstete zusammenschlägt, die damit drohte, die gemeinsame Affäre seiner Frau zu offenbaren. Seine Schwester Helene (Paprika Steen) wiederum hat sich beharrlich dem Wunsch ihrer Eltern verweigert, Jura zu studieren. Der Erstgeborene Christian (Ulrich Thomsen) hat in den Augen seines alten Herren den Makel, dass er immer noch ledig ist. Er ist auch so verdächtig ruhig und hat immer diesen nachdenklichen Blick im Gesicht. Den langen Weg vom Bahnhof kam er gelaufen, anstatt ein Taxi zu nehmen, als wollte er vor der anstehenden Transgression noch einmal in sich gehen. Auf dem Geburtstagsbankett wird ihm als ältesten Sohn die Ehre zu Teil, die Lobrede auf seinen Vater zu halten. Und da wird ganz schnell klar, warum er so bindungsunfähig und introvertiert ist: Der Vater hat ihn als Kind missbraucht. Zusammen mit seiner zweiten Schwester, die sich deswegen das Leben nahm. In dieser Rede mit dem obskuren Titel "Papa wollte baden" lässt er jetzt alles raus, was sich über die Jahre an unausgesprochenen Worten angestaut hat. Von innen nach außen, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein verbales Massaker in feierlichem und subliminalem Ton vor versammelter Verwandtschaft. Dabei hatte der Jubilar sein Schicksal selbst in der Hand. Denn er konnte die Art und Weise seiner Lobpreisung aus zwei Umschlägen zwischen einer geschönten und einer wahren Rede selbst wählen. Er setzte auf den grünen Umschlag und zieht so die Wahrheit. Wer denkt, dass jetzt die Party gelaufen ist, der irrt. Die emotionalen Eisberge, die da vor Christian sitzen, halten kurz inne und feiern weiter, als wäre nichts gewesen. Auch die Mutter macht sich durch ihr Schweigen mitschuldig, um die heile Welt einer Familie nicht zu gefährden, die längst nicht mehr existiert. Die Schuld wird beim Opfer gesucht. War Christian nicht immer schon ein wenig geisteskrank? Da steht Christian wieder auf, klopft erneut mit dem Messer an das Glas und läutet so die nächste Runde im verbalen Kampf gegen den Schänder ein, der an der langen Tafel genau ihm gegenüber am anderen Ende sitzt. Ein kathartisches Outing wird hier als Brechen der Kruste des Schweigens in Form eines gnadenlosen Showdowns inszeniert, bei dem auf jegliche Art von Subtilität gepfiffen wird. Ohne Umschweife und Untertöne wird von Angesicht zu Angesicht miteinander abgerechnet.

Das Fest ist von seiner Machart her ein puristischer Film. Die starren Kameraeinstellungen wirken fast schon wie Aufnahmen von einer Überwachungskamera. Die abrupten Bewegungen der Handkamera evozieren sehr gut die nervöse Stimmung, die über der Festgesellschaft liegt. Auf die übliche Ausleuchtung der Sets wurde genauso verzichtet wie auch auf Filter und einen professionellen Soundtrack. Die Ausstattung ist spärlich. Der Name des Regisseurs fehlt im Abspann. Thomas Vinterberg lebt mit dieser Art des reduzierten "Film pur" die Keuschheitsregeln der Dogme 95. Einige der selbst auferlegten Verbote umgeht er dabei geschickt, indem er als Substitut für den fehlenden Soundtrack die Geburtstagsgesellschaft regelmäßig singen lässt. Dass sein Name in den Credits doch noch auftaucht, ermöglicht ein Cameo-Auftritt als Taxifahrer. Im Mittelpunkt steht aber nicht nur das Entlarven der Schandtat, sondern eng damit verknüpft vor allem die Familienstruktur und -hierarchie. Spätestens als der Patriarch ganz am Anfang des Films seinen ältesten Sohn gönnerhaft die Wange tätschelt, wird ganz schnell klar, wo hier die Referenzen liegen und wer bei der Figurenzeichnung (im wahrsten Sinne des Wortes) Pate stand. Vinterbergs Faible für Figuren wie Vito, Sonny und Michael Corleone kommt hier klar zum Ausdruck. Die Idee, auf Hochglanz zu verzichten und im spartanischen Digital-Video-Format große Geschichten klein und authentisch zu erzählen, löste eine Welle aus, die selbst in Hollywood mittlerweile viele Imitatoren (z.B. Jonathan Demmes "Rachels Hochzeit") anzieht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von lilisco TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
der hotelier helge feiert seinen 60. geburtstag. schon bei der anreise der vielen gäste zeigen sich erste auffälligkeiten bei den beiden söhnen (henning moritzen, thomas bo larsen), der eine aggressiv gehemmt, der andere völlig überschießend. die auffälligkeiten gehen weiter, zunächst nur beim aggressiv enthemmten sohn in seiner eigenen familie.
dann hält christian, der älteste, die rede, die sein vater von zwei möglichen ausgesucht hat .... in dieser offenbart der sohn eine schreckliche vergangenheit:"wenn vater mit uns baden gin..."

alsbald beginnen alle abwehrformationen, die in familiensystemen wirken, zu greifen: flucht, verdrängung, schuldig sprechen des opfers .... das ringen um die wahrheit beginnt ....

ein sehr mutiger film über ein tabuthema, welches auch die auffälligkeit der ganzen familie und ihrer mitglieder inklusive der ganzen umgebung aufzeigt sowie das ringen der opfer um anerkennung der wahrheit.

ein absolut sehenswerter film
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schmerzliche Nähe 17. September 2004
Von Melanie Holtmann VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
"Das Fest" ist bis jetzt der erste und einzige im Geiste des "Dogma 95" gedrehte Film, den ich gesehen habe, und das auch mehr aus Zufall. Bezeichnenderweise dachte ich zunächst, ich befände mich in einem Dokumentarfilm- Kameraführung, Agieren der Schauspieler und vieles mehr irritieren auf den ersten Blick. Dennoch ist "Das Fest" ein Film, der den Zuschauer wie ein Sog in sich hineinzieht, dem man sich kaum entziehen kann.

Handlung und Methodik der Präsentation sind hier beide gleich wichtig; vielleicht ist es auf Grund ihrer (nun auch schon wieder "veralteten") mutigen und radikalen Ausführung die Methode noch mehr. Zunächst zu ersterem: Der Plot selbst ist schon ein ungeheuer diffizil umzusetzender und auf einem heiklen Thema begründet: Missbrauch innerhalb der Familie. Der Familienpatriarch Helge feiert seinen 60. Geburtstag in einem Hotel; die Söhne Christian und Michael, die Tochter Helene mit ihrem Freund Gbatokai und die ganze unvermeidliche Rest- Familie versammeln sich. Während des Festessens ergreift Christian das Wort und bezichtigt den Vater, seine Kinder früher regelmäßig missbraucht zu haben. Zunächst halten die Anwesenden das für einen Scherz, dann gewinnen Verdrängung und wütende bis hilflose Abwehrreaktionen die Oberhand. Unterdrückte Konflikte brechen langsam auf und spitzen sich zu- bis ein Brief der Tochter, die sich umbrachte, die Wahrheit schmerzlich ans Licht bringt.

Vieles an diesem Film ist ungewohnt, problematisch und gewagt: So wird- im Sinne des "Dogma"- nur mit der (grobkörnigen) Handkamera gefilmt, der Ton ist ungefiltert, das Geschehen spielt am Originalschauplatz, die Darsteller agieren erschreckend- nein, erschütternd- echt, zurückgenommen und ausgebrochen je nach Situation. Dies ist einer der Stärken des Films, die gerade ein so reduziert präsentiertes Werk doppelt tragen müssen: die Leistungen der Darsteller sind durchweg von einer unglaublichen (und durch die Kameraführung noch intensivierten) Authentizität bis hin zum Nerven freilegenden Naturalismus. Jeder Charakter entzieht sich eindimensionaler Beurteilung; Auflösungen wirken immer mit Vorbehalt. Kurz: Es kommt dem Leben sehr nahe.

Man kann diskutieren, ob ein so bemühter und gewollter Realismus wirklich fördernd und anregend und ob er mit jedem Thema kombinierbar ist. Hier- in der so intimen familiären Atmosphäre- ist er genau das richtige Versatzstück. Die Nähe und Unausweichlichkeit der Bindungen, die gebrochenen Charaktere der Figuren, das Kranke der Atmosphäre- diese Implikationen werden durch das Spiel der Kamera noch multipliziert. So ist "Das Fest" ein in seiner Sparte herausragender, Konventionen wirkungsvoll durchbrechender Film, der nicht jedem etwas sagen wird. Vielleicht weniger Film denn Lehrstück oder Studie, weiß er dennoch zu fesseln.

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Vor 12 Monaten von Sixfeet123 veröffentlicht
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sehr empfehlenswert
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Vor 13 Monaten von SHU veröffentlicht
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Sorry, aber ich kann den Hype um diesen Film leider nicht nachvollziehen. Das sicherlich schreckliche Psychogramm dieser Familie geht unter die Haut. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von M. Rintelmann veröffentlicht
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Dieser Film ist absolut realistisch, zwar verstörend, aber sehr sehr gut!

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